Edelstahl reinigen: Hausmittel & Tipps für die richtige Pflege

Ob Besteck, Kochtöpfe oder Küchenfronten: Wer Edelstahl reinigen will, hat regelmäßig damit im Haushalt zu tun. Das Material wird häufig verwendet und ist bei guter Pflege langlebig. Damit es auch noch schön glänzt, gibt es zahlreiche Hausmittel. Die unterstützen Sie bei der Reinigung, sind einfach in der Anwendung und dazu oft noch günstig. Wie Sie richtig Edelstahl reinigen…

Edelstahl reinigen: Hausmittel & Tipps für die richtige Pflege

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Grundreinigung bei Edelstahl

Im Prinzip braucht es nicht viel: Wasser, etwas Spülmittel und ein Schwammtuch reichen normalerweise schon aus, wenn Sie Edelstahl reinigen wollen. Allerdings kann es sein, dass auch nach dem Spülen Kopftöpfe nicht im alten Glanz erstrahlen. Das kann einerseits am Material selbst liegen. Preisgünstiges Kochgeschirr ist oft nicht sehr langlebig.

Die Oberfläche ist durch mechanische Beanspruchung schneller angegriffen, Kratzer entstehen leicht und lassen sich schlechter entfernen. Auch Fingerabdrücke und Schlieren wirken sich negativ auf den Glanz aus. Zum anderen hat der Härtegrad des Wassers entscheidenden Anteil. Wenn das Wasser sehr hart ist, bleiben nach dem Spülen häufig Kalkflecken zurück. Wie Sie Schlieren und Kalkflecken beseitigen, erfahren Sie im nächsten Kapitel.

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Hausmittel zum Edelstahl reinigen

Die nachfolgenden Hausmittel finden sich in nahezu jedem Haushalt. Und falls nicht, sind sie kostengünstig in der Anschaffung. Darüber hinaus sind sie deutlich umweltverträglicher, als wenn Sie zu teuren Reinigungsmitteln greifen:

Backpulver

Gegen Schlieren oder Fingerabdrücke geben Sie einfach etwas Backpulver auf den Putzlappen. Nun reiben Sie über die jeweiligen Stellen. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen. Wollen Sie Kalk entfernen, können Sie eine breiige Mischung mit Wasser herstellen und die etwas einwirken lassen. In besonders hartnäckigen Fällen (Topfboden oder Wasserkocher) geben Sie ein Tütchen Backpulver auf einen halben Liter Wasser. Das kochen Sie auf und lassen das Gemisch etwa 60 Minuten einwirken. Anschließend mit klarem Wasser aus- beziehungsweise nachspülen.

Natron

Wer kein Backpulver zur Hand hat, kann auch Natron nehmen. Hier gehen Sie genauso vor: Etwas vom Pulver auf den feuchten Lappen geben und über betroffene Stellen reiben. Oder aber in Wasser aufkochen und kurz einwirken lassen. Danach das Besteck oder die Töpfe abspülen und mit trockenem Lappen abtrocknen. Falls die Verschmutzungen hartnäckiger sind: Das Pulver mit etwas Wasser zu einer breiigen Mischung anrühren und auf die betroffenen Stellen auftragen, etwas länger einwirken lassen und abspülen.

Essig

Essig ist ein echtes Multitalent und eignet sich für Salate, als Weichspüler-Ersatz oder eben zum Entfernen von Flecken und Verschmutzungen. Handelsüblichen Haushaltsessig (meist fünfprozentige Mischung) können Sie pur auf ein Tuch geben und über die jeweiligen Stellen reiben. Bei starken Kalkresten kann Essigessenz wahre Wunder wirken. Ob Armaturen in Küche und Bad, Besteck oder Töpfe – alles wird blitzblank. Vorsicht jedoch: Hierbei sollten Sie Handschuhe tragen, da die Säure sonst die Haut reizt. Anschließend sollten Sie mit Wasser die Essigreste beseitigen.

Zitronensaft

Alternative zu Essig können Sie Zitronensaft nehmen. Er ist weniger aggressiv, aber nicht weniger wirksam. Einfach etwas Zitronensaft auf den Lappen geben und über die Flächen wischen. Um hartnäckigere Verkrustungen und Verschmutzungen zu entfernen, müssen Sie gegebenenfalls etwas länger einwirken lassen. Zitronensaft ist zwar schonender als Essigessenz, jedoch sollten Sie auch hierbei Handschuhe tragen.

Flugrost entfernen: Fleckenfreier Edelstahl

Wer eine Spülmaschine hat, kennt das Phänomen: Flugrost hat eigentlich nichts mit dem Besteck zu tun, an dem er sich befindet. Vielmehr rostet etwas anderes im Spülwasser und setzt sich dann während des Spülvorgangs fest. Nur mit Wasser und Spülmittel lässt sich Flugrost meist nicht entfernen. Aber Sie können mit diesen Hausmitteln ganz leicht Ihren Edelstahl reinigen:

  • Zitronensaft
    Tragen Sie etwas Zitronensaft auf ein Tuch und gehen Sie über die betroffene Stelle. Anschließend feucht abwischen.
  • Cola
    Cola können Sie wie Zitronensaft anwenden und die betroffenen Stellen damit einreiben. Kleinere Gegenstände wie Besteck können Sie auch in Cola baden. Die in der Limonade enthaltene Phosphorsäure löst den Flugrost im Nu.
  • Essig-Öl-Mischung
    Stellen Sie eine Eins-zu-eins-Mischung her. Dann geben Sie diese Mixtur auf ein Tuch und reiben das Besteck damit ab. Zum Schluss feucht abwischen.


