Freizeitpartner für Senioren: Hilfe gegen die Langeweile

Obwohl die meisten über die Jahre einen Freundeskreis aufgebaut haben, fehlt vielen ein Freizeitpartner. Ob Wandern, ins Kino gehen oder einfach mal sich im Café mit Gleichgesinnten unterhalten: Viele Unternehmungen machen zu zweit mehr Spaß. Gesellige Menschen vermissen oft ein Gegenüber zum Austausch, gerade wenn der Freundeskreis nicht die gleichen Interessen teilt. Wie Sie andere Menschen kennenlernen und einen Freizeitpartner finden…

Freizeitpartner für Senioren: Hilfe gegen die Langeweile

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Freizeitbegleitung finden: FreizeitpartnerÜ50, Ü60 + mehr

Wenn Menschen Freizeitpartner suchen, gibt es verschiedene Gründe dafür. Manchmal führt eine Trennung beziehungsweise eine Scheidung dazu, dass plötzlich nicht nur der Haupt-Freizeitpartner, sondern der ganze Freundeskreis wegbricht. In anderen Fällen ist der Partner pflegebedürftig oder sogar verstorben. Haben dann die eigenen Freunde keine Zeit oder andere Interessen, verspüren viele Senioren keine Lust mehr, etwas alleine zu unternehmen.

Sollten Sie einen Freizeitpartner suchen, gibt es verschiedene Wege und Optionen. So finden sich im Internet etliche Seiten, die sich auf die Vermittlung von Kontakten zwecks Freizeitgestaltung spezialisiert haben. Ihre Freizeitaktivitäten können Sie aber nicht nur mit sogenannten Freundschaftsbörsen aus dem Internet aufpeppen. Auch in der analogen Welt finden sich Freizeitpartner für Senioren. Wir stellen Ihnen nachfolgend die verschiedenen Wege vor – ob mit App oder auf klassischem Wege.

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Freizeitpartner über Freundschaftsbörsen

Im Internet gibt es spezielle Seiten, um gezielt nach einem Freizeitpartner für Senioren zu suchen. Vielfach ist die Bedienung über eine App – also via Smartphone – möglich. In jedem Fall müssen Sie ein Profil anlegen, um dort mit anderen Nutzern in Kontakt treten zu können. Das Prinzip ist das Gleiche wie bei Singlebörsen, oft sind die Plattformen zudem kostenlos. Die beliebtesten mit dem größten Angebot sind:

Freizeitpartner

Auf Freizeitpartner.de beziehungsweise Freizeit-partner.com (gleiche Seite) können Sie Ihre Suche entsprechend filtern: Nach Land, Region, Geschlecht und Interessen. Darunter sind so unterschiedliche Bereiche wie „Polyamorie“ und „Ökodorf gründen“ oder „Platonische Liebe„. Die Seite richtet sich an Interessenten vornehmlich aus der DACH-Region, aber auch dem restlichen Europa.

Freizeitpartnerbörse

Unter Freizeitpartnerboerse.com findet sich das Angebot des Branchenriesen Friendseek.de wieder. Sie werben mit einem großen Netzwerk. Außerdem können Sie Ihre Suche noch einmal nach Sport-, Tanz- und Reisepartner differenzieren.

Naturfreunde

Speziell für Nutzer in Wien und dem restlichen Österreich ist die Freizeitpartnerbörse Naturfreunde.at gedacht. Sie ist ebenso Teil des Friendseek-Konzerns.

Spontacts/Freizeit60Plus

Ebenfalls aus Österreich stammt die Seite spontacts.com. Derselbe Betreiber bietet zudem mit Freizeit60Plus eine weitere Freizeitpartnerbörse, die sich gezielt an FreizeitpartnerÜ60 richtet. Im Gegensatz zu anderen Seiten sind die Nutzer auf diesen beiden Plattformen erst nach dem Einloggen sichtbar, was zumindest für einen gewissen Schutz sorgt.

Outdoorpartner

Outdoorpartner.net ist speziell für Aktivitäten draußen gedacht. Hier finden sich nicht nur Freizeitpartner für Senioren, sondern allen Alters. Interessenten können aus einer Vielzahl an Sport- und Freizeitaktivitäten wie Geocaching und Angeln, aber auch Grille und Picknick wählen. Hierfür können Sie nicht nur nach Alter, sondern auch Geschlecht oder Anzeigen mit beziehungsweise ohne Bild filtern.

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Bekanntschaften auf analogem Wege

Manchem mag das das Internet zu anonym sein für die Suche nach einem Freizeitpartner. In diesem Fall finden sich auch offline etliche Chancen, Bekanntschaften zur Freizeitgestaltung zu finden:

Freizeitpartner über Vereine

In einem Verein finden Sie schnell Gleichgesinnte. Das gilt nicht nur für Sportvereine. Zusammenschlüsse gibt es beispielsweise sowohl im kreativen als auch im kulturellen Bereich. Ein Lesezirkel oder Bücherclub seien in diesem Zusammenhang nur stellvertretend für viele weitere Angebote genannt. Auch ein Tauschring fällt in diese Kategorie.

Freizeitpartner übers Hobby

Ganz ähnlich funktioniert das Kennenlernen von potenziellen Freizeitpartnern beim Ausüben eines Hobbys. Mit dem Unterschied, dass Sie dafür nicht zwangsläufig ein Vereinsmitglied sein müssen. Vielleicht möchten Sie eine Sprache lernen und besuchen entsprechende Kurse an der örtlichen Volkshochschule. Dort kommen Menschen zwanglos über gleiche Interessen ins Gespräch.

Freizeitpartner über Institutionen

Wohlfahrtsverbände wie Caritas, Diakonie oder ASB veranstalten in vielen Regionen Seniorentreffs oder vermitteln sogar Menschen mit ähnlichen Interessen für gemeinsame Unternehmungen. Auch Altenheime sind ein möglicher Anlaufpunkt. Selbst wenn Sie sich noch problemlos selbst versorgen und alleine wohnen, können Sie dort entsprechende Freizeitpartner finden. Die Bewohner sind häufig dankbar, wenn sie einmal raus kommen aus der gewohnten Umgebung. Hier gibt es Überschneidungen mit dem Ehrenamt.

Freizeitpartner über Kleinanzeigen

Über Kleinanzeigen in der Zeitung oder neuerdings auch auf dem Portal Ebay-Kleinanzeigen lassen sich schnell und unkompliziert Freizeitpartner finden. Das ist sozusagen der klassische Weg. Dazu zählen auch Aushänge am Schwarzen Brett des Supermarkts oder des Bürgertreffs.

Wer nicht über den Freundeskreis Freizeitpartner gewinnt, dem hilft mitunter der Zufall in Form von neuen Nachbarn auf die Sprünge. Gerade bei ungezwungenen und geselligen Abenden in gemütlicher Runde lernen sich Menschen schnell kennen.

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Freizeitpartner für Senioren: Spezielle Angebote

Zahlreiche Freizeitbeschäftigungen sind auf mehrere Personen angelegt. Ob Tennis, Theaterbesuch oder eine Reise: allein macht das oft keinen Spaß. Der absoluten Ungebundenheit und maximalen Flexibilität fehlt eben etwas Wichtiges: das gemeinsame Erleben und Teilen von Freude und Schönheit sowie der Austausch darüber. Kommt noch eine gewisse Gebrechlichkeit hinzu, droht die Vereinsamung. Das muss aber nicht sein: So gibt es bereits professionalisierte Bereiche, in denen Menschen teilweise die Funktion eines Freizeitpartners übernehmen:

Alltagsbegleiter

Alltagsbegleiter sind keine Freunde, sondern Personen, die auf bestimmte Aufgabenbereiche spezialisiert sind. Dazu zählt vorrangig die Freizeitbeschäftigung, beispielsweise gemeinsames Singen und Musizieren, Spiele spielen, aber auch dem Senioren vorlesen. Durch diese Tätigkeiten sind sie eine wertvolle Ergänzung zu Familie und Pflegedienst. Auch Unternehmen wie Senioren Lebenshilfe bieten gegen Bezahlung bestimmte Dienste an, dazu zählen:

So können Sie sich als Freizeitpartner für Senioren anbieten

Sie können sich auch selbst als Freizeitpartner anbieten für Personen, die entsprechende Begleitungen suchen. Dazu müssen Sie sich nicht unbedingt nur auf eine bestimmte Person beschränken. Viele Freizeitpartner wechseln je nach Interesse und Sympathie. Eine Freizeitbegleitung ist schließlich keine Partnerschaft. So profitieren immer beide Seiten. Es gibt sogar Menschen, die darin eine Art Nebenjob sehen. Sie verdienen als Gesellschafterin beziehungsweise Gesellschafter zwischen 15 und 25 Euro pro Stunde – je nach Aufwand.

Dies ist dann aber deutlich mehr als nur eine Freizeitbegleitung. Hierbei handelt es sich um eine professionelle Geschäftsbeziehung, die zum Beispiel Leistungen wie Fahrservice, Begleitung zu Arztbesuchen oder Reisebuchungen beinhalten kann. Und auch als professionelle Gesprächspartner sind solche Gesellschafterinnen oft explizit seelsorgerisch geschult.

Wer sich so etwas zutraut, kann sich zum Beispiel bei der „Help-Akademie“ oder bei „Büchmann-Seminare“ zur Seniorenassistentin beziehungsweise zum Seniorenassistenten ausbilden lassen.

