Fruchtfliegen: So werden Sie die Plage los

Fruchtfliegen (auch „Obstfliegen genannt“) können eine Plage sein – im Winter wie im Sommer. Doch woher kommen Fruchtfliegen – insbesondere wenn kein Obst da ist? Welche Lebensdauer haben sie und vor allem: Wie kann man Fruchtfliegen loswerden? Wir zeigen die besten Tipps gegen die kleinen Nervensägen und erläutern, ob Fruchtfliegen gefährlich sind.

Fruchtfliegen: So werden Sie die Plage los

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Fruchtfliegen: Woher kommen sie?

Jeder kennt die Fruchtfliegen-Plage, denn diese kleinen Insekten erscheinen selten alleine. Sie scheinen im Winter wie im Sommer zu kommen und oft auch dann, wenn überhaupt keine Früchte in der Küche liegen. Doch woher kommen Obstfliegen wenn kein Obst da ist?

Die kleinen Insekten, die auch als Taufliegen bezeichnet werden, können über zwei Wege in unsere Küche gelangen:

  • Fruchtfliegen gelangen über geöffnete Fenster in unsere Wohnung, da sie sich von dem Duft von reifem Obst beziehungsweise leeren Saft- oder Weinflaschen angezogen fühlen.
  • Fruchtfliegen schlüpfen aus winzig-kleinen Eiern, die sich auf frischen Lebensmitteln oder Blumen befinden, die wir einkaufen.

Dabei haben die kleinen Fliegen auf der Suche nach Nahrung einen hervorragenden Geruchssinn und nehmen bereits schon kleinste Faul- oder Gärstellen beim Obst wahr, die der Mensch mit bloßem Auge gar nicht sehen kann.

Wenn der Befall erst einmal da ist, scheint er nicht mehr kontrollierbar zu sein – kann doch ein Weibchen bis zu 400 Eier legen.

Fruchtfliegen: Lebensdauer

Nach nur wenigen Tagen schlüpfen aus den Eiern winzige Larven, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Diese Larven verpuppen sich und nach etwa vier Tagen entsteht daraus die ausgewachsene Fruchtfliege.

Sind die Fruchtfliegen dann erst einmal geschlüpft, geht es ganz schnell. Denn die kleinen Insekten sind sofort geschlechtsreif und die neue Generation legt bereits nach einem Tag schon neue Eier ab.

Die Lebensdauer einer Generation ist dabei unterschiedlich lang – je nachdem, welche Lebensbedingungen die Fruchtfliegen vorfinden. Im Durchschnitt lebt eine Fruchtfliege ungefähr zehn Tage bis drei Wochen. Ist jedoch reichlich Nahrung vorhanden, kann sie bis zu acht Wochen alt werden.

Gibt es Fruchtfliegen-Maden?

Wer Maden in der Küche findet, vermutet dahinter häufig ebenfalls einen Fruchtfliegen- Befall. Doch in diesem Fall verdächtigt man einen Unschuldigen: Fruchtfliegen entstehen nicht aus Maden.

Hier handelt es sich also um etwas anderes. Meistens handelt es sich dabei um Mehlmotten, die sich in Getreide, Brot, Reis oder Nudeln wohlfühlen und dort fortpflanzen.

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Fruchtfliegen loswerden: Was tun gegen Fruchtfliegen in der Wohnung?

Ob die Fruchtfliegen nun von draußen kommen oder durch die Einkaufstüte mitgebracht werden, ist vielen Menschen egal. Sie interessiert viel mehr: Wie bekämpfe ich Fruchtfliegen in der Küche?

Dazu gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten:

  • Kauf einer chemischen, fertigen Fruchtfliegen-Falle
  • Hausmittel zur Vertreibung und Vernichtung von Fruchtfliegen

Dabei sind die Methoden unterschiedlich wirksam:

Fruchtfliegen-Falle kaufen

Im Handel gibt es haufenweise Fruchtfliegen-Fallen zu kaufen. Sie finden sich sowohl in Baumärkten und Gartencentern aber auch schon in einfachen Supermärkten.

Doch Experten raten davon ab, diese Fallen gegen Fruchtfliegen zu kaufen. Viele von ihnen locken die kleinen Plagegeister erst so richtig an.

Zudem sind sie teuer: Zwischen fünf und zehn Euro kostet eine wirksame Fruchtfliegen-Falle pro Stück.

Fruchtfliegen bekämpfen mit Apfelessig?

Die beste Art, Fruchtfliegen zu bekämpfen, ist, ihnen die Lebensgrundlage zu entziehen. Das heißt also: Kaufen Sie lieber häufiger Obst ein und dafür in geringeren Mengen, die Sie schnell verbrauchen.

Ein weiterer Tipp ist: Lagern Sie Ihr Obst im Kühlschrank, wenn dies aufgrund der Sorte möglich ist.

Gärprozesse ziehen Fruchtfliegen ebenfalls an – und genau dies kann man sich zunutze machen, wenn man die Fruchtfliegen bekämpfen will: Stellen Sie eine Schale mit einer Mischung aus Fruchtsaft, Essig und Spülmittel in die Küche. Am besten eignet sich dazu Apfelessig oder ein anderer Essig aus Obst.

