Positiv denken: Ultimative Übungen für mehr Lebenslust

Menschen, die positiv denken, sind zufriedener und glücklicher mit ihrem Leben. Die gute Nachricht: Jeder kann das für sich erreichen. Positives Denken ist keine Frage des Alters oder der Erfahrungen. Es ist eine Frage der Einstellung. Auch wenn Sie Schlimmes in Ihrem Leben erlebt haben, können Sie etwas an Ihrer Gefühlslage ändern. Wir geben hilfreiche Tipps und zeigen Ihnen anhand wissenschaftliche Methoden, wie sich positives Denken trainieren lässt…

Positiv denken: Ultimative Übungen für mehr Lebenslust

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Was heißt positiv denken?

Hinter positivem Denken steht ein Konzept, das die Aufmerksamkeit auf eine konstruktive Herangehensweise lenken will. Jedoch heißt das mitnichten, die Welt durch eine rosa Brille zu sehen. Jeden Tag erleben wir viele unterschiedliche Situationen. Wir bewerten diese und nehmen Einfluss darauf, wie wir sie wahrnehmen. Damit beeinflussen wir aber auch den weiteren Verlauf einer Situation.

Leider nicht immer zum Guten. Ein bekanntes Beispiel ist das Bild von einem Glas, das zur Hälfte gefüllt ist: Während eine Person es als halb leer empfindet, sagt eine andere, es sei halb voll. Wir können unser Denken lenken und uns entscheiden, worauf wir unseren Blick wenden: auf die Ressourcen und die Potenziale, die in uns schlummern. Oder aber auf das, was uns fehlt.

Positiv denken und realistisch bleiben

Noch aus der Steinzeit stammt unser katastrophisches Gehirn: So bezeichnete der amerikanische Psychologe Martin Seligman die Tatsache, dass wir tendenziell immer das Schlimmste annehmen – um so für den Ernstfall gewappnet zu sein. So entgehen uns allerdings Chancen und Alternativen. Die sind nicht weniger realistisch – aber wir sehen sie häufig nicht, weil wir das Negative fokussieren.

Positiv Denken bedeutet, dass wir uns umorientieren. Weg von Defiziten oder Frustration und stattdessen hin zu den Möglichkeiten. Statt der Schwierigkeiten und Gefahren die Chancen zu sehen. Statt den Mangel zu beklagen, dankbar sein für das, was was man hat. Wir haben die Wahl und können uns von den negativen Erlebnissen überfluten und handlungsunfähig machen lassen oder wir lenken aktiv die Aufmerksamkeit auf das Positive. Wer positiv denkt und optimistisch durch das Leben geht, ist genauso Realist wie der Pessimist. Der Unterschied liegt lediglich darin, worauf er fokussiert.

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8 Tipps zum positiven Denken

Negative Gedanken sind unnötige Energieräuber. Daher geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, mit denen Sie Ihre Gedanken lenken können:

