Hoffnung: So erhalten Sie sie am Leben

Wer kennt den Spruch nicht: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dahinter steckt ein gewisser Optimismus, dass es immer noch eine Chance gibt und dass nach jeder Katastrophe wieder glücklichere Zeiten anbrechen können. In gewisser Weise ist es also Hoffnung im doppelten Sinne: Die Hoffnung, dass sich die Hoffnungen erfüllen.

Doch das alles klingt einfacher als es ist, wenn wir in einer schweren Krise stecken. Viele Menschen sehen dann kein Licht am Ende des Tunnels, sind hoffnungslos.

Wir hoffen, mit diesem Artikel Ihnen ein paar Tipps geben zu können, damit Sie Ihre Hoffnung nicht verlieren beziehungsweise sie wiederfinden.

Hoffnung: So erhalten Sie sie am Leben

Darum sollten Sie nie die Hoffnung verlieren

Hoffnung ist ein wichtiger Motor unseres Lebens. Sie gibt uns Kraft und aktiviert verborgen geglaubte Ressourcen in unserem Körper. Damit ist sie nicht nur für unsere Psyche von großer Bedeutung, sondern auch für unseren Körper. So hat alleine die Hoffnung auf eine Heilung vielen Menschen die Genesung einer schweren Krankheit deutlich erleichtert. Es gibt sogar Fälle, in denen Ärzte bereits mit ihrem Latein am Ende waren, aber allein der feste Glaube an ein Happy End bei den Patienten am Ende förmlich Wunder bewirkt hat.



Sprüche und Zitate

Es lebte nichts, wenn es nicht hoffte.

(Friedrich Hölderlin)

Wer hofft, glaubt also an eine Chance auf einen guten Ausgang – und mag die Situation auch noch so trist und ausweglos erscheinen. Hoffnung und Optimismus sind damit untrennbar miteinander verbunden. Allerdings geht es dabei nicht um Blauäugigkeit und Naivität. Ganz im Gegenteil: In der Hoffnung steckt auch immer eine gehörige Portion Realismus.

Doch der Glaube an einen positiven Ausgang verleiht uns die Kraft, eine, realistisch gesehen, kleine Chance dennoch zu ergreifen und nicht aufzugeben. Insofern sollte die Hoffnung tatsächlich zuletzt sterben, denn sie verhindert, dass wir den Blick für die (wenn auch mitunter kleine) schöne Seite des Lebens nicht verlieren und uns nicht durch destruktives Denken selbst schaden. Hoffnung gibt uns also:

  • Lebensmut
  • Lebensfreude
  • Glücksgefühle
  • Selbstvertrauen
  • Vertrauen in andere Menschen
  • Zuversicht
  • Stärke
  • Glaube
  • Fähigkeit zu lieben

Daraus können Sie Hoffnung ziehen

Wer die Hoffnung verloren hat, der hat es schwer. Denn die Hoffnung motiviert uns, weiter zu kämpfen, selbst wenn es auf den ersten Blick ausweglos erscheinen mag. Daher sollten wir unseren Fokus darauf lenken, was in uns liegt – selbst wenn diese Gefühle und Gedanken tief verborgen zu sein scheinen. Einige Fragen, die wir uns selbst stellen können, sind dabei möglicherweise eine Hilfe:

  • Wann habe ich eine positive Wendung erlebt, obwohl niemand mehr daran geglaubt hat?
  • Was habe ich mit meiner eigener Kraft alles im Leben erreicht, obwohl es zunächst kaum möglich schien?
  • Wer in meinem Freundes- oder Familienkreis strotzt nur so vor Optimismus und kann mir jetzt eine wertvolle Unterstützung sein?
  • Wie groß war meine Erleichterung oder Freude, nach einer Durststrecke wieder Licht am Ende des Tunnels gesehen zu haben? Lohnt es sich, für dieses schöne Gefühl zu kämpfen?
  • Welche Dinge des täglichen Lebens können mich jetzt erfreuen? Welche Menschen geben mir Sicherheit?
  • Welche Leistungen und Erfolge im Leben machen mich stolz und geben mir Kraft?


Sprüche und Zitate

Die Hoffnung ist die Säule, welche die Welt trägt.

(Plinius der Ältere)

Tipps für mehr Hoffnung

Diese Fragen sind ein erster Schritt, um die momentane Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Um unsere Hoffnung zurück zu gewinnen, können uns noch weitere Tipps helfen, um nicht in Verzweiflung zu versinken:

