Medikamente per Klick: Darauf bitte achten!

Medikamente per Klick bestellen – taugt das was? Die persönliche Beratung fällt weg, zudem gibt es immer wieder Nachrichtenmeldungen über gefälschte Medikamente und allerlei obskuren Handel. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Medikamente online günstig kaufen wollen: Erfahrungen, Angebot, Kosten, Vor- und Nachteile.

Medikamente per Klick: Darauf bitte achten!

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Medikamente per Klick: Erfahrungen und Angebote

Lange haben sich niedergelassene Apotheken in Deutschland davor gesträubt, den Versandhandel auf Medikamente auszudehnen. Zu risikoreich erschien es vielen Apothekern und Ärzten. Wer gibt eine Garantie, dass die verschickten Produkte auch tatsächlich die strengen Qualitätskriterien erfüllen? Erst seit 2004 ist es durch eine Novellierung des Arzneimittelgesetzes (AMG) und des Apothekengesetzes (ApoG) möglich geworden, Medikamente per Klick zu bestellen.

Auch jetzt noch gibt es nur eine Handvoll Länder, in denen Sie Medikamente per Klick bestellen können:

  • Deutschland
  • Dänemark
  • Estland
  • Finnland
  • Niederlande
  • Schweden
  • Vereinigtes Königreich

Dabei haben Kunden häufig gute Erfahrungen mit einer Bestellung von Medikamenten per Klick gemacht. Gerade wer regelmäßig die gleichen Medikamente benötigt, kann auf eine umfangreiche Beratung verzichten. Die Bestellung und Zusendung ist dann für diese Menschen nicht nur praktischer, sondern zumeist auch günstiger.

Schließlich sind sie nicht an eine Apotheke vor Ort gebunden, sondern können aus den Angeboten in Deutschland wählen. Inzwischen bieten nicht nur Großhändler Medikamente per Klick an. Auch etliche kleine Apotheken erweitern ihr stationäres Angebot um die Möglichkeit des deutschlandweiten Versand. Eine kurze Anmeldung und ein schneller Login genügen dazu.

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Medikamente per Klick: Das brauchen Sie zum Login

Bevor Sie sich bei einer Online-Apotheke einloggen können, benötigen Sie dort eine Registrierung. Dafür müssen Sie einige Daten angeben:

  • Name und Anschrift
  • Geburtsdatum als Altersnachweis
  • E-Mail-Adresse
  • Gewünschtes Passwort
  • Gewünschte Zahlungsweise

Medikamente per Klick: Gutschein und Rabatt

Wer sich einmal bei einer Online-Apotheke registriert hat, erhält zudem häufig Rabatt-Coupons. Solch ein Gutschein ist in der Regel an einen Mindestbestellwert geknüpft.

Manchmal sind diese Rabatte auch gestaffelt: Je mehr Sie bestellen, umso mehr erhöht sich der Prozentsatz auf dem Gutschein. Zwischen 10 und 30 Prozent lassen sich so sparen.

Medikamente per Klick bestellen: So geht’s

Wer das erste Mal Medikamente per Klick bestellt, wird vermutlich etwas überfordert sein, wo und wie genau dies möglich ist. Insbesondere da die Online-Apotheken unterschiedliche Preise für verschiedene Produkte festgelegt haben. Bei einem Anbieter ist das Medikament A am günstigsten, beim anderen Anbieter das Medikament B. Eine Pauschalempfehlung für Medikamente per Klick kann es daher nicht geben.

Ein guter Ausgangspunkt für Ihre Bestellung ist aber eine Vergleichsseite für Medikamente per Klick. Medizinfuchs.de ist zum Beispiel eine davon und zugleich die größte und beliebteste. Hier können Sie einfach ohne Login oder Registrierung das gewünschte Medikament oder den Wirkstoff in die Suchleiste eingeben. Medizinfuchs listet Ihnen darauf die günstigsten Anbieter auf. Inklusive Hinweis auf Packungsgröße und Versandkosten.

Apropos Verpackungskosten: Diese entfallen bei vielen Online-Apotheken ab einer bestimmten Summe. Je nach Anbieter liegt diese im Schnitt zwischen 20 und 50 Euro. Bleiben Sie darunter, werden im Schnitt um die fünf Euro für den Versand fällig.

