Beerdigung: Informationen, Kosten, Ablauf

Nach dem Tod eines Angehörigen sind Trauer, Schock und emotionale Belastungen verstĂ€ndlich und in der ersten Zeit besonders groß. Trotzdem mĂŒssen Sie sich bereits nach kurzer Zeit Gedanken um die anstehende Beerdigung machen. Viele sind damit ĂŒberfordert, was man bei einer Beerdigung beachten muss. Zum Beispiel, welche SprĂŒche man in der Trauerfeier zitieren kann oder wie das mit Blumen und Blumenschmuck lĂ€uft. Um Ihnen in der schweren Zeit zu helfen, finden Sie in diesem Artikel alle wichtigen Informationen zum Thema Beerdigung sowie Fragen auf die hĂ€ufigsten Antworten, die Sie jetzt brauchen.

Beerdigung: Informationen, Kosten, Ablauf

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Ablauf: Was muss ich bei einer Beerdigung beachten?

Die Beerdigung kann zwar von Angehörigen und Freunden des Verstorbenen individuell gestaltet oder auch an die WĂŒnsche angepasst werden, der grundsĂ€tzliche Ablauf einer Beerdigung bleibt dabei jedoch meist gleich oder zumindest sehr Ă€hnlich.

Noch bevor die eigentliche Beerdigung beginnt, findet meist eine gemeinsame Trauerfeier statt. Dies geschieht ĂŒblicherweise in direkter NĂ€he zur spĂ€teren BegrĂ€bnisstĂ€tte: Beispielsweise in einer Friedhofskapelle. Die Trauergemeinschaft kann dabei draußen begrĂŒĂŸt werden, die nahen Angehörigen können aber auch direkt auf ihre SitzplĂ€tze gehen. Entscheiden Sie danach, was fĂŒr Sie individuell am besten ist. Nicht jeder hat vor der Beerdigung die Kraft, sich der emotionalen Belastung oft trĂ€nenreicher Beileidsbekundungen zu stellen.

In der Trauerfeier wird wĂ€hrend der Ansprache eines Trauerredners noch einmal dem Verstorbenen gedacht, es werden Erinnerungen und schöne Moment geteilt. Der Sarg oder die Urne werden dabei meist im vorderen Teil des Saales mit Blumen oder auch einem Bild geschmĂŒckt.

Nachdem die Trauerrede beendet ist, beginnt der namensgebende Teil der Beerdigung. Urne oder Sarg werden von der Trauergemeinschaft zur letzten RuhestĂ€tte geleitet, wo noch einmal kurz innegehalten oder gemeinsam gebetet wird. Dann wird der Verstorbene der Erde ĂŒbergeben und beigesetzt. Bei diesem letzten Abschied können Sie Blumen oder kleine ErinnerungsstĂŒcke mit ins Grab legen.

Falls die Angehörigen dies wĂŒnschen, können sie nach der Beerdigung an der BegrĂ€bnisstĂ€tte verweilen. Freunde und Bekannte haben dann die Gelegenheit, Beileid zu wĂŒnschen und der Familie Kraft fĂŒr die schwere Zeit zu schenken. Dabei braucht es nicht viele Worte, eine Umarmung, ein HĂ€ndedruck oder auch nur das GefĂŒhl der Gemeinsamkeit können Ausdruck der eigenen Trauer und des MitgefĂŒhls sein.

Im Anschluss an diesen Hauptteil der Beerdigung findet oftmals ein sogenannter Leichenschmaus statt. Dabei laden die Angehörigen zu Kaffee und Kuchen oder auch einem gemeinsamen Essen ein. Dieser Rahmen bietet noch einmal Zeit fĂŒr gemeinsame GesprĂ€che und Erinnerungen an den Verstorbenen.

Wie lange nach dem Tod ist die Beerdigung?

Nach deutschem Recht gibt es eine sogenannte Bestattungsfrist, die regelt, in welchem Zeitraum eine Beerdigung erfolgen muss. Diese beginnt 48 Stunden nach dem festgestellten Todeszeitpunkt, ein Verstorbener darf also nicht innerhalb der ersten zwei Tage beerdigt werden. Ausnahmen davon kann es je nach Bundesland aus religiösen GrĂŒnden geben.