  1. Vergleichen Sie sich nicht
    Bewerten Sie Ihr eigenes Leben nicht, indem Sie sich mit anderen Menschen vergleichen. Es wird immer Menschen geben, denen es (vermeintlich) besser geht: Menschen, die mehr Geld haben, deren Familienleben intakt ist oder die schönere Reisen machen. Vergleichen macht Sie nur unglücklich. Konzentrieren Sie sich auf sich selber und erfreuen Sie sich an dem, was Sie haben und was Sie können.
  2. Fokussieren Sie sich auf Ihre Stärken
    Viele Menschen können spielend leicht ihre Schwächen benennen – bei den Stärken fällt es ihnen jedoch häufig schwerer. Schade, denn das defizitorientierte Denken zieht sie schon herunter, noch bevor sie etwas anpacken. Das ist ungefähr so, wie wenn ein Profi-Stürmer sich selbst sagen würde, dass er ohnehin schlechte Kopfbälle macht. Andersherum steigern Sie Ihre Erfolgswahrscheinlichkeit um 50 (!) Prozent, wenn Sie sich Ihrer Stärken bewusst sind und diese stärken.
  3. Lächeln Sie öfter
    Probieren Sie einfach mal aus, was passiert, wenn Sie nur für sich allein lächeln: Ein dezenter Anflug von Glücksgefühlen wird über Sie herziehen. Forscher haben festgestellt, dass durch einen positiven Gesichtsausdruck zügig Glückshormone ausgeschüttet werden. Wenn Sie das nächste Mal schwarzsehen, lächeln Sie doch einfach mal.
  4. Verändern Sie Ihre Körperhaltung
    Es macht einen Unterschied, ob wir krumm und gebückt oder aufrecht und gestreckt gehen. Eine aufrechte Haltung hat einen positiven Einfluss auf uns. „Kopf hoch und Brust raus“ bewirkt in uns Selbstbewusstsein und lässt unseren Energielevel steigen. Wenn wir hingegen eine depressive, gebeugte Haltung einnehmen, erinnern wir eher negative Situationen, die zu einer schlechten Stimmung führen. Wenn Sie das nächste Mal niedergeschlagen sind, wagen Sie ein Experiment: Stellen Sie sich aufrecht hin – und lächeln Sie.
  5. Lernen Sie loszulassen
    Nicht selten hängen Menschen negativen Erlebnissen, Kränkungen und Enttäuschungen nach. Das verleitet leicht dazu, sich im Elend zu suhlen. Aber Vergangenes können Sie nicht ändern. Was Sie hingegen ändern können, ist die Zukunft. Trennen Sie sich von dem alten Ballast und blicken Sie nach vorne. Dazu kann es hilfreich sein, wenn Sie anderen ihre Fehler verzeihen.
  6. Reduzieren Sie Ihren Nachrichtenkonsum
    Ob Nachrichten zur Corona-Pandemie, Krieg oder andere Krisen: Je mehr (negative) Nachrichten sie hören, um so mehr fürchten sich viele. Es entsteht der Eindruck, es gäbe nur noch Schlimmes auf der Welt. Überprüfen Sie darum Ihren Nachrichtenkonsum und wie er sich auf Sie auswirkt. Wenn Sie feststellen, dass Sie übellaunig werden, dann reduzieren Sie besser Ihren Konsum. Unterbinden Sie, dass Sie von negativen Nachrichten regelrecht bombardiert werden.
  7. Meiden Sie Miesepeter
    Dieser Tipp klingt in Ihren Ohren vielleicht hartherzig oder egoistisch. Es gibt Menschen, die alles schwarzsehen, und uns mit ihrer permanent schlechten Laune und Sicht auf das Leben runterziehen. Diese Leute haben einen negativen Einfluss auf uns und deshalb sollten wir sie meiden. Suchen Sie Menschen in Ihrer Umgebung, deren Lebenseinstellung Sie aufbaut.
  8. Sorgen Sie für Bewegung
    Bewegung hat mehrere Vorteile: Als Spaziergang trägt er zum Stressabbau bei, da die grüne Natur beruhigende Wirkung hat. Gleichzeitig tun Sie etwas für Ihre Gesundheit. Bewegung ist vor allem wichtig, wenn Sie ansonsten viel sitzen. Wer richtig Sport treibt und ins Schwitzen kommt, kurbelt außerdem die Ausschüttung von Glückshormonen an.
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6 Übungen zum positiven Denken

Sie können positives Denken regelmäßig in Ihr Leben integrieren. Wie? Dazu haben wir einige Ideen:

1. Gutes entdecken

Wenn Sie positiv denken wollen, tun Sie das mit realistischem Optimismus: Zuerst akzeptieren Sie die Situation so wie sie ist. Dann analysieren Sie die Situation. Sie werden feststellen, dass es selbst in schweren Situationen noch positive Aspekte gibt:

  • Sie haben gerade erfahren, dass Sie eine schwere Krankheit haben. Das ist belastend, aber Sie können dankbar dafür sein, dass sie entdeckt wurde und die Ärzte alles Notwendige veranlassen können.
  • Sie haben Ihren Job verloren, aber in den nächsten Monat sind Sie erst einmal durch Abfindung finanziell abgesichert und danach erhalten Sie Arbeitslosengeld. Sie haben Zeit, sich neu zu orientieren.
  • In Ihr Haus wurde eingebrochen und wertvolle Gegenstände gestohlen. Aber Dinge mit Erinnerungswert, die einen ideellen Wert für Sie haben, wurden nicht entwendet.

2. Aufmerksamkeit entziehen

Entziehen Sie negativen Gedanken die Aufmerksamkeit. Lenken Sie Ihre Gedanken auf etwas, was Ihnen Freude bereitet, dann haben die negativen Gedanken weit aus weniger Einfluss auf Sie. So funktioniert es: Wenn Sie feststellen, dass eine Sorge oder ein Selbstvorwurf Sie beschäftigt, dann ziehen Sie selber einen Schlussstrich darunter und wenden Sie sich anderen Dingen zu. Bedenken Sie: Ihre Sorge wird nichts an Ihrer Situation verändern und hilft Ihnen in keiner Form weiter. Warum Lebensenergie an sie verschwenden?

3. Dankbarkeitstagebuch schreiben

Sie sehen nur noch alles in Grau oder sogar in Schwarz? Dann wird es Zeit, dass Sie schriftlich Tag für Tag festhalten, was Ihnen Gutes widerfahren ist. Es gibt ganz sicher Dinge in Ihrem Leben, für die Sie dankbar sein können. Schreiben Sie jeden Tag – ritualisiert am Morgen oder am Abend – drei gute Dinge auf, die Ihnen widerfahren sind. Es ist nicht schlimm, wenn Sie zunächst immer die gleichen Sachen aufschreiben. Wichtig ist, dass Ihnen klar wird, dass Positives in Ihrem Leben passiert. Mit der Zeit werden Sie immer mehr schöne Sachen entdecken und festhalten.

4. Höhepunkte festhalten

Auch insgesamt betrachtet sind Ihrem Leben gute Dinge geschehen. Nehmen Sie sich darum einmal Zeit und schauen Sie zurück auf Ihr Leben:

  • Wie war Ihre Kindheit? Wie sind Sie aufgewachsen? Welche Freunde hatten Sie? Was durften Sie lernen – Musikinstrumente, Sportarten?
  • Konnten Sie einen Schulabschluss erreichen?
  • Haben Sie eine Ausbildung oder ein Studium absolviert?
  • Wie war Ihr Freundeskreis? Gibt es eventuell einen Freund, den Sie noch heute haben?
  • Haben Sie einen Partner für’s Leben gefunden und gute Zeiten mit ihm erlebt?
  • Durften Sie Kinder groß ziehen und diese stehen heute auf eigenen Beinen?
  • Gab es schwierige Situationen, die Sie gemeistert haben?
  • Konnten Sie größere Projekte abschließen?

Halten Sie die vielen positive Erlebnisse auf einem Plakat schriftlich fest. Sie können das Plakat auch als Collage gestalten und mit Fotos oder Zeichnungen ergänzen. Es ist ein Hingucker, der Sie mit Stolz und Freude erfüllen wird.

5. Erfolge belohnen

Manchmal benötigt es viel Kraft, den Alltag nebst anstehender Arbeiten zu erledigen. Wenn Sie positiv denken, können Sie das akzeptieren und sagen: „Ja, das war viel. Und deshalb habe ich mir heute eine Belohnung verdient.“ Die Belohnungen können unterschiedlich ausfallen:

  • Ein interessanter Film
    Kein Berieseln nebenher vom Fernseher, sondern das bewusste Anschauen einer Geschichte.
  • Ein Buch von Ihrem Lieblingsautor
    Genießen Sie die Ruhe und freuen sich auf das Eintauchen in eine andere Welt.
  • Ein Strauß mit Ihren Lieblingsblumen
    Sich selber beschenken und die wunderbaren Blumen auf dem Tisch erblicken, das erfreut.
  • Eine ausgewählte Flasche Wein
    Sich von dem Weinhändler Ihres Vertrauens beraten lassen und ein exquisites Stöffchen nach der Arbeit öffnen. Cheers.
  • Eine Auswahl Ihrer Lieblingspralinen
    Kein „Nebenhernaschen“, sondern ein bewusstes Schmecken der feinen süßen Aromen.
  • Einmal Sonnen im Solarium
    Nach einem anstrengenden Tag die wohltuende Wärme genießen.

