Hawaii: Aloha-Inseln im Pazifik

Hawaii gilt fĂĽr viele als DAS Traumurlaubsziel schlechthin – wäre da bloĂź nicht dieser weite Flug. Doch gerade, wer im Alter Zeit und auch das nötige Kleingeld hat, kann sich diesen Traum inzwischen recht problemlos erfĂĽllen. Da ein Flug von Europa nach Hawaii sowieso mit mindestens einem Stopp auf dem amerikanischen Festland verbunden ist, können Sie dies gleich mit einem mehrtägigen Aufenthalt zum Beispiel in Kalifornien verbinden. So oder so mĂĽssen Sie fĂĽr eine Reise nach Hawaii viel Zeit mitbringen. Wir sagen Ihnen, warum sich dies aber lohnt…

Hawaii: Aloha-Inseln im Pazifik

Die Inseln von Hawaii: Ein Ăśberblick

Hawaii verbindet dem Klischee nach alles, was einen Urlaub ausmacht: Sonne, ewiger Sommerschein, traumhafte Strände, die berühmte Hula-Kultur, freundliche Menschen und Exotik, gepaart mit der Bequemlichkeit und den Annehmlichkeiten westlicher Zivilisation, die eine Reise in die Vereinigten Staaten für Reisende mit sich bringen.

Und tatsächlich ist einiges davon mehr als nur ein Klischee. Doch Hawaii hat noch sehr viel mehr zu bieten. Neben unzähligen kleinen und größtenteils unbewohnten Inseln, besteht Hawaii aus sechs Hauptinseln vulkanischen Ursprungs, die alle ihren eigenen Charme haben und sich von den anderen unterscheiden:

  • O’ahu: Das Zentrum

    Die meisten Touristen, die zum ersten Mal hawaiianischen Boden betreten, tun dies am Flughafen von Honolulu auf der Hauptinsel O’ahu. Honolulu ist die einzige Metropole auf Hawaii und hat – wenn man die AuĂźenregionen der Stadt dazu zählt – knapp eine Million Einwohner.

    Die Stadt geht nach Süden hin fließend über zum weltberühmten Strand von Waikiki. Hier heißt es: sehen und gesehen werden. Zwar haben die Hawaii-Inseln durchaus schönere Strände zu bieten, aber dennoch sollte man mindestens einmal hier entlang gebummelt sein.

  • Maui: Die Magische

    Maui zieht viele Touristen schnell in ihren Bann: die Mondlandschaft eines Vulkankraters, die Romantik eines ehemaligen Walfängerstädtchens oder mit Road to Hana eine kurvenreiche Fahrt an einer wild-romantischen Steilküste entlang, die mit viel Grün und Wasserfällen gesegnet ist – all das hat Maui zu bieten.

    So verwundert es nicht, dass diese Insel inzwischen zum Hotspot für Hochzeitsreisen geworden ist. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man sich einen Besuch nicht auch zur silbernen oder goldenen Hochzeit oder auch ohne besonderen Anlass gönnen kann.

  • Hawai’i: Die Größte

    Um Verwechslungen zwischen dem Namen des größten Eilands und der kompletten Inselkette zu vermeiden, wird die offizielle Bezeichnung fĂĽr diese Insel, nämlich Hawai’i-Island, nur selten benutzt. Stattdessen sagt man in der Regel nur „Big Island“ – also die groĂźe Insel.

    Und die hat einiges zu bieten: Als jüngste Insel der Gruppe verfügt sie als einzige noch über einen aktiven Vulkan, den Kilauea, der seit Mitte der 80er-Jahre kontinuierlich ausbricht und dessen Lava stetig fließt. Doch keine Angst: Ein Besuch ist ungefährlich. Außerdem bietet Big Island noch so viel mehr an landschaftlicher Vielfalt, dass sie für viele Reisende der heimliche Favorit ist.

