Gehirnjogging: Kostenlose Spiele für Senioren und Junggebliebene

Gehirnjogging verspricht nichts Geringeres, als sich geistig genauso fit zu halten wie körperlich. Mit schnellem Laufen werden Muskeln und Körper in Schuss gehalten. Betrachtet man das Gehirn als Muskel, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass dieser ebenso trainiert werden kann wie alle anderen. Im Internet wird extra Gehirnjogging ab 50 plus oder Gehirnjogging für Senioren angeboten. Aber mal ehrlich: Knobeln und Rätsel lösen macht jeder Generation Spaß! Wir gehen der Frage nach, wozu Gehirnjogging taugt, haben kostenlose Spiele und zeigen Ihnen nachfolgend die besten Seiten für noch mehr Gehirnjogging…

Gehirnjogging: Kostenlose Spiele für Senioren und Junggebliebene

Definition: Was ist Gehirnjogging?

Beim Gehirnjogging handelt es sich um Übungen, die die Leistung des Gehirns beibehalten beziehungsweise steigern sollen. Das ist gerade für Senioren wichtig, denn der Alterungsprozess kann dazu führen, dass die intellektuellen Kapazitäten rapide nachlassen.

Begünstigt wird das noch durch schlechte Ernährung, Krankheit und wenig Anreize. Senioren haben durch den Ruhestand nicht mehr so unmittelbar an neuen Entwicklungen teil und werden geistig nicht mehr so gefordert wie noch im Arbeitsleben.

Genau dem soll durch Gehirnjogging entgegen gewirkt werden. Ein heller Geist erleichtert die Interaktion mit anderen und hilft, Aufgaben und Probleme im Alltag leichter bewältigen zu können. Das trägt wiederum zu einer besseren Lebensqualität bei.

Tücken der Technik: Gehirnjogging nicht nur für Senioren

Auch wenn ein gutes Konzentrationsvermögen für ältere Menschen wichtig ist: Dass die Gedächtnisleistung nachlässt, ist kein reines Altersphänomen. Vielmehr haben moderne Entwicklungen zu einem veränderten Alltagsverhalten geführt.

Die Digitalisierung und mit ihr die Technik führen in vielen Bereichen dazu, dass wir uns gedanklich bequem zurücklehnen können. Statt uns selbst Merklisten zu schreiben und einen Überblick über die Vorräte zu haben, können Haushaltsgeräte mittels W-Lan-Technik Verbrauchsmaterialen selbst nachbestellen.

Auch wer sich solchen Entwicklungen verweigert – mal ehrlich: Merken Sie sich noch zwanzig Telefonnummern? Die meisten Nummern sind im Mobilteil des Festnetztelefons (sofern vorhanden) oder im Smartphone gespeichert. Das Nachschlagen und wiederholte Lesen solcher Informationen fällt weg und damit lässt auch die Merkfähigkeit nach.

Insofern ist Gehirnjogging für Senioren irreführend, denn die geistige Hängematte trifft jüngere Generationen gleichermaßen. Und die gilt es mit einem Gehirnjogging Test zu verlassen.

Gehirnjogging Test: Denksport fürs Oberstübchen

Wir haben nachfolgend für Sie einen kleinen kostenlosen Gehirnjogging Test vorbereitet.

(Mit den orangefarbenen Pfeilen links und rechts können Sie bequem durch die Übungen blättern. Die Lösungen folgen im Anschluss.)


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Weitere kostenlose Spiele und Übungen finden Sie außerdem hier:

Bringt Gehirnjogging wirklich etwas?

Darüber herrscht wenig Einigkeit. In der COGITO-Studie kommen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts zu dem Ergebnis, dass Gehirntraining die kognitiven Fähigkeiten verbessert.

An der Studie nahmen 101 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 31 Jahren und 103 ältere Erwachsene im Alter von 65 bis 80 Jahren teil. Täglich gab es 100 Testsitzungen, in denen die Teilnehmer an verschiedenen Aufgaben arbeiteten: So wurden die Wahrnehmungsgeschwindigkeit, das episodische Gedächtnis und das Arbeitsgedächtnis getestet sowie verschiedene Selbsteinschätzungen unternommen.

Ergebnis dieser Studie war eine deutliche Leistungssteigerung selbst bei völlig unbekannten Aufgaben. Besonders überraschend sind die Ergebnisse mit Blick auf das Arbeitsgedächtnis: Hier vermuten Forscher die sogenannte fluide Intelligenz, die eigentlich ab dem 25. Lebensjahr abnimmt.