Der Geruch zieht die Fliegen an und das Spülmittel sorgt dafür, dass sich die Insekten nicht darauf halten können und ertrinken. Die Variante mit Essig und Spülmittel ist günstig, schnell und einfach. Und das Beste: Sie wirkt wunderbar.

Weitere Hausmittel gegen Fruchtfliegen

Fruchtfliegen lassen sich auch lebendig einfangen: Legen Sie eine alte Bananenschale oder Obstschalen in eine offene Plastiktüte. Wenn sich die Fruchtfliegen dort gesammelt haben, können Sie diese wieder an der frischen Luft fernab der Wohnung aussetzen.

Weitere Hausmittel gegen Fruchtfliegen:

  • Fleischfressende Pflanzen wie Sonnentau oder Fettkraut locken Fruchtfliegen an und verdauen die klebengebliebenen Insekten. Allerdings erfordern diese sensiblen Pflanzen viel Pflege.
  • Waschen Sie Ihr Obst täglich mit lauwarmem Wasser ab, um die Eier abzuspülen.
  • Leeren Sie regelmäßig Ihren Mülleimer – insbesondere von Speiseresten. Denn auch hier sammeln sich Obstfliegen gerne.
  • Legen Sie ein engmaschiges Netz oder Gitter über Ihre Früchte, um Fliegen vom Obst fernzuhalten beziehungsweise bereits vorhandene Insekten daran zu hindern, in die restliche Wohnung zu kommen.
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Wie gefährlich sind Fruchtfliegen?

Viele Menschen haben Angst, dass Fruchtfliegen gefährlich sein könnten. Zwar können sie durchaus Keime übertragen – diese sind jedoch für unseren Organismus kein Problem. Das menschliche Immunsystem kommt damit gut klar.

Dies betrifft sowohl das Einatmen dieser Keime als auch deren Verzehr. Selbst wer die Eier oder gar ausgewachsene Fruchtfliegen verspeist, läuft nicht Gefahr, zu erkranken. Im Gegenteil: Vermutlich hat schon jeder von uns mehrere hundert Fruchtfliegen in seinem Leben verspeist, ohne es zu merken.

Schaden Fruchtfliegen dem Obst?

Allerdings beschleunigen die angesprochenen Keime den Fäulnisprozess der Früchte. Fruchtfliegen sorgen daher dafür, dass Obst schneller gammlig wird.

Denn die Bakterien und Hefepilze, die sich ohnehin in jeder Frucht befinden und die für die Gärung verantwortlich sind, ernähren sich von dieses Keimen.

Zudem entwickeln sich die Fruchtfliegen nur dann, wenn das Obst ohnehin etwas angeschlagen ist. Denn sie müssen durch die Schale dringen, um an die Nahrung zu kommen. Unversehrte Früchte sind daher für sie nicht geeignet.

Da also Fruchtfliegen immer in Zusammenhang mit beschädigtem Obst auftreten, das sowieso schneller fault, verstärkt sich der subjektive Eindruck, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen den Insekten und dem Verderben der Früchte gibt.

So erkennen Sie Fruchtfliegen

Fruchtfliegen werden häufig verwechselt mit den ähnlich aussehenden Trauermücken. Diese kommen vor allem im Erdreich vor, weswegen sich das Vorurteil hartnäckig hält, dass Fruchtfliegen in der Blumenerde vorkämen.

Schaut man jedoch genauer hin, so entdeckt man bei einer Fruchtfliege typische Merkmale, die sie von ihren ähnlich kleinen Artgenossen unterscheidet:

  • Fruchtfliegen sind maximal 2,5 Millimeter groß.
  • Fruchtfliegen haben einen rötlich-gelben Vorderleib und einen schwarz schimmernden Hinterleib.
  • Fruchtfliegen haben rot leuchtende Augen.
  • Fruchtfliegen besitzen blassgelbe Seiten und Beine.

So können Sie Fruchtfliegen vorbeugen

Um gar nicht erst in den zweifelhaften Genuss der nervigen Besucher zu kommen, empfiehlt es sich, einem Befall von Fruchtfliegen vorzubeugen.

Neben oben genannten Tipps zur entsprechenden Aufbewahrung von Obst (im Kühlschrank, unter einem Netz, regelmäßiges Waschen, Kauf kleiner Mengen), hat sich hier vor allem ein sogenannter Fliegenmagnet bewährt.

Diese einfache Fliegenfalle ist überfordert, sobald Sie einen richtigen Befall beklagen müssen. Aber im Frühstadium sind solche Köder durchaus sinnvoll, um die Insekten zu fangen, ehe diese damit beginnen können, die Eier abzulegen.

Da sich Fruchtfliegen auch in Abflussrohren bilden können, wenn diese nicht regelmäßig gespült werden, sollten Sie gerade in der Küche nicht übermäßig Wasser sparen wollen. Reinigen Sie die Rohre regelmäßig, in dem Sie etwas Spülmittel mit reichlich lauwarmem Wasser durch die Leitungen laufen lassen.

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[Bildnachweis: SUPAPORNKH by Shutterstock.com]

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