  • Kaua’i: Der Garten

    Kaua’i ist die älteste der Hauptinseln. Ihr Vulkan ist längst erloschen und in vielen Gegenden ĂĽppig bewachsen und nur per Helikopter zu besichtigen. Dies gilt insbesondere fĂĽr die Inselmitte, die als regenreichster Punkt der Welt bekannt ist. Diese UrsprĂĽnglichkeit hat sie auch schon zum Drehort etlicher Filme gemacht: von Jurassic Park bis zu King Kong.

    Die KĂĽsten sind sonnen- und abwechslungsreich, zuweilen aber auch unzugänglich wie die steile Na’Pali-Coast (unten im Bild). Daher sollte ein Rundflug unbedingt mit ins Repertoire einer Inselbesichtigung gehören.
    Hawaii-NaPali-Kauai-Reise-Tipp

  • Moloka’i: Die Freundliche

    Moloka’i ist sozusagen Hawaii fĂĽr Insider. Die wenigsten Besucher werden sich bei ihrem ersten Besuch auf diese, immer noch recht einsame, Insel verirren.

    Schade eigentlich, denn durch die spärliche Besiedlung sowie das Fehlen von großen Hotelketten, Supermärkten oder Fast-Food-Tempeln zeigt die Insel dem Besucher ein freundliches, ursprüngliches Gesicht.

  • Lana’i: Die Private

    Wenn Moloka’i schon als abgeschieden gilt, was ist dann Lana’i? Dabei kann sich ein Trip dorthin durchaus lohnen: Der traumhaft weiĂźe Strand von Hulopo’e ist ein hervorragender Ort zum Schnorcheln und um Delfine zu beobachten.

    Aber auch Wandern, Golfen oder Mountainbiken kann man hier ungestört. Da jedoch die anderen Inseln für einen ersten Besuch auf Hawaii deutlich mehr Highlights auf den ersten Blick versprechen, konzentrieren wir uns im Folgenden eher auf sie.

Hawaii bereisen: Grundlegende Informationen

Wer den langen Flug nicht scheut, kann auf Hawaii eine wunderschöne Zeit erleben. Doch davor steht die Planung und dazu gehört, sich unbedingt mit den Einreiseformalitäten in die USA auseinander zu setzen. Denn damit Sie die Vereinigten Staaten überhaupt betreten dürfen, müssen Sie zuvor online eine entsprechende Erlaubnis – das sogenannte ESTA – online beantragen.

Dies sollten Sie mindestens einen Monat vor Reiseantritt hier erledigen. Links oben können Sie als Sprache auch Deutsch auswählen und sind auf diese Weise vor eventuellen Missverständnissen sicher.

Die Sprache auf Hawaii ist Englisch. Dennoch mischen sich immer wieder hawaiianische Begriffe darunter, wie zum Beispiel das allseits beliebte Aloha, das ursprĂĽnglich fĂĽr „Liebe“ steht, aber zugleich auch immer fĂĽr ein herzliches „Hallo“ oder „Willkommen“ verwendet wird. Ebenso oft wird das Wort Mahalo verwendet, das „Danke“ bedeutet. Zudem werden gute Freunde auch gerne als Ohana bezeichnet – ein Wort das eigentlich fĂĽr „Familie“ steht, aber auch groĂźe Zuneigung gegenĂĽber Nicht-Familienmitgliedern ausdrĂĽcken kann.

Hawaii: Das Wetter

Der wichtigste Grund für die meisten Urlauber, das Reiseziel Hawaii auszuwählen, ist das Wetter. Man könnte meinen, hier herrscht das ganze Jahr Frühsommer. Tatsächlich gibt es kaum Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten und auch der Regen unterscheidet sich aufgrund der Passatwinde und der hohen Berge eher je nach Inselseite als nach der Jahreszeit.

Meist herrschen an den KĂĽsten Tageswerte zwischen 25 und 30 Grad – hier ist es in der Regel am wärmsten. In den Höhenlagen – insbesondere auf Maui und Big Island – kann es allerdings durchaus sehr kalt und der Gefrierpunkt sogar unterschritten werden.

Daher gibt es eigentlich keine Reisezeit, die sich nicht für die Hawaii eignet. Jedoch sollte gerade bei Ausflügen genau auf das jeweilige Mikroklima der Region geachtet werden. Eine warme Regenjacke sollte daher auf jeden Fall mit ins Reisgepäck.