Dennoch ließen sich sowohl bei den jungen als auch den älteren Teilnehmern deutlich messbare Verbesserungen hier feststellen.

Einige andere Wissenschaftler sind skeptisch. Zwar ließe sich die Gedächntisleistung und Aufmerksamkeit mit Gehirnjogging steigern. An der grundsätzlichen Intelligenz ändert es jedoch nichts. Wer fortan regelmäßiges Gehirnjogging betreibt, avanciert somit nicht zum Einstein.

Das deckt sich auch mit den Resultaten einer Online-Studie. Diese testete logische Denken, Gedächtnis, räumliches Sehvermögen sowie Konzentrationsfähigkeit. Die Studie des Medical Research Councils der Universität Cambridge und des Senders BBC wertete die Ergebnisse von knapp 11.500 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren aus.

Über sechs Wochen absolvierten sie Übungen am Computer auf der Wissenschaftsseite der BBC. Vor und nach dem Training wurde ihre Gedächtnisleistung getestet. Ernüchterndes Fazit: Zwar wurde in manchen Bereichen die Leistung verbessert, in anderen jedoch nicht.

Die Merkfähigkeit mag zunehmen, aber das logische Denken noch lange nicht. Es lassen sich durch Gehirnjogging keine Transfereffekte feststellen.

Lohnt sich Gehirnjogging überhaupt?

Die kurze Antwort: Ja, Gehirnjogging lohnt sich trotzdem. Mal abgesehen davon, dass sich die Forschung uneins ist, gibt es selbst aus Skeptikersicht einige Vorteile:

  • Sie erhalten Ihre Merkfähigkeit. Was uns Spaß macht, also mit positiven Erlebnissen verbunden ist, merken wir uns besonders leicht. Das Erfolgserlebnis bei gelösten Rätseln unterstützt Sie dabei.
  • Sie trainieren mit Brainteasern gezielt. Und zwar die Regionen und Fähigkeiten, die in dem Augenblick bemüht werden. Gehirnjogging wie Sudoku oder Merkspiele trainieren sowohl Ihre visuellen als auch kognitiven Fähigkeiten.
  • Sie werden schneller. In den trainierten Bereichen erwerben Sie eine Routine. Ihnen kommen von ganz allein mögliche Lösungswege in den Sinn, weil Sie das Prinzip bereits von anderen Aufgaben kennen.

Aber Gehirnjogging ist keine Wunderwaffe. Wie so oft geht es weniger um das Entweder-Oder, sondern mehr das Auch. Was Sie noch tun können, um sich geistig fit zu halten:

  • Halten Sie sich körperlich fit

    Es ist eigentlich längst bekannt: Wer rastet, der rostet. Körperliche und geistige Fitness hängen zusammen. Zwar kann jemand dement und dennoch körperlich fit sein. Gleichzeitig beugen Sie einer verminderten Gehirnleistung (und damit auch Demenz) durch einen gesunden Lebensstil mit Bewegung vor. Wer nicht gerne joggt kann stattdessen schwimmen oder tanzen gehen.

  • Ernähren Sie sich gesund

    Ebenfalls ein wichtiger Faktor ist die richtige Ernährung. Übergewicht und erhöhte Cholesterinwerte sind oft auf eine schlechte Ernährung zurückzuführen. Manche Lebensmittel sind schlechte Energielieferanten und bieten lediglich ungesunde Fette. Gesunde Fette hingegen sind solche, die Omega-3-Fettsäuren enthalten. Sie können sie über Fisch zu sich nehmen, aber auch vegetarische beziehungsweise vegane Alternativen wie Rosenkohl, Avocados, Chia-Samen, Walnüsse und Mandeln sind möglich.

  • Bleiben Sie neugierig

    Erhalten Sie sich Ihre Neugier. Der Wunsch, neue Dinge kennenzulernen, sich gedanklich mit neuen Inhalten vertraut zu machen, ist ein Jugendelixier. Das fängt schon bei ganz kleinen Dingen an, etwa wenn Sie neue Wege als bisher ausprobieren. Und das lässt sich natürlich gut unterstützen, wenn Sie beispielsweise eine neue Sprache oder Fertigkeit wie malen oder nähen lernen.

[Bildnachweis: wowomnom by Shutterstock.com]
17. Mai 2020 Redaktion Icon Autor: Herbstlust Redaktion

Die Herbstlust-Redaktion besteht aus erfahrenen Autoren mit langjähriger Berufserfahrung. Trotz sorgfältiger Recherche erheben die Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informieren lediglich allgemein. Der vorliegende Artikel kann eine fachliche oder ärztliche Beratung nicht ersetzen.

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