Antriebslosigkeit: Mehr Motivation für den Alltag

Nicht nur im Winter leiden viele Menschen unter Antriebslosigkeit. Das ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, vielmehr ein Symptom. Die Ursachen für permanente Müdigkeit und Antriebslosigkeit können dabei vielfältig sein. Wir zeigen Ihnen genau, welche dafür verantwortlich sind. Und wir geben wichtige Tipps, wie Sie Ihre Antriebslosigkeit überwinden. Außerdem: Machen Sie den Test – wie antriebslos bin ich?

Antriebslosigkeit: Mehr Motivation für den Alltag

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Antriebslosigkeit Test: Wie zeigt sich Antriebslosigkeit?

Müde ist jeder einmal. Einen schwachen Tag zu haben, an dem wir uns zu nichts motivieren können – das kennen wir alle. Bedenklich wird es, wenn uns permanente Antriebslosigkeit die Tage und Wochen erschwert.

Ob Sie diesbezüglich gefährdet sind, zeigen sechs einfache Fragen, die alle Lebensbereiche umfassen. Seien Sie bei diesem Test offen und ehrlich zu sich selbst. Fragen Sie sich: Welche der folgenden Behauptungen trifft auf mich zu?

  • Es fällt mir extrem schwer, morgens aufzustehen.
  • Abends liege ich meist auf dem Sofa oder gehe früh zu Bett. Zum Ausgehen fehlt mir die Energie.
  • Die täglichen Hausarbeiten bekomme ich meist nicht ordnungsgemäß geregelt.
  • Für die tägliche Körperpflege kann ich mich nur sehr schwer aufraffen.
  • Zuweilen habe ich den Eindruck, mich wie in Zeitlupe zu bewegen.
  • Angehörige oder Freunde haben mir schon öfters Passivität zurückgemeldet oder diese gar kritisiert.

Je mehr und je deutlicher Sie diese Sätze in Bezug auf sich mit JA unterschreiben können, umso eher sollten Sie sich Gedanken um Ihre Antriebslosigkeit machen.

Antriebslosigkeit und Müdigkeit: Zu Hause antriebslos

Wer viel unternimmt, fühlt sich am Abend ausgepowert. Das ist völlig normal und nimmt mit den Jahren deutlich zu. Im Alter sind wir eben nicht mehr so leistungsfähig wie in jungen Jahren. Was aber, wenn man sich müde und schlapp fühlt, obwohl man sich nur zu Hause aufgehalten hat? Ist das bedenklich?

Das hängt von der Länge und Ausprägung der Antriebslosigkeit ab. Die Anzeichen sind dabei unterschiedlich:

  • Konzentrationsprobleme
  • Lustlosigkeit
  • Trägheit
  • Niedergeschlagenheit
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Hohes Schlafbedürfnis, trotz ausreichend Schlaf

Wichtig: Unterschätzen Sie diese Anzeichen nicht. Lassen Sie diese ärztlich untersuchen. Für eine Behandlung ist es entscheidend zu wissen, ob körperliche oder psychische Gründe für die Antriebslosigkeit vorliegen.

Extreme Antriebslosigkeit: Ursachen vielfältig

Was kann die Ursache für Antriebslosigkeit sein? Gibt es einen Mangel bei Antriebslosigkeit? Die Antwort auf diese Fragen hängt tatsächlich vom Einzelfall ab.

Manche Menschen sind einfach psychisch erschöpft. Dauerhafter Stress lässt sie antriebslos werden. Im schlimmsten Fall kann sich sogar eine Depression andeuten.

Oftmals liegt jedoch eine körperliche Ursache zu Grunde. Zum Beispiel:

Schlimmstenfalls kann sich sogar eine beginnende Krankheit andeuten, wie Krebs, Demenz, Herzinsuffizienz oder Narkolepsie. All das muss ärztlich genau abgeklärt werden.

Manchmal können sogar einfach nur bestimmte Medikamente und deren Nebenwirkungen die Ursache sein. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt gerne eine Alternative verschreiben.

Ist psychische Antriebslosigkeit eine Depression und Krankheit?

Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, lautet die Diagnose auf psychische Antriebslosigkeit. Das verunsichert viele Menschen. Schließlich ist dieser Befund ziemlich uneindeutig. Handelt es sich nun um eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung?

Das ist kein Automatismus. Nicht jeder, der antriebslos ist, leidet gleich an einer Depression. Umgekehrt sind die meisten Menschen, die unter einer Depression leiden, antriebsarm.

Zu einer echten Depression gehört deutlich mehr, als nur zeitweilige Antriebsarmut. Sie ist eine erstzunehmende Krankheit und muss psychotherapeutisch behandelt werden. Sie verschwindet nicht, wenn Sie die üblichen Tipps gegen Antriebsarmut unternommen haben.