  1. Akzeptieren Sie die Situation
    Es klingt auf den ersten Blick wie ein Widerspruch: Auf Besserung hoffen und zugleich die aktuelle Lage akzeptieren. Doch wie erwähnt benötigt die Hoffnung immer auch den Realismus. Hoffnung ist nie naiv. Daher geht es darum, die gegenwärtige Lage anzunehmen, so schlimm sie augenblicklich auch erscheinen mag.
  2. Erweitern Sie Ihren Blickwinkel
    Suchen Sie bewusst nach den schönen Dingen des Lebens und seien sie auf den ersten Blick auch noch so banal. Das kann ein Hobby sein, ein gutes Buch, ein kleiner Spaziergang. Egal, ob wir nun um einen verstorbenen Menschen trauern oder eine schwere Diagnose zu verkraften haben – es gibt immer Dinge, die uns gut tun und uns aus der negativen Gedankenspirale zumindest für einen kurzen Moment herausholen können.
  3. Lassen Sie sich ermutigen
    Es gibt genügend Menschen, die immer zuerst das Negative sehen. Diese tun uns in der jetzigen Situation nicht gut. Wir sollten also eher die Gesellschaft zu Personen suchen, die uns unterstützen und ermutigen.
  4. Verlassen Sie den Fahrersitz Ihres Lebens nicht
    Lassen Sie nicht zu, dass Sie fremdgesteuert werden. Seien Sie selbst Pilot Ihres Lebens, auch wenn dies in Turbulenzen gerät. Begeben Sie sich nicht in die Opferrolle, sondern nutzen Sie die oben genannten Fragen, um neue Kraft zu schöpfen und Ihre ganz persönlichen Bewältigungsstrategien zu finden.


Sprüche und Zitate

Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt.

(Friedrich Hölderlin)

Es geht also um eine Veränderung des Mindset, der inneren Haltung und Einstellung. Bestimmte Gegebenheiten können wir nicht ändern, so sehr wir es auch wollen. Doch was wir ändern können, ist unser Umgang damit: Hoffnung statt Verzweiflung. Denn wenn wir uns aufgegeben haben – was bleibt uns dann noch?

Das klingt natürlich alles sehr einfach. Ist es selbstverständlich nicht immer. Wer zum Beispiel tief in einer Trauerphase oder gar in einer Depression steckt, braucht womöglich zusätzlich noch externe Hilfe. Beispielsweise die eines Seelsorgers oder eines Therapeuten. Denn selbst wahre Freunde geraten hierbei oft an ihre Grenzen. Allerdings muss der erste Impuls in uns liegen, diese Hilfe auch zu suchen und annehmen zu wollen. Das kann uns niemand abnehmen.



Sprüche und Zitate

Jede Hoffnung ist eigentlich eine gute Tat.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Liebe, Positives Denken und Hoffnung

Ein wichtiges Instrument um Hoffnung zu entwickeln, ist die Liebe. Nicht nur die Liebe, die wir bekommen: von unserer Familie, von unserem Partner, von Freunden. Sondern auch die Liebe, die wir geben. Solange wir lieben und uns um andere Menschen sorgen, ist auch unsere Hoffnung noch nicht ganz erloschen. Denn wir sehen immer noch einen Sinn in unserem Leben.



Sprüche und Zitate

Was bleibt sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Doch am höchsten steht die Liebe.

(1. Korinther 13,13 )

Liebe wiederum fördert das positive Denken. Es entwickelt sich also eine positive Hoffnungsspirale. Nicht selten konnten sich bereits zwei sich liebende Menschen gemeinsam aus dem Sumpf ziehen.

Tipp: Meiden Sie toxische Menschen

Um die Hoffnung nicht zu verlieren, sollten Sie toxische Menschen meiden. Also Personen, die Ihnen nicht gut tun. Menschen, die tendenziell alles schlecht reden und für die die Probleme im Leben mehr Raum einnehmen als die Hoffnung und mögliche Lösungen. Eine kleine Auswahl an Typen, die Ihnen in einer schweren Situation nicht helfen können:

  • Unehrliche und heuchlerische Personen
  • Personen, die behaupten, sie wüssten alles
  • Egozentrische Personen, die nur an sich selbst denken
  • Empathielose Personen
  • Personen, die auf ihren Pseudoweisheiten beharren
  • Personen, die nur auf die vermeintlich glückliche Vergangenheit schauen und die Zukunft schwarz malen
  • Personen mit Pauschalrezepten und Formulierungen wie „Du musst (nur)…!“
  • Personen, die uns Schuldgefühle machen
  • Vom Leben enttäuschte Personen


Sprüche und Zitate

Jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück, seine eigenen Hoffnungen und Aussichten.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Sind ältere Menschen hoffnungsloser?

Häufig wird behauptet, dass ältere Menschen hoffnungsloser seien, da sie bereits schon viele negative Erlebnisse in ihrer Biographie angesammelt hätten. Doch die einfache Rechnung „Je älter ein Mensch, umso mehr Mist hat er auch erlebt und umso desillusionierter ist er“, die geht nicht zwangsläufig auf.

Es geht vielmehr um den Umgang mit solchen Rückschlägen und der persönlichen Grundhaltung. Wer sich bewusst macht, dass er trotz aller Probleme noch immer alles irgendwie bewältigt und überlebt hat, besinnt sich eher auf seine persönlichen Stärken und leitet daraus auch eher Hoffnung ab. Irgendwie und irgendwo geht und ging es immer weiter, egal, was da kommen möge. Aus diesem Denken lässt sich leichter Hoffnung schöpfen.

Dass ältere Menschen also eher ihre Hoffnung verlieren, ist nicht mehr als ein Vorurteil. Es geht um die innere Einstellung. Bedenken Sie: Das Leben ist schön. Von einfach hat niemand etwas gesagt.

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[Bildnachweis: Photographee.eu by Shutterstock.com]
7. Dezember 2020 Redaktion Icon Autor: Herbstlust Redaktion

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