Inkontinenz: Raus aus der Tabuzone

Das Thema Inkontinenz stellt in unserer Gesellschaft eines der letztes Tabus dar – gilt sie doch als peinliche Schwäche. Betroffene ziehen sich häufig zurück und vereinsamen, was den psychischen Druck oft weiter erhöht. Dabei ist Inkontinenz ein körperliches Leiden wie andere auch – mit vielfältigen Ursachen. Wird sie frühzeitig behandelt, stehen die Chancen einer Heilung oder zumindest erheblichen Linderung sehr gut. Was bedeutet es, inkontinent zu sein? Was kann man tun gegen Inkontinenz? Welche Produkte gibt es? All das lesen Sie hier.

Inkontinenz: Raus aus der Tabuzone

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Inkontinenz: Produkte

Schätzungen ergeben, dass bis zu zehn Prozent der Deutschen an Inkontinenz in den unterschiedlichsten Formen leiden. Dies bedeutet, dass sie den Harn oder den Stuhl nicht mehr kontrollieren können. Dabei können die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein: von ein paar Tröpfchen bis hin zu einer kompletten Einnässung – gerade nachts.

Viele Menschen scheuen sich davor, dieses Thema anzusprechen oder gar vor sich selbst zuzugeben. Zum einen ist Inkontinenz noch immer so etwas wie ein Tabuthema. Zum anderen haben sie oft Angst davor, dauerhaft Katheter oder Urinalkondome – entweder mit Beinbeutel für tagsüber oder mit Bettbeutel für nachts – tragen zu müssen.

Das ist jedoch kein Automatismus, sondern lediglich die letzte Möglichkeit, einen Alltag mit schwerer Inkontinenz zu ermöglichen. Inkontinenz kann verschiedene Ausprägungen und Schweregrade haben. Dementsprechend unterschiedlich sind die angebotenen Produkte, die sich grob in zwei Kategorien einteilen lassen: Inkontinenzeinlagen für tagsüber und Inkontinenzauflagen für nachts.

Inkontinenzeinlagen

Inkontinenzeinlagen werden – wie der Name schon sagt – in oder anstatt der Unterwäsche getragen. Dabei gibt es drei verschiedene Systeme:

  • Offene Systeme
    Wer sich selbständig an- und ausziehen und seinen Tag frei gestalten kann, sollte zu einem offenen System greifen. Diese sind nichts anderes als Einlagen. Sie werden entweder in der Unterwäsche getragen oder mit einer sogenannten Fixier- oder Netzhose gegen Verrutschen gesichert.
  • Halboffene Systeme
    Ist die Inkontinenz schwerer, reichen einfache Einlagen nicht mehr aus. Die Betroffenen benötigen sogenannte Vorlagen, die anatomisch geformt sind und durch Bündchen oder einen Hüftgurt fixiert werden. Sie bieten eine größere Saugstärke und einen besseren Auslaufschutz als ein simple Einlagen.
  • Geschlossene Systeme
    Als geschlossene Systeme bezeichnet man Windeln oder sogenannte Windelhosen („Pants“ genannt). Diese werden anstatt der Unterwäsche angezogen und bieten noch einmal höheren Schutz. Sie werden meist von Personen mit eingeschränkter Mobilität verwendet.

Inkontinenzauflage

Zusätzlich gibt es für die Nacht Inkontinenzauflagen, die verhindern sollen, dass ausgetretener Urin in die Matratze läuft. Hier gibt es zwei verschiedene Formen:

  • Inkontinenzauflagen zum Einmalgebrauch
    Einwegauflagen sind vergleichsweise günstig. Zudem lassen sie sich einfach und hygienisch wechseln. Für eine vorübergehende Inkontinenz sind sie ideal. Der Nachteil ist, dass sie sich nicht gut fixieren lassen können, da sie nur einen Teil der Matratze bedecken.
  • Wiederverwendbare, waschbare Bettschutzauflagen
    Wer unter dauerhafter Inkontinenz leidet, sollte zu wiederverwendbaren Inkontinenzauflagen greifen. Das ist mit der Zeit nicht nur günstiger, sondern zudem umweltfreundlicher. Sie lassen sich gut waschen und vor allem: gut an der Matratzen befestigen.