Besuchsdienst

Ähnliche Motive verfolgt der Besuchsdienst der Gemeinden. Es handelt sich hierbei um ein Ehrenamt der Kirche, das auf Gesellschaft für Gemeindemitglieder ausgelegt ist. Besuchsdienste helfen beispielsweise Patienten bei der Ankunft im Krankenhaus und begleiten sie zur Station. Sie kommen aber auch zu älteren Menschen nach Hause. Hier erfüllen sie dann eher die Funktion eines Seelsorgers. Mit viel Empathie hören sie sich die Sorgen und Nöte der Besuchten an, haben ein offenes Ohr oder bieten einfach nur die Gelegenheit zum Gespräch.

Gleichzeitig bringen solche Personen älteren Menschen ähnlich wie Freizeitpartner Highlights in ihr Leben. Sie ermöglichen ihnen der Lethargie durch Gespräche und gemeinsame Erlebnisse ein Stück weit zu entfliehen. Und stellen somit einen Weg zu mehr Lebensfreude und -qualität dar. Daher sind auch professionelle Freizeitpartner oder Besuchsdienste keinesfalls mit einer Pflegekraft oder einer Haushaltshilfe zu verwechseln.

Tipps: So können Sie einen Freizeitpartner finden

Damit die Suche nach einem Freizeitpartner erfolgreich verläuft, haben wir einige Tipps:

1. Erwartungen klären

Wer einen Freizeitpartner sucht, sollte klären, was genau damit gemeint ist. Denn manche Männer sehen in einer Freizeitbegleitung gerne ein Sprungbrett zu mehr. Solche Missverständnisse lassen sich durch klare Kommunikation und entsprechende Regeln vermeiden. Wenn dann mit der Zeit doch mehr aus den beiden Freizeitpartnern wird – auch okay. Aber im Fokus sollten solche Ziele keinesfalls stehen.

Denn zwischen gemeinsamen Interessen mit erlebnisreichen Highlights und dem Alltag mit all den Gewohn- und Eigenheiten liegt ein gewaltiger Unterschied. Es kann durch aus sein, dass Sie sich mit Ihrem Freizeitpartner nach einem gemeinsamen Theaterbesuch beim anschließenden Abendessen prächtig verstehen. Dennoch können die Charaktere so verschieden sein, dass eine Partnerschaft keine stabile Zukunft hätte. Daher gilt es, eine Freizeitbegleitung als das zu betrachten, was sie ist: eine Möglichkeit, das Leben für ein paar Stunden zu bereichern und eine von vielen Interessen miteinander zu teilen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

2. Partner einbeziehen

Viele Senioren schätzen im Übrigen die Gesellschaft eines Freizeitpartners, obwohl sie glücklich verheiratet sind. Denn selten teilen die Ehepartner sämtliche Interessen miteinander. Und bevor sich etwa der Gatte mit einem missmutigen Gesichtsausdruck ins Theater quält und einem die Stimmung versaut, finden es viele allemal besser, dieses Erlebnis lieber mit einem Menschen zu teilen, der sich dafür ebenso begeistern kann.

Auf diese Weise profitieren alle Beteiligten. Es ist es jedoch wichtig, den eigenen Partner miteinzubeziehen. Denn gerade wenn jemand nicht ungebunden ist, kann das zu Eifersucht führen, wenn sich jemand plötzlich vorrangig für fremde Menschen interessiert und viel Zeit im Internet verbringt.

3. Aktivitäten unternehmen

Vielleicht findet sich via App nicht unmittelbar ein Freizeitpartner. Wichtig ist dann, am Ball zu bleiben. Unternehmen Sie trotzdem auch alleine Dinge. Gerade in Großstädten gibt es zahlreiche Angebote für jede Altersgruppe. Gemeinsame Kochevents, aber auch Treffen in Restaurants mit Fremden zählen dazu. Und keine Angst: Den anderen Teilnehmern geht es ja ebenso wie Ihnen.

Es erfordert anfangs vielleicht etwas Mut und vor allem eine Portion Offenheit. Anschließend sind Sie dafür umso stolzer, dass Sie sich getraut haben. Zudem ermöglicht Ihnen diese Offenheit für Neues, andere Menschen kennenzulernen, die Ihnen sonst nicht über den Weg gelaufen wären.

4. Optimismus ausstrahlen

Lassen Sie sich nicht von anfänglichen Rückschlägen entmutigen. Überhaupt sollten Sie die Dinge mit einer gewissen Zuversicht und dem nötigen Optimismus angehen. Menschen, die alles schlechtreden, wirken wie ein Trauerkloß. Sie ziehen andere mit ihrer Negativität herunter. Das schreckt für zukünftige Treffen natürlich ab.

Daher sollten Sie sich auch interessante Themen für Gespräche überlegen. Vieles ergibt sich wie gesagt bei gemeinsamen Interessen. Themen wie Tod, Krankheit und Sorgen sollten Sie jedenfalls ausklammern. Sie eignen sich ohnehin erst, wenn man sich besser kennt und auch dann nur in einem gewissen Maß.

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[Bildnachweis: ALPA PROD by Shutterstock.com]

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