Je nach Bundesland gibt es zudem unterschiedliche Bestimmungen, wann eine Beerdigung spĂ€testens erfolgen muss. Informieren Sie sich deshalb ĂŒber die bei Ihnen geltenden Regelungen. So gilt beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, dass Erdbestattungen innerhalb von zehn Tagen durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen. In Bayern gilt eine kĂŒrzere Frist von 96 Stunden.

Was ist der Unterschied zwischen Beerdigung und Bestattung?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Beerdigung sehr weit gefasst und umschreibt den gesamten Prozess von einer Trauerrede mit Angehörigen, Freunden und Bekannten des Verstorbenen, anschließendem Weg zum Grab und Beisetzung der Urne oder des Sarges und schließlich eine Trauerfeier im Kreise lieber Menschen.

Nimmt man es mit der Bedeutung etwas genauer, ist die Beerdigung jedoch nur der Teil, in dem tatsĂ€chlich der Sarg oder die Urne in die Erde eingelassen beziehungsweise – wie der Begriff bereits andeutet – beerdigt werden.

Dies zeigt den Unterschied zur Bestattung oder Beisetzung, die nicht unbedingt in der Erde stattfinden. So kann es beispielsweise auch eine Seebestattung geben. Auch umfasst die Bestattung die vorherigen organisatorischen Planungen.

Beerdigung: Wieviele Personen sollte ich einladen?

Zur Beerdigung können Sie alle Menschen einladen, die den Verstorbenen kannten und die sich von diesem verabschieden wollen. In erster Linie zĂ€hlt dazu natĂŒrlich die Familie, sowohl direkte Angehörige als auch etwas entferntere Verwandte. ZusĂ€tzlich sollten Sie auch Freunde und Bekannte des Verstorbenen zur Beerdigung einladen, falls dieser in einem Verein aktiv war, können Sie auch den Mitgliedern eine Einladung schicken.

Falls Sie dies wĂŒnschen, können Sie auch in der Zeitung eine Anzeige ĂŒber den Tod des Verstorbenen aufgeben und darin Ort sowie Zeitpunkt der Beerdigung bekannt geben. Sollten Sie bei den Einladungen jemanden vergessen haben, erfĂ€hrt dieser möglicherweise auf diesem Weg von der Beerdigung.

Wieviele Personen dies im Endeffekt sind, dafĂŒr gibt es keine Grenze. Weder nach oben noch nach unten. Es gibt Beerdigungen, die in einem kleinen Rahmen stattfinden mit nur wenigen Personen – in anderen FĂ€llen sind 50 oder mehr Personen bei einer Beerdigung zugegen.

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Beerdigung: SprĂŒche und Zitate fĂŒr die Trauerfeier

Normalerweise ĂŒbernimmt der Trauerredner die Aufgabe, den Verstorbenen wĂŒrdig zu verabschieden. Dies sind meist Pfarrer oder andere professionelle Trauerredner. Es kommt aber gar nicht selten vor, dass auch die Angehörigen einige Worte sagen möchten.

Viele möchten diese Rede gerne mit einem Zitat oder einem einfĂŒhlsamen Spruch beginnen. Solche SprĂŒche eignen sich im Übrigen auch zur Kondolenz oder fĂŒr Schleifen auf Grabgestecken oder -krĂ€nzen. Wir haben fĂŒr Sie eine Auswahl zusammengetragen:

  • „Inneres GlĂŒck ist nicht von materiellen UmstĂ€nden abhĂ€ngig.
    Es wurzelt in unserem Geist.“ (Dalai Lama)
  • „Die Hoffnung ist wie ein Sonnenstrahl, der in ein trauriges Herz dringt. Öffne es weit und lass sie hinein.“ (Christian Friedrich Hebbel)
  • „Einschlafen dĂŒrfen, wenn man mĂŒde ist, und eine Last fallen lassen dĂŒrfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, wunderbare Sache.“ (Hermann Hesse)
  • „Du bist nicht mehr dort, wo du warst. Aber du bist ĂŒberall, wo wir sind.“ (Victor Hugo)
  • „Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten.“ (Thomas Mann)
  • „Niemand kennt den Tod, und niemand weiß, ob er fĂŒr den Menschen nicht das allergrĂ¶ĂŸte GlĂŒck ist.“ (Sokrates)
  • „Danke fĂŒr den Weg, den Du mit uns gegangen bist. Danke fĂŒr die Hand, die uns so hilfreich war. Danke, dass es Dich gab.“ (Rainer Maria Rilke)
  • „Der Tod ist eine der besten Erfindungen des Lebens.“ (Steve Jobs)
  • „Ich sterbe, wie ich gelebt habe – ĂŒber meine VerhĂ€ltnisse.“ (Oscar Wilde)
  • „LIEBE ÜBERWINDET ALLES, SELBST DEN TOD.“ (Unbekannt)
  • „TOT SIND NUR DIEJENIGEN, DIE VERGESSEN WERDEN.“ (Volksweisheit)
  • „Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung.“ (Dietrich Bonhoeffer)
  • „Das Wahrhaben, das ist nun das Schwerste ĂŒberhaupt.“ (Unbekannt)
  • „Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben.“ (1. Mose 24, 56)
  • „Trennung kann man den Tod wohl nennen, denn wer weiß wohin wir gehen. Tod ist nur ein kurzes Trennen auf ein ew’ges Wiedersehen.“ (Josef von Eichendorff)
  • „Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“ (Albert Schweitzer)
  • „Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“ (Franz Kafka)
  • „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ (Jean Paul)
  • „Jeder Abschied ist die Geburt einer Erinnerung.“ (Salvador DalĂ­)
  • „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“ (Bertolt Brecht)
  • „Wer im GedĂ€chtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird.“ (Immanuel Kant)
  • „Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ (HonorĂ© de Balzac)
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Beerdigung: Blumen und Blumenschmuck

Sowohl fĂŒr die Trauerfeier aber insbesondere fĂŒr das Grab ist es hierzulande ĂŒblich, Blumen und Blumenschmuck zur WĂŒrdigung und zur Dekoration beizutragen.

Ganz allgemein gilt noch immer die Regel: Je nÀher einem der Verstorbene stand, umso sichtbarer sollte dieser ausfallen. Dies allein ist aber noch nicht ausschlaggebend. Es geht auch darum, sich mit einer persönlichen Note zu verabschieden.

GrundsÀtzlich haben Sie die Auswahl aus zwei verschiedenen Blumengebinden:

  • TrauerkrĂ€nze
  • Trauergestecke

KrĂ€nze sind dabei etwas ausladender, Gestecke kompakter. Letztere sind auch etwas gĂŒnstiger und vielseitiger. So ist zum Beispiel ein Blumengesteckt in Form eines Herzens sehr beliebt. Als Alternative hat sich in den letzten Jahren auch ein schöner, großer und stilvoller Blumentopf mit lebendigen Pflanzen durchgesetzt, die anschließend auf dem Grab gepflanzt werden können.

Welcher Blumenschmuck sollte es sein?

Die Frage, die sich immer wieder stellt, ist nach den geeigneten Blumen fĂŒr die Beerdigung. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, Blumen zu wĂ€hlen, die der Verstorbene gerne mochte. Hier hat sich in den letzte Jahren etwas getan. Waren frĂŒher lediglich Trauerblumen wie die Lilie ĂŒblich, so darf es heute durchaus auch bunter zugehen.

Eine kleine Auswahl an beliebten Blumen fĂŒr die Beerdigung:

  • Die Rose steht fĂŒr die Liebe und Zuneigung.
  • Die Calla steht fĂŒr Unsterblichkeit und Schönheit.
  • Die Nelke steht fĂŒr Liebe aber auch Noblesse.
  • Die Lilie steht fĂŒr Hoffnung und Licht.
  • Die Chrysantheme steht fĂŒr Treue und BestĂ€ndigkeit.
  • Die Vergissmeinnicht steht fĂŒr Zusammengehörigkeit und Ewigkeit.

In einem Kranz oder einem Gesteck können Sie diese Blumen selbstverstÀndlich auch mischen. Eine edle Schleife mit einem Spruch oder ein paar Abschiedsworten sowie weitere kleinere Dekorationselemente machen Ihren Grabschmuck unverwechselbar und individuell.

Erfahrene BlumenhĂ€ndler stellen Ihnen gerne in Absprache mit Ihnen ein Ensemble zusammen. Die Kosten richten sich danach nach GrĂ¶ĂŸe und vor allem nach Arbeitsaufwand. Zwischen 50 und 200 Euro sollten Sie dafĂŒr aber schon rechnen.

