Einkaufstrolley: Ihre rollende Einkaufshilfe

Als „Hackenporsche“ verspottet, galt früher der Einkaufstrolley vielen als ständiger Begleiter der Rentnergeneration. In Zeiten veränderter urbaner Mobilität ist er jedoch aus dem Stadtbild kaum wegzudenken: Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad Besorgungen zu erledigen hat, kommt irgendwann an seine Grenzen. Manche Einkäufe sind schwer und sperrig, teilweise müssen auch noch weite Wege zurückgelegt werden. Gut, wer dann eine Möglichkeit hat, seine Einkäufe zu verstauen. Was Sie über die Funktion und verschiedene Modelle des Einkaufstrolleys wissen sollten…

Einkaufstrolley: Ihre rollende Einkaufshilfe

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Definition: Was ist ein Einkaufstrolley?

Sie haben wahlweise wohlklingende Namen wie Meran, weisen auf ihre Funktionalität hin (Treppensteiger) oder geben sich einfach coole Bezeichnungen wie Citycruiser: Längst ist der Einkaufstrolley zum praktischen Accessoire für jedermann geworden.

Ein Einkaufstrolley, das ist eine Mischung aus Einkaufstasche und handlicher Sackkarre. Das allein würde noch niemanden begeistern, aber die Designs sind natürlich wesentlich aufwändiger und ansprechender, als diese Beschreibung es vermuten lassen würde.

Er hilft dabei, Dinge des täglichen Lebens praktisch zu verstauen und zu transportieren. Statt wie ein Waldesel bepackt mit Taschen und Tüten links und rechts in der Hand den Heimweg anzutreten, lässt sich der Einkaufstrolley praktisch hinterherziehen. Das spart nicht nur Kraft, es beugt Rückenschmerzen vor und lässt Ihnen eine Hand frei, beispielsweise um nach dem Schlüssel zu greifen oder Türen zu öffnen.

Einkaufstrolley oder Rolltasche?

Die Grenzen bei den verschiedenen Einkaufstrolleys sind fließend. Es gibt im Wesentlichen diese Modelle:

  • Einkaufstrolley: Die Tasche ist abnehmbar, meist durch Klettverschlüsse am Gestell befestigt. Die Räder sind größer als bei der Rolltasche.
  • Rolltasche: Tasche und Griff (meist Teleskopstange) bilden eine Einheit, es gibt einen verstärkten Boden, die Räder sind klein. Eignet sich auch als Fitnesstasche oder Handgepäck im Flugzeug.
  • Treppensteiger: Verfügen über sogenannte Dreikranzräder und sind besonders geeignet, höhere Hindernisse mühelos zu überwinden.
  • Sitzmöglichkeit: Diese Einkaufstrolleys verfügen über weniger Platz zum Verstauen. Sie eignen sich aber mit ihren vier Rädern und der Sitzmöglichkeit auf der Tasche gut zum Ausruhen.
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Worauf müssen Sie bei einem Einkaufstrolley achten?

Vorbei die Zeiten, wo Sie ein Taschen- und Kofferfachgeschäft oder ein Kaufhaus aufsuchen mussten, um sich einen Einkaufstrolley zu kaufen. Mittlerweile bieten Supermärkte wie Aldi, Lidl und Real die praktischen Allrounder an; wahlweise als Aktionsangebot oder bestellbar im Internet. Dort finden Sie auch verschiedene Tests.

Auch im Baumarkt um die Ecke oder Drogerien wie Rossmann werden Sie fündig. Bevor Sie allerdings vorschnell zum erstbesten Modell greifen, sollten Sie vorab einige Aspekte prüfen, denn Einkaufstrolley ist nicht gleich Einkaufstrolley.

Es gibt nicht nur unterschiedliche Designs und Größen, sondern auch Zusatzfunktionen. Je nach individuellem Anspruch sollten Sie auf diese Punkte achten:

  • Material
  • Beschaffenheit
  • Räder
  • Gewicht
  • Volumen
  • Tragkraft
  • Extras
  • Preise

Im Detail geht es darum, diese Fragen zu klären:

  • Woraus besteht der Einkaufstrolley?

    Meist besteht die Tasche aus einem strapazierfähigen Polyesterstoff, ähnlich wie diverse Outdoortextilien. Der Vorteil von Polyester ist, dass es deutlich leichter als andere Materialien ist. Allerdings ist die Tasche in der Regel zwar wasserabweisend, aber nicht wasserdicht – bei langanhaltendem Regen sind die Inhalte (zum Beispiel Zeitschriften, Textilien) nicht vor Nässe geschützt. Oft wird sie mit einem Tunnel- oder Kordelzug verschlossen, möglich ist auch eine Reißverschluss, Klett- oder Druckknopfverschluss. Je nach Hersteller beziehungsweise Modell lässt sich die Tasche abnehmen und waschen. Der Rahmen des Einkaufstrolleys kann aus einem leichten Aluminiumgestell bestehen, ebenso kommt ein Rahmen aus Stahl infrage. Gestelle aus Kunststoff gibt es ebenfalls, allerdings sind die meist nicht sehr langlebig.

  • Wie lässt er sich handhaben?

    Ist der Einkaufstrolley faltbar oder nicht? Sind die Räder abnehmbar? Wird bereits montiert geliefert? Für den Transport und zum Verstauen in der Wohnung sind das nicht ganz unwichtige Fragen. Die Mehrheit der Einkaufstrolleys lässt sich klappen oder falten. Manche Modelle kommen mit einem mit Schaumstoffgummi ummantelten Griff daher, andere haben stattdessen eine Teleskopstange. Letzteres ist häufiger bei Rolltaschen zu finden. Ebenfalls interessant ist, inwieweit sich Griffe und Teleskopstange verstellen und der eigenen Körpergröße anpassen lassen. Einige Modelle wie der Andersen Royal Wismar Einkaufstrolley eignen sich nicht nur für Besorgungen zu Fuß, sondern lassen sich mit einer Anhängerkupplung als Fahrradanhänger verwenden. Diese muss dann allerdings zusätzlich erworben werden.

  • Welche Strecken müssen zurückgelegt werden?

    Geht es um eher leicht befahrbaren Untergrund oder wollen Sie Ihren Einkaufstrolley auch auf unwegsamen Gelände benutzen? Müssen Sie sie ihn über etliche Bordsteinkanten oder Stufen befördern können? Abhängig davon sollte Ihr Modell ausfallen. Es gibt beispielsweise Einkaufstrolleys, die besonders gut zum Treppensteigen geeignet sind. Solche Modelle haben ihre Funktionsweise bereits oft im Namen enthalten und verfügen über Räder, die aus drei Rollen auf jeder Seite bestehen. Diese sind gemeinsam auf der Achse angeordnet und sorgen dafür, dass sich Stufen und Treppen ganz unkompliziert mit geringem Aufwand überwinden lassen. Was wie Hexenwerk klingt, heißt einfach nur, dass Sie sich die Gesetze der Physik zunutze machen. Beispiele für solchen Treppensteiger genannten Einkaufstrolleys sind der Gimi Tris Floral Einkaufstrolley oder der Easymaxx Einkaufstrolley.

  • Was passt in den Einkaufstrolley?

    Volumen und Gewicht spielen keine unerhebliche Rolle bei der Wahl des richtigen Einkauftrolleys. Ist das Gefährt mit zwei Tüten Milch bereits nahezu voll, werden Sie keine Wocheneinkäufe damit tätigen können. Nun richtet sich das Fassungsvermögen einerseits nach Ihren individuellen Bedürfnissen – wie oft Sie einkaufen gehen, für wie viele Personen im Haushalt Sie einkaufen gehen und so weiter. Damit Sie andererseits eine grobe Vorstellung von der Größenordnung verschiedener Einkaufstrolleys haben, können Sie sich als Richtwert merken, dass man für eine Person ein Volumen von 20 Litern rechnet.

  • Wie schwer ist der Einkaufstrolley?

    Wichtig für den Transport sind das Fassungsvermögen, das Eigengewicht und die Tragkraft: Während das Volumen vielleicht sehr groß ausfällt, muss gleichzeitig eine entsprechende Tragkraft gewährleistet sein, anderenfalls könnte es passieren, dass die Einkaufstasche reißt.

    Auch sollte das Eigengewicht nicht zu hoch ausfallen, vor allem, wenn Sie den Einkauftrolley über längere Strecken ziehen oder die Treppen hinauftragen müssen. Je nach Modell kann das Eigengewicht drei bis vier Kilogramm liegen, es gibt aber auch bereits sehr leichte Einkaufstrolleys wie den Andersen Shopper Manufaktur, der bei einem Volumen von 45 Litern und 50 Kilogramm Tragkraft nur 1,2 Kilogramm Eigengewicht hat.

    Das Eigengewicht, aber auch die Tragkraft richten sich auch nach der Funktion des Einkauftrolleys: Hat dieser noch eine gepolsterte Sitzmöglichkeit, kann das Eigengewicht schnell bei sechs Kilogramm liegen. Die Tragkraft fällt mit 15 Kilogramm vergleichsweise gering aus. Das Hauptaugenmerk bei solchen Einkaufstrolleys liegt auf der Möglichkeit zum Ausruhen, weshalb sie mit bis zu 100 Kilogramm belastet werden können. Beispiel hierfür ist der Carlett Einkaufstrolley.

  • Welche Extras bietet er?

    Wie bei allem, gibt es nach oben keine Grenzen. Etwas luxuriöseren Produkte kommen mit allerhand Extras, angefangen über Standfüße, Bremsen, eine Halterung zur Befestigung am Einkaufswagen, Schultergurt, ein gesondertes Kühlfach, Anti-Umkipp-Bügel, zusätzliche Reißverschlüsse und bis hin zu extra Seitentaschen für Portemonnaie und Schlüssel. Auch eignen sich manche Einkaufstrolleys nicht nur zum Ziehen, sondern auch zum Schieben – sie erfüllen damit gleichzeitig die Funktion einer Gehhilfe.

  • Was kostet ein Einkaufstrolley?

    Die Preise hängen von der Ausstattung als auch den jeweiligen Marken ab. Sehr einfache Modelle sind bereits für etwa 10 Euro zu erwerben. Preislich im Mittelsegment sind Einkaufstrolleys um die 60 beziehungsweise 100 Euro. Sie verfügen bereits über diverse Extras wie zusätzlichen Stauraum, besonders leise Räder und waschbare Taschen. Mit etwa 170 bis 200 Euro müssen Sie rechnen, wenn Sie einen Einkaufstrolley mit Sitzmöglichkeit erwerben wollen.

Kunststoff, Gummi oder Luftbereifung?

Beim Kauf eines Einkaufstrolleys sollten Sie auch einen Blick auf die Räder werfen. Es gibt beispielsweise Modelle, die über extra große Räder aus Weichgummi verfügen, die auch im Outdoorbereich die nötige Stabilität versprechen. Im Wesentlichen lassen sich diese drei Sorten unterscheiden:

  • Kunststoff-Räder

    Kommen besonders bei Rolltaschen zum Einsatz und sind mit fünf bis sieben Zentimetern deutlich kleiner als Räder von klassischen Einkaufstrolleys. Sie haben den Nachteil, besonders laut zu sein.

  • Hartgummi-Räder

    Hartgummi-Räder sind deutlich robuster und geräuschärmer, allerdings in der Anschaffung teurer.

  • Luftbereifung

    Einkaufstrolleys mit Luftbereifung haben meist größere Räder, die außerdem sehr geräuscharm sind. Sie eignen sich auch für unebene Böden und versinken aufgrund ihrer Größe im Winter nicht so leicht im Matsch. Nachteil: Der Luftdruck muss regelmäßig überprüft werden.

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[Bildnachweis: Aleksandrs Muiznieks by Shutterstock.com]

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