Seit einigen Jahren können Sie übrigens auch nicht nur rezeptfreie Medikamente per Klick bestellen. Wer ein Rezept hat, kann dies meist portofrei einsenden und erhält die Bestellung wenige Tage später zugestellt.

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Medikamente per Klick: Kontakt und Retoure

Wenn doch einmal das falsche Medikament geliefert wurde oder wenn Sie ein unversehrtes Produkt zurück geben möchten, ist dies beim Versand oft ebenfalls problemlos möglich.

Nach dem Login können Sie meist leicht Ihre Bestellhistorie aufrufen. Dort können Sie dann eine Retoure eingeben oder bearbeiten. Oder aber Sie treten direkt mit der Online-Apotheke in Kontakt: Per E-Mail oder per Telefon.

Die jeweiligen Rücknahmebedingungen sind allerdings bei jeder Apotheke anders geregelt. Lesen hier dazu vor dem Kauf unbedingt die entsprechenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters.

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Medikamente per Klick: Vorteile und Nachteile

Wer Medikamente per Klick bestellt, erhält dabei eine Reihe von Vorteilen:

  • Anonymität
    Es juckt und brennt an Stellen, die Sie anderen Menschen nicht unbedingt schildern möchten? Die Potenz lässt nach? Kein Problem: In einer Versandapotheke sieht Sie kein Mensch. Niemand erfährt von Ihren Malessen. Peinliche Momente bleiben Ihnen dank weitestgehender Anonymität erspart.
  • Preisvergleich
    Im Gegensatz zu Supermärkten sind in Apotheken die meisten Produkte nicht offen mit einem Preis versehen. Nicht so, wenn Sie Ihre Medikamente per Klick bestellen: Hier gibt es die Möglichkeit, die Produkte verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Noch einfacher wird es, wenn Sie Preisvergleichsseiten wie Medizinfuchs aufrufen.
  • Preise
    Die Preise an sich sind mitunter deutlich geringer als wenn Sie das gleiche Produkt in einer traditionellen Apotheke kaufen. Der Grund dafür ist, dass die Miete eines Ladenlokals wegfällt. Auch braucht es für etwaige Kommissioniertätigkeiten keine studierten Apotheker oder Pharmazeuten.
  • Öffnungszeiten
    Wer seine Medikamente per Klick bestellt, kann das rund um die Uhr tun. Versandapotheken haben keine Öffnungszeiten. So fallen ungünstige Öffnungszeiten, Parkplatzsuche und lange Schlangen weg.

Daneben birgt die Bestellung der Medikamente per Klick aber auch Nachteile:

  • Dauer
    Eine Versandapotheke kann niemals so schnell sein wie die Apotheke um die Ecke. Allerdings müssen zwei Aspekte bei diesem Nachteil berücksichtigt werden: Zum einen haben auch traditionelle Apotheken nicht jedes Medikament vorrätig, müssen also teilweise bestellen und nachliefern. Zum zweiten können Sie selbst durch vorausschauendes Handeln und Planen mögliche Engpässe verhindern. Selbst rezeptpflichtige Medikamente müssen nicht bis zur letzten Tablette aufgebraucht sein, bis Sie sich ein neues Rezept besorgen.
  • Beratung
    Viele Apotheker fungieren als Arztersatz. Genau diese Beratung fällt allerdings weg, wenn Sie Ihre Medikamente per Klick bestellen. Wer genau weiß, was er braucht, den mag das nicht weiter stören. Unpraktisch ist das hingegen, wenn sich Rezepturen oder Zusammensetzungen ändern.
  • Liefergebühren
    Medikamente per Klick zu bestellen ist selten kostenlos. Viele Versandapotheken schenken ihren Kunden zwar die Liefergebühr – vor allem, wenn ein bestimmter Betrag erreicht wird. Aber das ist genau das Problem: Sie wollen einfach nur eine Hautsalbe, müssen aber erst für 50 Euro einkaufen, damit Sie die Versandkosten sparen? Bei kleinen Bestellungen erhöht sich somit der Preis kräftig, so dass ein vermeintlicher Preisvorteil schnell ins Gegenteil verkehrt wird.
  • Rezepturarzneimittel
    Bei einer Bestellung im Internet erhalten Sie nur sogenannte verkehrsfähige Arzneimittel. Das heißt, individuell in einer Apotheke hergestellte, sogenannte Rezepturarzneimittel sind davon ausgenommen.

Gefahren und Risiken bei Medikamenten per Klick

Die Deutschen kaufen besonders gerne Arzneimittel online. Das zeigt die Statistik: Einer internationalen Umfrage zufolge liegt der Anteil der Deutschen, die Medikamente per Klick bestellen, bei 61 Prozent. Mit Blick auf die Arzneimittelsicherheit ist zu sagen, dass Medikamente aus Deutschland problemlos bestellt werden können.

Nach Angaben des Zolls tauchen regelmäßig nur dann Probleme auf, wenn ausländische Anbieter involviert sind. Mit Arzneimittelfälschungen sollten Sie bei hinlänglich bekannten Spam-Mails rechnen. Solche bieten vorzugsweise Potenzmittel oder ähnliches an und weisen so ziemlich alle Kriterien für mangelnde Seriosität auf.

Über solche Mails mag man vielleicht noch lachen. Wenn aber lebensnotwendige Medikamente völlig wirkungslose oder sogar schädliche Inhaltsstoffe aufweisen, ist das weniger komisch.

Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information hat einige Punkte zusammengefasst, die Sie beachten sollten, um solchen Fälschungen aus dem Weg zu gehen:

  • Achten Sie darauf, dass bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ein Rezept verlangt wird.
  • Kontrollieren Sie, ob es sich beim Versandhändler um eine Apotheke handelt (oft gibt es eine Adresse mit Ladenlokal).
  • Seien Sie misstrauisch, wenn der Preis stark vom handelsüblichen Preis abweicht.
  • Schauen Sie nach dem Impressum – eine Webseite ohne Angaben zu Inhaber, Adresse, zuständige Aufsichtsbehörde und zuständige Apothekerkammer ist ein schlechtes Zeichen.
  • Lassen Sie die Finger von Medikamenten, die in Deutschland nicht zugelassen sind (bei Unsicherheit fragen Sie in einer Apotheke im Ort).
  • Erkennen Sie Hinweise für mangelnde Seriosität wie reißerische Versprechungen, die Wunderheilung, Sonderangebote und dergleichen versprechen.
  • Achtung: Nehmen Sie keinesfalls Medikamente aus angebrochenen Packungen oder ohne Originalverpackung zu sich.

Sind Medikamente per Klick strafbar?

Ein klares: Das kommt darauf an! Wenn Sie ein Rezept für ein entsprechendes Arzneimittel haben und das bestellen, ist alles gut. Noch einfacher wird es, sobald das E-Rezept eingeführt ist: Dann können Sie direkt per E-Mail oder womöglich sogar per Whatsapp-Nachricht das Rezept weiterleiten. Verzögerungen durch den Postweg sind dann Geschichte.

Die Möglichkeit, Medikamente per Klick zu bestellen, hat allerdings einen Haken. Nicht umsonst wird das Internet teilweise als rechtsfreie Zone kritisiert und so ist es theoretisch denkbar, dass Sie sich strafbar machen ohne es zu ahnen.

Ein relativ nachvollziehbarer Fall liegt vor, wenn Produkte aus dem Ausland erworben werden, die hierzulande rezeptpflichtig sind, weil sie beispielsweise dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen. Strafbar machen Sie sich aber auch, wenn Sie gegen § 6a des Arzneimittelgesetzes verstoßen.

Das wäre der Fall, wenn Sie beispielsweise Testosteron zu Dopingzwecken im Internet bestellen. Vom Verbot betroffen ist nicht nur der Versender, sondern auch Sie als Empfänger. Die kann zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe führen.

Strafbar machen Sie sich auch, wenn Sie als Privatperson apothekenpflichtige Medikamente an Dritte verkaufen. Das betrifft solche Produkte, die Sie zwar rezeptfrei im Internet bestellen können, aber eben nur von Apothekern verkauft werden dürfen.

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[Bildnachweis: Herbstlust.de]

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