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Beerdigung: Freistellung vom Arbeitgeber?

Je nachdem, in welchem VerhĂ€ltnis Sie zum Verstorbenen standen, können Sie fĂŒr eine Beerdigung eine Freistellung von der Arbeit erhalten. Dieser Sonderurlaub im Todesfall wird vor allem gewĂ€hrt, wenn es sich bei dem Verstorbenen um die eigenen Eltern oder Kinder handelt.

Je nach Arbeitgeber können das bis zu drei Tage sein. Allerdings gilt es, dies extra zu beantragen – Sie können also nicht einfach frei machen. Wie lange Sie freigestellt werden, richtet sich nach dem VerwandtschaftsverhĂ€ltnis zum Verstorbenen und der Absprache mit dem Arbeitgeber.

Etabliert hat sich dabei folgende Regelung:

  • Beim Tod eines Ehepartners oder LebensgefĂ€hrten werden in der Regel zwei oder bei lĂ€ngerer Betriebszughörigkeit sogar drei Tage Sonderurlaub gewĂ€hrt.
  • Beim Tod eines Kindes, der Geschwister oder der Eltern werden meist zwei Tage Sonderurlaub gewĂ€hrt.
  • Beim Tod der Großeltern oder der Schwiegereltern wird hĂ€ufig kein Sonderurlaub gewĂ€hrt; je nach Betriebszugehörigkeit oder Kulanz des Arbeitgebers können Sie aber fĂŒr die Teilnahme an der Beerdigung freigestellt werden.

Beerdigung Kosten: Wie teuer ist eine Beerdigung?

Ein wichtiger Punkt der Beerdigung, ĂŒber den Sie sich bereits frĂŒhzeitig kĂŒmmern mĂŒssen, sind die damit verbundenen Kosten. Nach § 1968 des bĂŒrgerlichen Gesetzbuches mĂŒssen die Erben fĂŒr die Kosten der Beerdigung aufkommen – und das sind oftmals die nĂ€chsten Familienangehörigen.

Wie hoch die Kosten einer Beerdigung sind, lĂ€sst sich dabei nur sehr schwer allgemein sagen. Zahlreiche individuelle Faktoren bestimmen ĂŒber die letztliche Summe, die Sie fĂŒr die gesamte Beerdigung einplanen sollten:

  • Art der Bestattung
  • Leistungen des Bestattungsunternehmens
  • Wahl von Sarg oder Urne fĂŒr den Verstorbenen
  • Kosten fĂŒr Blumenschmuck und andere Dekoration
  • GebĂŒhren fĂŒr den Friedhof
  • GrabgebĂŒhren
  • Grabstein
  • Ausgaben fĂŒr den Leichenschmaus

Entsprechend variieren die Angaben und durchschnittlichen Kosten fĂŒr eine Beerdigung. In der einfachsten Variante mit einer anonymen Beisetzung und ohne Trauerfeier kann eine Beerdigung weniger als 1.000 Euro kosten. In den meisten FĂ€llen kommen aber deutlich höhere Ausgaben auf die Hinterbliebenen zu. Eine Beerdigung mit den oben genannten Faktoren kostet schnell zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Je nach persönlichen WĂŒnschen und der Auswahl von Sarg, Grabstein und Blumenschmuck können sogar 10.000 Euro bis 15.000 Euro erreicht werden.

Finanzierung einer Beerdigung

Idealerweise hat der Verstorbene eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen, um die Beerdigung finanzieren zu können. Falls vorhanden kann das Geld fĂŒr die Beerdigung auch aus der Erbmasse genommen werden.

Sind diese Punkte nicht gegeben, wird die Finanzierung der hohen Summen einer Beerdigung schon schwieriger. Vielleicht können die Hinterbliebenen die Kosten gemeinsam stemmen, möglich ist auch eine Finanzierung ĂŒber einen Ratenkredit. Sehen Sie gar keine Möglichkeit, die Kosten fĂŒr die Beerdigung selbst zu tragen, können Sie Hilfe beim Sozialamt beantragen. Diese wird jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen gewĂ€hrt.