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Antriebslosigkeit überwinden: Hausmittel oder Medikamente?

Stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Wie kommt man aus der Antriebslosigkeit? Dazu gibt es einige wertvolle Tipps.

  • Suchen Sie das Tageslicht
    Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft. Für die Zeit drinnen kann Ihnen eine Tageslichtlampe helfen.
  • Verbessern Sie Ihren Schlaf
    Eine gute Matratze, weniger Zeit vor dem Smartphone, Einschlafrituale, … – die Liste, wie Sie besser in den Schlaf finden können, ist lang. Lesen Sie am besten dazu unseren entsprechen Artikel über Schlafstörungen.
  • Lernen Sie Entspannungstechniken
    Meditation, Yoga oder autogenes Training lassen Sie mit der Zeit aktiver und zugleich ausgeglichener werden.
  • Setzen Sie sich Ziele
    Das gilt vor allem für die kleinen, schnell erreichbaren Ziele. To-Do-Listen mit klaren Prioritäten können dabei helfen.
  • Richten Sie den Fokus auf Positives
    Raus aus dem stetigen, grüblerischen Gedankenkarrusell. Fragen Sie sich besser: Über und auf was kann ich mich konkret freuen?
  • Ernähren Sie sich ausgewogen
    Achten Sie auf regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten. Nähere Informationen dazu erhalten Sie in unserem Artikel über Ernährung.
  • Sprechen Sie über Ihre Sorgen
    Bleiben Sie nicht allein. Suchen Sie sich vertrauensvolle Gesprächspartner. Das kann der Lebenspartner sein oder etwa gute Freunde. Dank Telefon und Skype müssen Sie dafür mitunter noch nicht einmal das Haus verlassen.
  • Duschen Sie kalt
    Noch ein Tipp zum Abschluss: Duschen Sie sich morgens zum Abschluss Ihrer Körperreinigung mehrere Sekunden kalt ab. Das bringt den Kreislauf definitiv in Schwung.

Bestes Medikament gegen Antriebslosigkeit: Gibt es das?

Zugegeben: Einige dieser Tipps können unbequem sein oder machen ein wenig Aufwand. Wie einfach wäre es da, schnell eine Pille gegen Antriebslosigkeit einzuwerfen und schon hat sich das Problem erledigt.

Doch so leicht ist es leider nicht. Zwar gibt es durchaus moderne und gute Psychopharmaka, die gegen Depressionen helfen. Diese sind jedoch nur genau dafür geeignet: Für die professionelle Behandlung einer ernsten Depression. Zudem kommen diese Medikamente nur in Kombination mit entsprechenden Psychotherapien zum Einsatz.

Ein einfaches Medikament gegen Antriebslosigkeit gibt es daher nicht. Noch nicht einmal die vielbeschworenen Kreislaufanreger oder Koffeintabletten eignen sich zu diesem Zweck.

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Lässt sich Antriebsarmut vorbeugen?

Wer – gerade im Winter – hin und wieder lustlos ist, könnte unter Umständen gefährdet sein, in eine ausgeprägte Antriebsarmut zu verfallen. Die gute Nachricht ist: Bis zu einem gewissen Maß kann man dieser vorbeugen.

Zwar gibt es dafür keine hundertprozentige Garantie, aber die Wahrscheinlichkeit und das Risiko lassen sich erheblich minimieren. Oben genannte Tipps eignen sich deshalb nicht nur dann, wenn Sie eine Antriebslosigkeit behandeln möchten. Sie zeigen außerdem vorbeugende Wirkung.

Dabei spielt in erster Linie ein gesunder Lebenswandel eine entscheidende Rolle. Und hier ragt die körperliche Betätigung noch heraus. Selbst an trüben Wintertagen, die scheinbar nie hell zu werden scheinen, ist das Tageslicht draußen immer noch weit heller als die künstliche Beleuchtung in Innenräumen.

Dieses Tageslicht wirkt – vor allem in Zusammenhang mit Bewegung – anregend. Ihr Körper schüttet verstärkt Glückshormone aus. Daher empfehlen wir ganz konkret Aktivitäten im Freien, um nicht zunehmend antriebslos zu werden. Beispielsweise:

Am besten ist es, diese Aktivitäten zusammen mit lieben Menschen zu unternehmen und sich womöglich anschließend noch etwas Schönes zu gönnen. So wird selbst der dunkelste Tag zum Lichtblick und Sie bleiben motiviert und antriebsfreudig.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informiert Sie nur allgemein. Er kann und soll eine medizinisch-ärztliche Beratung nicht ersetzen. Vor der Einnahme eines Medikamentes lesen Sie bitte die Packungsbeilage sorgfältig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

[Bildnachweis: Inside Creative House by Shutterstock.com]

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