Hawaii: Die Anreise

Hawaii ist nur per Flug zu erreichen – und dies nur mit mindestens einem Stop-Over auf dem amerikanischen Festland. Die meisten Verbindungen gehen über Los Angeles, aber auch viele andere Amerikanische Großstädte im Westen sind direkt mit Hawaii verbunden – sei es Denver, San Francisco oder andere Metropolen.

Von hier aus ist ĂĽbrigens nicht nur Honolulu direkt zu erreichen. Die Fluggesellschaften United und American fliegen ebenfalls die anderen Inseln an und können durch Code-Share-Abkommen der entsprechenden Allianzen auch problemlos ĂĽber europäische Airlines gebucht werden. So verfĂĽgen Maui, Big Island und sogar Kaua’i ĂĽber Non-Stop-Verbindungen zum Festland und sind mit nur einem Zwischenstop von Europa aus erreichbar.

Viele Airlines bieten inzwischen günstige Tarife für Komplettangebote von Frankfurt, München oder anderen Grußflughäfen Europas an – inklusive der Möglichkeit, längere Zeit auf dem Festland der USA zu verbringen, um den Jetlag etwas auszugleichen.

Innerhalb der Inseln reist man ebenfalls mit dem Flugzeug am besten. Die meisten FlĂĽge hat Hawaiian-Airlines im Angebot.

Hawaii: Die Ăśbernachtung

Übernachtungsmöglichkeiten auf Hawaii gibt es reichlich – für jeden Geldbeutel etwas. Von einfachen Hostels über familiäre Bed-and-Breakfast-Unterkünfte bis hin zu Hotels jeder Preiskategorie. So finden sich günstige aber saubere Hotels im Motelstyle ebenso auf den größeren Inseln wieder wie große Luxusketten wie das Hilton.

Dennoch sollten Sie frühzeitig buchen, da die Unterkünfte auf Hawaii gerade im europäischen, amerikanischen und japanischen Winter schnell ausgebucht sind.

Hawaii: Die SehenswĂĽrdigkeiten

Neben Waikiki-Beach gibt es eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten, die in Hawaii sozusagen zum Pflichtprogramm gehören. Je nach Inseln sind dies:

  • Honolulu auf O’ahu

    Honolulu hat einige sehenswerte Gebäude zu bieten wie zum Beispiel den ʻIolani-Palast oder das Bishop-Museum, in dem ein umfassender Einblick in die polynesische Kultur vermittelt wird. Aber auch die Gedenkstätte an den Angriff auf Pearl Habour inklusive dem Schiffswrack der USS Arizona sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen.

    An der NordkĂĽste von O’ahu finden sich regelmäßig die weltbesten Surfer ein. Ein Abstecher kann ebenfalls lohnenswert sein. Einen Mietwagen brauchen Sie auf O’ahu ĂĽbrigens nicht zwangsläufig – als einzige Insel der Gruppe gibt es hier einen öffentlichen Busverkehr.

  • Drei Highlights auf Maui

    Wer an Maui denkt, dem kommt dabei höchstwahrscheinlich die Straße nach Hana als erstes in den Sinn. Unzählige Kurven und Brücken führen an der grün bewachsenen Steilküste in den kleinen Ort. Wer diese Strecke sehen möchte, sollte sich unbedingt einen Mietwagen nehmen – am besten ein kleines, wendiges Fahrzeug und keinen SUV.

    Die zweite groĂźe SehenswĂĽrdigkeit ist der erloschene Vulkan Haleakala (unten im Bild). Auf ĂĽber 3000 Metern findet man sich in einer bizarren Mondlandschaft wieder. Wer frĂĽh morgens anreist, kann hier den Sonnenaufgang genieĂźen. Aber Vorsicht: Es kann hier oben sehr kalt werden.
    Haleakala-Hawaii-Maui-Vulkan-Reise-Tipp

    Lahaina im Westen ist ein kleines ehemaliges Walfängerstädtchen, das sich nun dem Tourismus verschrieben hat. Dennoch hat es den Charme und Reiz früherer Zeiten nicht komplett verloren und loht auf jeden Fall einen Besuch.

  • Der Volcano-Nationalpark auf Big Island

    Wer einmal direkt neben gemächlich flieĂźender Lava gestanden hat, versteht, was das Wörtchen „Ewigkeit“ bedeutet. Hier kann man der Entstehung von neuem Land direkt beiwohnen, indem man der Feuergöttin Pele quasi bei der Arbeit zusieht. Am besten ist der Volcano-Nationalpark vom Städtchen Hilo aus zu erreichen.

    Von dort aus kann man den Park selbst mit dem Mietwagen sprichwörtlich erfahren und sehen, wie sich erkaltete Lava über Straßen und Häuser gelegt hat.

    Zudem sollten Sie aber auch eine der vielen Touren buchen – sei es per Schiff (unten im Bild) oder auf dem Landweg. Hier sind insbesondere die nächtlichen Angebote besonders reizvoll, da bei Dämmerung und Dunkelheit die Lava mit ihrem Leuchten besonders zum Vorschein kommt.
    Hawaii-Vulkan-Big-Island-Nationalpark-Reise-Tipp

  • Ein Rundflug ĂĽber Kaua’i

    Die Insel Kaua’i lässt sich zwar an vielen Stellen, wie zum Beispiel dem Waimea Canyon, problemlos mit dem Mietwagen entdecken, aber dennoch sollten Sie sich das – zugegeben nicht ganz billige (ab ungefähr 100 US-Dollar pro Person) – VergnĂĽgen eines Rundflugs mit dem Hubschrauber gönnen. Denn viele Ecken der Insel sind so unzugänglich, dass sie nur auf der Luft betrachtet werden können. Und wenn Sie schon so weit gereist sind, dann ist hier sicherlich der falsche Ort zum Sparen…

    Wer schwindelfrei ist, sollte sich ĂĽberlegen, ob er einen „Doors-of“-Flug gönnt, also einen Flug, bei dem keine TĂĽren und Fenster den Ausblick stören. Selbstverständlich sind Sie auf einem solchem Flug entsprechend gut gesichert.

Insider-Tipps fĂĽr Hawaii

Neben den oben erwähnten Highlights, gibt es noch ein paar Tipps, was Sie ebenfalls auf Hawaii keinesfalls versäumen sollten. Zwar ist diese Auswahl rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber sie sind auf jeden Fall einen Besuch wert:

  • Lu’au

    Zwar ist dies kein absoluter Geheimtipp mehr, aber dennoch sollten Sie sich Zeit nehmen, an einem Abend eines der zahlreichen Angebote zum Lu’au, einem traditionellen Festmahl, zu buchen. Hier werden Ihnen nicht nur Köstlichkeiten im riesigen Erdofen, dem Imu, zubereitet, sondern es werden auch von Folkloregruppen der Hula und andere Tänze (unten im Bild) aufgefĂĽhrt. Trotz der teilweise recht touristischen Ausrichtung stecken in den meisten Lu’aus trotzdem noch viel von der hawaiianischen Kultur.
    Hawaii-Luau-Hula-Imu-Reise-Tipp

  • Volcano Winery

    Nahe des Volcano-Nationalparks auf Big Island liegt tatsächlich ein ungewöhnliches Weingut. Die Weine, die auf diesem Boden wachsen überzeugen durch Fülle und sind es absolut wert, gekostet zu werden.

  • Waipi’o Valley

    Das Tal von Waipi’o im Norden von Big Island ist vielseitig und an vielen Stellen noch von den Touristenmassen unentdeckt. Die Anfahrt erfolgt durch eine Gegend, die auch im Allgäu liegen könnte, doch dann warten versteckte Wasserfälle und spektakuläre Ausblicke auf die Wanderer.

[Bildnachweis: Alexander Demyanenko, yukimco, Maridav, MNStudio, Yvonne Baur by Shutterstock.com]
10. Mai 2020 Redaktion Icon Autor: Herbstlust Redaktion

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