Informationen: HĂ€ufige Fragen zur Beerdigung

Niemand beschĂ€ftigt sich gerne mit dem Tod oder einer Beerdigung. Das Thema wird aufgeschoben, bis man sich damit auseinandersetzen muss. WĂ€hrend der Trauerzeit und unter Schock ĂŒber den Verlust eines geliebten Menschen ist es jedoch schwierig bis unmöglich, sich um alle Punkte rund um die Beerdigung zu kĂŒmmern.

Wichtig ist UnterstĂŒtzung innerhalb der Familie und auch von Freunden, die sich um einige Fragen kĂŒmmern können und vielleicht einen besseren Überblick behalten können. Um Ihnen zusĂ€tzlich zu helfen, haben wir die hĂ€ufigsten Fragen zur Beerdigung zusammengetragen, fĂŒr Sie aufgelistet und beantwortet.

Welche Kleidung bei einer Beerdigung?

Im Allgemeinen ist es in Mitteleuropa ĂŒblich, sich bei einer Beerdigung schwarz zu kleiden. Dies gilt insbesondere fĂŒr die obere Kleidungsschicht, die auf den ersten Blick sichtbar ist. Also Anzug beziehungsweise Kleid oder Rock, Jacke, Krawatte, Schuhe und StrĂŒmpfe.

Unter der Jacke darf als Kontrast gerne ein weißes Hemd oder eine weiße Bluse getragen werden. Alle anderen Farben werden jedoch als „zu laut“ fĂŒr eine Beerdigung empfunden. Wenn es also nicht ausdrĂŒcklich von den nĂ€chsten Angehörigen beziehungsweise der Trauergemeinde gewĂŒnscht ist, sollten Sie auf bunte Farben verzichten – ebenso auf Brauntöne.

Worum muss man sich zuerst kĂŒmmern?

Leider gibt es bereits kurz nach dem Tod des Angehörigen einige Dinge, um die man sich kĂŒmmern muss und sollte. Sollte der Verstorbene nicht im Krankenhaus gestorben sein, mĂŒssen Sie zunĂ€chst einen Arzt verstĂ€ndigen, der den Tod feststellt.

Zu den ersten Anrufen sollten unbedingt auch enge Verwandte gehören, um diese zu informieren und sich gegenseitig UnterstĂŒtzung und Halt geben zu können. In dieser schweren Phase sollte die Familie zusammenhalten.

Innerhalb der ersten 36 Stunden nach dem Todeszeitpunkt mĂŒssen Sie sich zudem mit einem Bestattungsunternehmen in Kontakt setzen, das sich um den Verstorbenen kĂŒmmert, diesen abholt, fĂŒr Verabschiedungen aufbahrt und fĂŒr die Beerdigung vorbereitet.

Welche Dokumente werden rund um Beerdigung benötigt?

Nach dem Tod eines Angehörigen kommen auf die Hinterbliebenen einige organisatorische und auch bĂŒrokratische Aufgaben zu. DafĂŒr brauchen Sie verschiedene Dokumente, um die Sie sich möglichst zeitnah kĂŒmmern sollten.

Vom Arzt, der den Tod festgestellt hat, erhalten die Angehörigen einen sogenannten Totenschein. Mit diesem kann beim Standesamt die Sterbeurkunde beantragt werden, dies kann aber auch eine Leistung des Bestattungsunternehmens sein, das sich dann darum kĂŒmmert. ZusĂ€tzlich benötigen Sie die Geburtsurkunde und den Personalausweis.

Weitere Dokumente, die Sie – falls vorhanden – benötigen, sind eine Heiratsurkunde, das Testament des Verstorbenen, ein Organspendeausweis und ein Vertrag zur Bestattungsvorsorge, falls der Verstorbene diesen abgeschlossen hat.

Wo kann eine Beerdigung stattfinden?

GrundsĂ€tzlich gilt in Deutschland der sogenannte Friedhofszwang. Dieser besagt, dass eine Beerdigung nur an dafĂŒr vorgesehenen Orten durchgefĂŒhrt werden darf. FĂŒr eine Beerdigung ist dies typischerweise der Friedhof.

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit einer sogenannten Natur- oder Baumbestattung. Bei diesen findet die Beerdigung in einem speziell dafĂŒr vorgesehenen Friedwald statt.

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