Hinter all diesen Ideen steht der Gedanke, dass Sie stolz auf sich sein können, weil Sie etwas erreicht haben.

6. Meditationen praktizieren

Ähnlich wie beim Beten sind wir beim Meditieren ganz in uns versunken. So sorgt eine Meditation für einen klaren Geist und innere Ruhe. Wer vor lauter Sorgen gestresst ist, lenkt in der Meditation seinen Geist auf das Hier und Jetzt. Und das lässt sich wissenschaftlich nachweisen: Meditationen steigern die Konzentration und erhöhen sogar die Lebenserwartung. Ein Grund dafür ist die gesteigerte Freude und Lebensenergie.

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Positiv denken: Sprüche, die Kraft geben

Viele große Dichter und Denker kennen die Kraft des positiven Denkens. Wir haben einige inspirierende Sprüche gesammelt:

  • „Positiv denken bedeutet nicht, dass Du immer gut drauf sein musst. Es bedeutet nur, dass Du Dir an schlechten Tagen bewusst machst, dass auch wieder gute Tage kommen werden.“ (Unbekannt)
  • „Denken müssen wir ja sowieso. Warum dann nicht gleich positiv?“ (Albert Einstein)
  • „Wenn Du Deine Sicht auf die Dinge veränderst, verändern sich die Dinge, die Du siehst.“ (Wayne Dyer)
  • „Positive Taten setzen eine positive Einstellung voraus.“ (Dalai Lama)
  • „Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • „Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.“ (Pearl S. Buck)
  • „Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.“ (Franz Kafka)
  • „Ich mag Menschen, die mir Kraft geben, anstatt sie mir zu rauben.“ (Unbekannt)
  • „Jedem Gedanken wohnt eine entsprechende Wirkung inne.“ (Rumi)
  • „Eine ruhige See hat noch keinen guten Seemann hervorgebracht.“ (Bretonisches Sprichwort)

Viele weitere positive Sprüche, die Kraft geben und inspirieren, finden Sie HIER:

Positive Sprüche

Warum sich positives Denken lohnt

Sie haben sich auf den Weg gemacht und wollen Ihr Denken beeinflussen? Das bleibt nicht ohne Folgen. Bald werden Sie Veränderungen bemerken:

  • Positives Denken macht glücklicher
    Unser Geist ist wie ein Gefäß, das gefüllt wird. Die Frage ist, womit wir es füllen. Wenn Sie Ihr Erleben anreichern mit vielen guten Gedanken wird sich das unweigerlich auf Ihre Gefühlswelt auswirken. Sie werden mehr Lebensfreude empfinden.
  • Positives Denken öffnet für Neues
    Wer negativ denkt und nicht daran glaubt, dass er etwas schaffen kann, hemmt sich selber. Menschen, die nur auf die Blockaden und Gefahren schauen, werden nichts Neues ausprobieren. Stattdessen werden sie immer in ihrer Welt gefangen bleiben. Wer aber positiv an seine eigene Kraft glaubt, und daran, dass er etwas bewirken kann, wird sich aus seinem gewohnten Radius heraus bewegen und Neues wagen.
  • Positives Denken macht gesünder
    Wenn Sie darauf vertrauen, dass Ihr Körper Heilungskräfte hat, werden in einem Krankheitsfall auch geweckt. Wer an seine Heilung glaubt, kann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Krankheiten besiegen – dazu gibt es Studien aus der Medizin.
  • Positives Denken stärkt das Selbstwertgefühl
    Wer positiv denkt, kann Misserfolge besser ertragen. Er gibt nicht auf, weil es es einmal nicht geschafft hat. Er kämpft weiter und wird Erfolgserlebnisse erzielen. Oder wie der berühmte Erfinder Thomas A. Edison einmal sagte: „Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren.“

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[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

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