Nebenjob: So finden Sie die passenden Zuverdienstmöglichkeit

Wer sich in seinen letzten Berufsjahren noch etwas dazu verdienen möchte, um beispielsweise fürs Alter vorzusorgen, sucht sich einen Nebenjob. Das Angebot an Tätigkeiten für ältere Arbeitnehmer ist entsprechend groß. Doch wo finden Sie am besten einen Nebenjob und was gilt es dabei zu beachten? Und woran erkennt man einen unseriösen Nebenjob? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Thema.

Nebenjob: So finden Sie die passenden Zuverdienstmöglichkeit

Definition: Was gilt als Nebenjob?

Definition: Was gilt als NebenjobAls Nebenjob bezeichnet man eine Tätigkeit neben dem normalen Beruf oder einer Ausbildung. Auch kleinere Nebenbeschäftigungen, die Studenten oder Schüler ausüben, sind als Nebenjob charakterisiert.

Wichtigste Voraussetzung für einen Nebenjob ist, dass er nicht dem Haupterwerb des Einkommens dient. Dies gilt sowohl zeitlich, als auch finanziell. Daher ist ein Nebenjob zumeist ein Minijob, also eine Beschäftigung auf 450-Euro-Basis.

Wer Rente bezieht, kann zwar ebenfalls einen Minijob ausüben, dieser ist jedoch nicht als Nebenjob definiert, da man keiner Haupttätigkeit nachgeht.

Die Gründe, eine zweite Beschäftigung auszuüben, sind unterschiedlich. Sie reichen von finanziellen Engpässen über gewachsene Ansprüche beziehungsweise veränderte Umstände bis hin zu einem Bedarf an zusätzlichen sozialen Kontakten oder neuen beruflichen Erfahrungen.

Wo finde ich einen Nebenjob?

Wer sich in lokalen Anzeigenblättern oder im Internet umsieht, dürfte meist kein Problem haben, einen Nebenjob in der Nähe zu finden. Gelegenheitsjobs werden in den unterschiedlichsten Branchen angeboten. Für jeden Bedarf, jede Fähigkeit und jedes Alter scheint etwas dabei zu sein. Insbesondere für ältere Arbeitnehmer gibt es eine Reihe von Stellenangeboten und dabei muss es nicht immer der berühmte Nachtwächter sein.

Beispiele für einen Nebenjob

Wer berufstätig ist, ist in den meisten Fällen zeitlichen Einschränkungen unterworfen. Meist bleibt für den Nebenjob daher nur die Heimarbeit beziehungsweise eine Tätigkeit als Aushilfe an freien Tagen oder am Wochenende. Wir haben in diesem Zusammenhang einige Beispiele für seriöse Nebenjobs:

  • Fahrertätigkeit

    Restaurants und Lieferdienste sind immer auf der Suche nach Fahrern, die gerade am Wochenende Speisen ausliefern. Wer über einen Führerschein und idealerweise über ein eigenes Auto verfügt, dürfte kein Problem haben, hier einen Nebenjob zu finden. Auch Taxifahrer werden häufig gesucht. Jedoch sollte die Tätigkeit am Wochenende oder Abends ihre Arbeitsleistung in der Haupttätigkeit nicht negativ beeinflussen.

  • Putzhilfe

    Der Klassiker unter den Nebenbeschäftigungen. Die meisten Stellen als Putz- oder Haushaltshilfe werden jedoch immer noch inoffiziell vergeben, das heißt ohne dass der Nebenjob angemeldet ist. Zu Ihrem eigenen Vorteil sollten Sie daher darauf achten, dass die Tätigkeit offiziell als Minijob deklariert ist.

  • Statist

    Nicht nur junge Menschen werden bei Serien-Produktionen oder im Theater als Statisten gesucht. Auch ältere Rollen werden gerne vergeben. Zumeist wird so ein Job pauschal pro Tag vergütet und je nach Umfang sind Hotelübernachtung und Catering ebenfalls inklusive.

  • Babysitter

    Wer gut mit Kindern umgehen kann, findet als Babysitter möglicherweise genau den richtigen Nebenjob für sich. Meist wird jedoch ein Netzwerk aus mehreren Kunden benötigt, um regelmäßig Geld verdienen zu können.

  • Verkäufer

    Nicht nur Geschäfte suchen Verkäufer. Es gibt auch viele Menschen, die sich neben ihrem Beruf ein kleines Onlinebusiness aufbauen, in dem sie einen Ebay-Shop aufmachen, in dem sie eigene Waren, aber auch Second-Hand-Artikel von Freunden und Bekannten verkaufen.

  • Lektor

    Wer sprachlich und grammatikalisch sattelfest ist, kann seine Dienste als Lektor anbieten und Texte nachbearbeiten. Dafür gibt es eigene Plattformen, die ihre Mitarbeiter zumeist nach Wörtern bezahlen. Wer über Fremdsprachenkenntnisse verfügt, kann zudem Übersetzungsdienste anbieten. Auch Online-Shops oder Blogs suchen Mitarbeiter, die vom heimischen Rechner aus Texte schreiben oder redigieren.

  • Marktforschung

    Der Verdienst ist zwar nicht besonders hoch, doch wer Interesse daran hat, Umfragen zu beantworten oder Produkte zu testen, kann über die Masse schon einen ansehnlichen Zuverdienst erwirtschaften. Der Vorteil ist, dass Sie sich die Zeit völlig frei einteilen können. Das gilt auch für eine Tätigkeit als Testkäufer.