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Edelstahl reinigen: Grill wieder sauber bekommen

Gesellige Abende im Sommer finden gerne als Grillparty statt. Wollen Sie danach Ihren Grillrost reinigen, haben wir auch hier die passenden Tipps. Für Faule (und Clevere) ist dieser: Lassen Sie die Natur für sich arbeiten. Legen Sie den (nicht mehr heißen) Edelstahl-Grillrost einfach über Nacht ins Gras. Die Feuchte vom Boden weicht die Fett- und Essensreste auf, sie lassen sich so leicht am nächsten Tag entfernen.

Wer keinen eigenen Garten hat, kann seinen Grillrost alternativ in Zeitungspapier packen. Dafür einfach das Grillgitter darin einwickeln, in die Badewanne (oder Duschtasse) stellen und kurz mit Wasser durchfeuchten. Nun über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen sollten die Verkrustungen sich leicht lösen lassen. Bei weniger stark verschmutztem Grillrost kann es schon reichen, die Reste abzubrennen und das Gitter anschließend in die Spülmaschine zu stecken. Achtung: Diese Tipps bitte nur bei Edelstahlgittern anwenden. Gusseiserne Grillroste vertragen kein Wasser und rosten schnell.

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Edelstahl polieren: Olivenöl als Politur

Glänzende Edelstahloberflächen sehen schick aus, halten aber meist nicht lange: Fingerabdrücke hinterlassen schnell ihre Spuren. Diverse Reinigungs- und Pflegemittel versprechen hier Abhilfe. Dabei handelt es sich meist um spezielle Sprays oder Cremes, die eine dünne Schutzschicht auf dem Edelstahl hinterlassen. Diese soll vor Kalk und Fett schützen. Das Problem: Diese Pflegemittel sind nicht für Ess- oder Kochgeschirr geeignet.

Wer beispielsweise Töpfe und Besteck aus Edelstahl reinigen beziehungsweise polieren will, braucht also eine Alternative. Auch hier gibt es mit Olivenöl ein günstiges und gesundheitlich unbedenkliches Hausmittel. Geben Sie einfach einige Tropfen davon auf ein Tuch und verteilen es auf Ihrem Küchenutensil. Kurz einwirken lassen und anschließend vorsichtig einreiben.

Dunstabzugshaube aus Edelstahl reinigen

Moderne Dunstabzugshauben sind ebenfalls häufig aus Edelstahl. Ihre äußerliche Reinigung dient vor allem der Optik. Wie häufig Sie den Edelstahl reinigen müssen, ist abhängig vom Gebrauch und der Zubereitung. Bewegliche Teile wie den Metallfilter und Abdeckungen können Sie bei leichter Verschmutzung in der Spülmaschine reinigen. Ist er kaum oder nur gering verschmutzt, stellen Sie ihn senkrecht, bei stärkerer Verschmutzung waagerecht in das Gitter. Bei häufigen Gebrauch und starker Verschmutzung sollten Sie den Metallfilter zuvor manuell vorbehandeln. Dazu weichen Sie ihn in ein Bad mit Spülmittel ein. Das löst den meisten Fettschmutz. Gegebenenfalls können Sie mit einer Spülbürste nachbehandeln.

Die innere und äußere Reinigung Ihrer Dunstabzugshaube trägt wesentlich zum Erhalt bei. Auch hier benötigen Sie keine aggressiven Chemiekeulen. Als Grundausstattung reichen ein Mikrofasertuch und warmes Seifenwasser. Damit können Sie ersten Staub und Fett beseitigen. Sollten hartnäckigere Fettspritzer auf dem Gehäuse sein, können Sie diese mit einer Paste aus Natron und Wasser behandeln. Einfach auf die betroffenen Stellen geben und einreiben. Anschließend mit klarem Wasser abwaschen.


Diese Fehler bitte vermeiden

An sich ist Edelstahl sehr pflegeleicht und einfach zu reinigen. Nicht nur Kochtöpfe, auch viele Küchenmöbel – Dunstabzugshauben, Kühlschränke oder Spülen – haben Edelstahlfronten. Damit der Glanz besonders von hochwertigen Gegenständen lange erhalten bleibt, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Keine Stahlwolle verwenden

    Echte Stahlwolle sowie Kratzschwämme mit Edelstahlfläche eignen sich für Glas und zum Reinigen unempfindlicher Oberflächen. Für Edelstahl sind sie jedoch ungeeignet (wenngleich oftmals anders beworben). Meist zerstören Sie so den Schliff oder zerkratzen die Oberfläche. Gleiches gilt übrigens für Scheuermilch, Scheuerpulver sowie diverse Desinfektions- und Bleichmittel: Sie alle können den Edelstahl angreifen. Für Kochtöpfe sind spezielle Topfreiniger aus Kupfer besser: Das Material ist weicher als Edelstahl und säubert Oberflächen, ohne sie zu zerkratzen.

  • Nicht gegen den Schliff bürsten

    Gebürsteter Edelstahl besitzt im Gegensatz zum polierten Edelstahl eine rauche, matte Oberfläche. Diese Optik ist auf die Vertiefungen zurückzuführen, welche durch das Bürsten entstehen. In diese Vertiefungen können sich allerdings auch leichter Essensreste und Schmutz absetzen. Um diesen aus den Rillen zu entfernen, sollten Sie immer in Schliffrichtung putzen. Putzen Sie gegen den Schliff, entstehen Kratzer.

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[Bildnachweis: Herbstlust.de]

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