Pflegebedarf

Welche Pflegestufe bei Inkontinenz möglich ist, hängt von vielerlei Faktoren ab. Inkontinenz alleine ist oft nicht ausreichend, um einen Pflegegrad zu erhalten – es sei denn, sie ist wirklich extrem ausgeprägt. Meist ist sie dann ohnehin Folge einer Erkrankung, die eine Eingruppierung in eine Pflegestufe erfordert.

Wenn dies der Fall ist und Sie über einen Pflegegrad verfügen, haben Sie Anspruch auf einen monatlichen Zuschuss für Pflegehilfsmittel. Diese betragen bis zu 60 Euro.

Zu solchen Pflegehilfsmitteln zählen nicht nur Einlagen und Auflagen. Salben zur Hautpflege im sensiblen Intimbereich sowie Desinfektionsmittel gegen Infektionen gehören ebenfalls in diese Kategorie.

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Inkontinenz Behandlung

Neben den Hilfsmitteln muss eine Inkontinenz selbstverständlich behandelt werden. Wer an Inkontinenz leidet, sucht verständlicherweise nach schneller und diskreter Abhilfe. Was läge da näher, als sich schnell ein Produkt aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt zu bestellen.

Da sowohl die Ursachen als auch die Formen von Inkontinenz sehr unterschiedlich sind, ist das leider nicht so einfach. Zu einer frühzeitigen Abklärung beim Arzt gibt es keine Alternative. Es ist wichtig, mit dem Problem Inkontinenz zunächst sich selbst gegenüber offen und tabulos umzugehen, anstatt es zu ignorieren.

Die Gründe sollten frühzeitig untersucht und behandelt werden. Je nach Ausprägung kann der Arzt verschiedene Therapien anordnen oder miteinander kombinieren.

Beckenbodentraining

Beckenbodentraining kann Inkontinenz abschwächen und vorbeugen. Durch das spezielle Training gelingt es, die Muskulatur wieder zu spüren und zu stärken. Dies geschieht entweder mit Übungen wie zum Beispiel Pilates oder durch das sogenannte Biofeedbacktraining, bei dem das Training mit einer kleiner Sonde als Signalgeber unterstützt wird. Eine Elektrotherapie, bei der kleine, schmerzlose Impulse an die Beckenbodenmuskulatur gesendet werden, kann in diesem Zusammenhang ebenfalls zu Einsatz kommen.

So ist es möglich, dass der Beckenboden seinen Aufgaben wieder besser nachkommen kann. Diese bestehen zum einen in der Anspannung, um den Urin zu sammeln und dem Gegenhalten, um bei Druck den Urin halten zu können. Zum anderen ist die Beckenbodenmuskulatur für die Entspannung zuständig, um die Blase entleeren zu können.

Wer regelmäßig Beckenbodentraining macht, schafft es, dass seine Blase bis zu einem Liter Flüssigkeit sammeln kann und der Harndrang nicht schon bei 150 Millilitern zur Urinabgabe führt.

Ein regelmäßiges Toiletten- und Blasentraining, bei dem der Patient die Trinkmenge und die Toilettengänge genau protokolliert und mit dem Arzt zusammen kontrollierte Entleerungen in einem Zeitplan erarbeitet, runden diese Art der Therapie ab. Dabei wird darauf geachtet, dass die Betroffenen richtig und ausreichend trinken und nicht aus Angst vor Inkontinenz darauf verzichten. Stilles Wasser und Kräutertees eignen sich dafür hervorragend.

Medikamente und physische Therapiemethoden

Je nachdem, an welcher Art der Inkontinenz der Patient leidet, können Hormonpräparate oder krampflösende Medikamente eine spontane Entleerung der Blase unterdrücken. Bei Stuhl-Inkontinenz kommen häufig spezielle Abführmittel oder Mobilitätshemmer zum Einsatz.

Mit Massagen, Akkupunktur und Wärmebehandlungen können bestimmte Nervenbahnen aktiviert und die Muskulatur entspannt werden. Zudem wird die Durchblutung gefördert und so der komplette Unterkörper gestärkt.

Das letzte Mittel ist immer eine Operation. Gerade bei Fehlbildungen, einer vergrößerten Prostata oder einer verschlossenen Harnröhre muss ein chirurgischer Eingriff erfolgen. Bei einer Stuhl-Inkontinenz, die durch eine krankhaften Veränderung des Dickdarm hervorgerufen wird, ist ein operatives Einsetzen eines Implantats eine Möglichkeit.

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Stuhl- und Harninkontinenz

Stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage: Wie beginnt Inkontinenz? Und welche Ausprägungen gibt es? Die Inkontinenz äußert sich in verschiedenen Formen. Sie sind zwar in der Auswirkung alle gleich unangenehm, müssen jedoch medizinisch voneinander differenziert werden.

Meist wird unter Inkontinenz eine Harn-Inkontinenz verstanden. Einfach deshalb, weil sie sehr häufig vorkommt. Die Blase, die normalerweise über Stunden den Urin gesammelt hat, kann diesen nicht mehr halten. Normalerweise kann die Blase bis zu einem Liter Urin speichern ehe ihre Nervenzellen signalisieren, dass sie entleert werden muss. Doch wenn entweder diese Nervenzellen oder der Blasenschließmuskel gestört sind, läuft die Flüssigkeit unkontrolliert aus.

Daneben gibt es die Stuhl-Inkontinenz, die häufig durch Verletzungen oder Entzündungen des Darms oder des Schließmuskels entstehen. Demenz oder Multiple Sklerose, sowie Tumore oder Hämorrhoiden können ebenso eine Stuhl-Inkontinenz auslösen. In einigen Fällen sind Bandscheibenvorfälle, Verstopfungen oder Arzneimittel ausschlaggebend.

Betroffene können im Anfangsstadium vor allem weichen Stuhl kaum halten, mit der Zeit verschlimmern sich meist die Stadien, so dass am Ende ein dauerhafter Kontrollverlust steht, wenn die Stuhl-Inkontinenz nicht rechtzeitig ärztlich untersucht und behandelt wird.

Formen von Harninkontinenz

Neben unterschiedlich starker Stuhl-Inkontinenz gibt es acht verschiedene Arten der Harn-Inkontinenz:

  • Dranginkontinenz

    Diese Form kommt in den meisten Fällen vor. Der Harndrang überfällt die Betroffenen oft plötzlich und unerwartet. Ohne dass es zuvor Anzeichen einer Überfüllung der Blase gab, gibt diese den Urin in einem Schwall ab. Ursache sind häufig Nervenerkrankungen.

  • Belastungsinkontinenz

    Beim Heben oder Tragen von schweren Gegenständen, sowie bei körperinternen Belastungen wie Husten oder Niesen, gibt die Blase ungewollt Urin ab. Dies hat in vielen Fällen körperliche Ursachen: eine untrainierte Blasenmuskulatur, Übergewicht oder chronischer Husten.

  • Reflexinkontinenz

    Wer an Reflexinkontinenz leidet, ist nicht mehr in der Lage, zu spüren, wann die Blase entleert werden muss und wann nicht. Daher übernimmt dies der Körper in unregelmäßigen Abständen eigenständig, wenn auch nicht vollständig. Gerade bei Querschnittslähmungen, anderweitigen Schädigungen des Rückenmarks oder bei neuronalen Erkrankungen tritt diese Form mitunter als Folge auf.

  • Überlaufinkontinenz

    Diese Art der Inkontinenz beruht auf einer Störung oder Blockierung des Blasenausgangs, zum Beispiel durch eine vergrößerte Prostata, Harnsteine oder einem Tumor. Diese verursacht, dass dauerhaft kleine Mengen Urin abgegeben werden und so einen ständigen Drang zur Entleerung spüren.

  • Extraurethrale Harninkontinenz

    Diese Form ist eher selten, kommt aber dennoch vor. Es wird ebenfalls ständig eine kleine Menge Urin unkontrolliert abgegeben, allerdings durch extraurethrale Öffnungen, also andere Körperöffnungen wie den After oder durch die Haut. Ursache sind meist Fehlbildungen, häufig „Fistel“ genannt, die sich durch Operationen oder Bestrahlungen bilden können.

  • Tröpfel-Inkontinenz

    Das sogenannte Nachtröpfeln bezeichnet das Verbleiben von einigen Urintropfen in der der Harnröhre oder der Blase. Diese lösen sich kurz nach dem Toilettengang und verursachen das Gefühl von Inkontinenz.

  • Nykturie

    Nykturie ist der nächtliche Harndrang. Genau genommen handelt es sich um keine reine Inkontinenz, da die Beckenboden- und Blasenmuskulatur noch gut funktionieren. Grund ist wie bei der Tröpfel-Inkontinenz meist eine vergrößerter Prostata beim Mann oder eine Krankheit wie zum Beispiel Diabetes.

  • Mischinkontinenz

    Sehr häufig kommt eine Mischinkontinenz vor – meist aus Drang- und Belastungsinkontinenz. Unter Druck verlieren die Betroffenen nicht nur Urin, sondern verspüren einen starken, lang anhaltenden Harndrang.

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Inkontinenz Ursachen

Was verursacht Inkontinenz? Das ist oft nicht so einfach zu differenzieren. Gerade die Harn-, aber auch die Darm-Inkontinenz ist dabei in vielen Fällen oft nur ein Gradmesser, dass etwas im Körper nicht stimmt.

Auslöser für Inkontinenz sind häufig Fehler in der Übertragung von Nervensignalen. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Zumeist ist die Inkontinenz selbst keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom einer anderen Erkrankung zum Beispiel an den Nerven, der Blase oder des Darm.

Mögliche Gründe für eine Inkontinenz sind meist:

  • Krankheiten
    Sowohl neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, Schlaganfall, Multiple Sklerose, als auch Krankheiten an den Harnwegsorganen wie Blase, Nieren oder der männlichen Prostata können eine Inkontinenz auslösen.
  • Übergewicht
    Erhöht sich das Körpergewicht, dann erhöht sich logischerweise der Druck auf Blase und Darm. Dies kann zur Folge haben, dass diese schneller einen Entleerungsdrang anzeigen. Zudem führt Übergewicht zu Bluthochdruck, was wiederum Diabetes auslösen kann, der ebenfalls für eine Inkontinenz förderlich ist.
  • Medikamente
    Gerade Medikamente gegen Bluthochdruck oder gegen Alzheimer wirken häufig harntreibend. Ist dies der Fall, sollten Sie die Medikation umgehend mit Ihrem Arzt besprechen, damit er Ihnen andere Arzneimittel verschreibt.
  • Verhalten
    Man kann einen Blasenmuskel trainieren. Das bedeutet, dass man darauf achtet, nicht zu häufig und nicht zu selten zur Toilette zu gehen. Wer den Harndrang zu lange ignoriert und unterdrückt, schadet der Blase langfristig ebenso, wie diejenigen, die den Körper daran gewöhnen, schon kleinste Urinmengen abzugeben.

Unterschiedliche Inkontinenz zwischen Mann und Frauen?

Grundsätzlich gibt es beim Thema Inkontinenz kaum nennenswerte Unterschiede zwischen Mann und Frau – lediglich im Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit, an Inkontinenz zu leiden, mit der Zeit zu.

Dennoch muss man in den Ursachen differenzieren: Aufgrund des Körperbaus gibt es oft unterschiedliche Gründe für Inkontinenz. Bei den Männern liegen diese in vielen Fällen in einer vergrößerten Prostata. Dies ist meist harmlos, muss aber trotzdem von Zeit zu Zeit ärztlich beobachtet werden.

Bei Frauen liegt die Ursache für Inkontinenz häufig in einer zu schwachen Beckenbodenmuskulatur. Dazu kommt, dass aufgrund des Körperbaus Frauen leider empfänglicher für Blasen- und Harnwegsentzündungen sind.

Vorbeugung und Vorsorge wichtig

Der Beckenboden spielt wie erwähnt beim Thema Inkontinenz eine entscheidende Rolle. Sie kontrolliert die Harn- und Darmfunktionen durch Anspannung, Gegenhalten und Entspannung. Daher ist es wichtig, diese zu trainieren, zum Beispiel mit Pilates.

Darüber hinaus gibt es weitere Tipps, um Inkontinenz gar nicht erst entstehen zu lassen oder einen Ausbruch bis ins hohe Alter hinauszögern zu können:

  • Ernährung
    Eine gesunde, ballaststoffreiche und abwechslungsreiche Ernährung senkt nicht nur Ihr Körpergewicht und verhindert den Ausbruch von Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes. Der weitgehende Verzicht auf regelmäßigen Konsum von scharfen Gewürzen, Alkohol, Kaffee oder blähenden Speisen kann ebenfalls einer Inkontinenz vorbeugen.
  • Sport
    Gerade Ausdauersport wie Schwimmen oder Walken fördern die Fitness und das Körpergefühl. Auf diese Weise vermindern Sie das Risiko, an Blasenschwäche zu leiden.
  • Belastung
    Vermeiden Sie schweres Heben und Tragen und falls es sich im Einzelfall nicht vermeiden lässt, gehen Sie beim Anheben leicht in die Hocke. Dies entlastet nicht nur Ihre Blase, sondern zusätzlich Ihren Rücken.
  • Flüssigkeit
    Trinken Sie regelmäßig, am besten Tee oder Wasser. Zwei Liter am Tag sollten es schon sein. Achten Sie beim Toilettengang darauf, dass Sie die Blase komplett entspannen und entleeren. Am besten geben Sie dem Drang nicht sofort nach, sondern halten den Harn einige Minuten. Auf diese Weise trainieren Sie nebenbei Ihre Blasenmuskulatur.
  • Pflege
    Achten Sie auf Ihren Körper. Schützen Sie sich vor vermeidbaren Infektionen wie einer Blasenentzündung. Entspannungstechniken wie zum Beispiel Autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen geben Ihnen erhöhen ebenfalls Ihr Wohlempfinden.
  • Untersuchungen
    Regelmäßige Früherkennungsuntersuchen (umgangssprachlich als „Vorsorgeuntersuchung“ bezeichnet), sollten Sie ebenfalls nicht vernachlässigen. Dazu gehören die gynäkologische Untersuchung bei der Frau, die Prostatauntersuchung beim Mann sowie Urin-, Blut- und Ultraschalluntersuchungen. Tastuntersuchungen des Darms sowie alle paar Jahre eine Darmspiegelung können diese Früherkennung ergänzen.

Holen Sie das Thema aus der Tabuzone

Sie können darüber hinaus nicht nur sich selbst etwas Gutes tun. Helfen Sie Menschen in Ihrer Umgebung, in dem Sie das Thema Inkontinenz enttabuisieren. Vor allem, wenn Sie mögliche Anzeichen von Inkontinenz bemerken wie zum Beispiel Uringeruch, häufige Toilettengänge, Rückzug beziehungsweise Flecken auf Kleidung oder Sitzmöbeln.

Sprechen Sie in diesen Fällen das Thema zunächst eher allgemein an. Beispielsweise indem Sie die Fakten zitieren, dass mindestens jeder Zehnte Deutsche an Inkontinenz leidet. Oder indem Sie von Erfahrungen aus Ihrem Umfeld mit Blasenentzündungen oder Prostatavergrößerung berichten.

Auf diese Weise kann Ihnen ein sanfter Einstieg in das sensible Thema Inkontinenz gelingen. So tragen Sie einen kleinen Teil dazu bei, das Tabu aufzubrechen und aus der Schmuddelecke herauszuholen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informiert Sie nur allgemein. Er kann und soll eine medizinisch-ärztliche Beratung nicht ersetzen. Vor der Einnahme eines Medikamentes lesen Sie bitte die Packungsbeilage sorgfältig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

[Bildnachweis: Emily frost by Shutterstock.com]

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