  • Callcenter-Agent

    Einige Callcenter, aber auch Meinungsforschungsinstitute suchen Personal, das von Zuhause aus Inbound- und Outbound-Telefonate führt. Wie bei allen Dienstleistungsjobs ist freundliches Verhalten der Kundschaft gegenüber Grundvoraussetzung; weitere Erfahrung ist meist nicht notwendig.

  • Nachhilfelehrer

    Ein Nebenjob, der gerne von examinierten Lehrern ausgeübt wird. Das Bequeme ist in diesem Zusammenhang: Die Schüler kommen zu Ihnen nach Hause. Es gibt allerdings auch Lernkreise oder Schulen mit Betreuung über den Nachmittag, wo Nachhilfelehrer zum Einsatz kommen.

Anbieter von Nebenjobs

Wer auf der Suche nach einem Nebenjob ist, muss sich zunächst durch ein unübersichtliches Angebot an Stellenanzeigen arbeiten. Viele davon sind seriös, manche aber auch nicht. Unseriöse Nebenjobs können Sie aber meist schnell und einfach identifizieren.

Zum einen deutet häufig bereits die Wortwahl auf einen Nebenjob hin, der nicht seriös ist. Meist werden in diesem Zusammenhang gerne folgende oder vergleichbare Formulierungen verwendet:

  • „Investieren Sie in Ihre Zukunft“
  • „Einfach und problemlos Geld verdienen“
  • „Eine Methode, die wirklich funktioniert“
  • „Innerhalb kurzer Zeit erzielen Sie schnell einen hohen Ertrag“

Zudem deuten weitere Indizien auf einen unseriösen Nebenjob hin. Wenn es sich nicht gerade um ein privates Angebot, sondern einen kommerziellen Anbieter handelt, können dies zum Beispiel folgende Anhaltspunkte sein:

  • Kein (vollständiges) Impressum auf der Internetseite
  • Anonyme Freemail-Adresse beziehungsweise nur eine Handynummer als Kontaktmöglichkeit
  • Unrealistische Honorarversprechungen
  • Forderung von finanziellen Vorleistungen

In solchen Fällen sollten Sie von den Angeboten die Finger lassen und sich anderweitig orientieren.

Seriöse Anbieter von Nebenjobs finden Sie unter anderem auf folgenden Seiten:

  • Mysurvey
    Hier können Sie an Online-Umfragen teilnehmen, Ihre Meinung äußern und dafür auch noch Prämien erhalten. Oft geht es dabei um Produkte oder Dienstleistungen.
  • Fotolia
    Wer ein geübtes Auge für schöne Motive hat, ist hier genau richtig. Sie brauchen nur eine gute Kameraausrüstung und können sich direkt anmelden, dann können Sie Ihre eigenen Fotos in dieser Fotobörse verkaufen.
  • Textbroker
    Wer schreiben kann, ist bei der Heimarbeit ohnehin im Vorteil: Für die wachsende Zahl der Online-Shops und Webseitenbetreiber werden ständig Texter gesucht. Auch bei Textbroker. Schlechte und fehlerhafte Manuskripte erzielen hier allerdings nur 0,7 Cent pro Wort; wer dagegen professionelle, stilistisch ansprechende Texte in journalistischer Qualität abliefert, erhält 4 Cent. Für 1000 Worte sind das aber auch gerade mal 40 Euro. Aber wie gesagt: Das ist keine Profession, sondern ein Nebenjob.
  • Content
    Die Alternative zu Textbroker ist Content.de. Bezahlung und Konditionen sind vergleichbar. Und die Vergütung wird unmittelbar nach Abnahme des Auftrages dem Konto gutgeschrieben. Der Auftrag muss innerhalb von drei Werktagen vom Auftraggeber abgenommen werden. Andernfalls wird der Betrag automatisch gutgeschrieben. Das klingt zumindest fair.

Weitere Nebenjobangebote finden Sie hier:



Rechtliches zum Nebenjob

Rechtliches zum NebenjobWer einen Nebenjob annimmt und diesen als Minijob bestreitet, gilt dort als geringfügig beschäftigt . Diese Tätigkeit wird durch den Arbeitgeber mit einer einheitlichen Pauschalsteuer und Sozialversicherungsabgaben belegt.

Das bedeutet aber auch, dass der Nebenjob für Sie selbst quasi sozialabgaben- und steuerfrei ist. Erst wenn Sie über der 450-Euro-Grenze liegen, müssen Sie die Tätigkeit entsprechend versteuern. Auch die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung müssen Sie dann bezahlen. Dies kann jedoch insbesondere im Hinblick auf Ihre Rentenversicherung auch durchaus lohnenswert sein.

Immer wieder kommt im Zusammenhang mit einem Nebenjob die Frage auf, ob der Arbeitgeber diese zweite Beschäftigung untersagen kann. Die gute Nachricht: Ohne einen guten Grund darf er das nicht. Arbeiten Sie jedoch im Nebenjob für die Konkurrenz oder beeinträchtigt dieser Ihre Arbeitsleistung erheblich, so darf er Ihnen selbstverständlich die Tätigkeit verbieten beziehungsweise bei Nichtbeachtung auch die Kündigung aussprechen. Fairerweise sollten Sie daher Ihren Chef über den Nebenjob informieren.

[Bildnachweis: Krakenimages.com by Shutterstock.com]
8. März 2020 Redaktion Icon Autor: Herbstlust Redaktion

Die Herbstlust-Redaktion besteht aus erfahrenen Autoren mit langjähriger Berufserfahrung. Trotz sorgfältiger Recherche erheben die Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informieren lediglich allgemein. Der vorliegende Artikel kann eine fachliche oder ärztliche Beratung nicht ersetzen.

Weiter zur Startseite

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Details

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen