Solebad: Was Sie bei einer Salztherme beachten sollten

Ein Solebad ist in vielen Thermalbädern ein fester Bestandteil des Angebots. Das salzige, warme Wasser soll gegen vielerlei Erkrankungen helfen. Darüber hinaus trägt es zur Erholung und so zum subjektiven Wohlbefinden bei. Wir zeigen, für was genau ein Solebad gut ist und ob es vielleicht sogar Nebenwirkungen gibt. Außerdem geben wir Tipps, wo Sie ein Solebad in der Nähe finden beziehungsweise wie Sie alternativ ein Solebad zuhause genießen können.

Solebad: Was Sie bei einer Salztherme beachten sollten

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Für was ist ein Solebad gut?

Ein Solebad wird alternativ oft gerne als Salztherme bezeichnet. Und damit ist im Prinzip schon erklärt, worum es sich dabei handelt. Solebäder sind salzige Thermen. Das Salzwasser kommt wie die anderen Thermalwässer aus der Erde – meist aus einer sogenannten Salzgrotte.

Diesem salzigen Heilwasser werden dabei positive Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden nachgesagt. So soll ein Solebad zum Beispiel bei folgenden Problemen unterstützend helfen:

  • Hauterkrankungen
  • Allergien
  • Blasenerkrankungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Nierenprobleme
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Wechselbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Augenerkrankungen
  • Erkältungen
  • Rheuma

Grundsätzlich unterstützt ein Solebad die venöse Durchblutung. Das trägt dazu bei, dass der Organismus zu vermehrter Schweißbildung angeregt wird. Die Folge dieser Entwässerung soll eine Entschlackung sein. Klare wissenschaftliche Belege, dass diese auf die oben genannten Erkrankungen eine maßgeblich positive Auswirkung hat, fehlen dabei jedoch.

Trotzdem berichten viele Betroffene dieser Krankheiten davon, dass ein Solebad eine (zumindest kurzfristige) positive Wirkung auf ihr Wohlbefinden nimmt. Was davon subjektive Wahrnehmung und welchen Anteil die objektiv messbare Wirkungsweise ist, lässt dabei sich nur schwer voneinander trennen.

Wie ist das Wasser in einem Solbad?

Das Wasser in einem Solebad ist – und das mag vermutlich kaum überraschen – salzig. Mindestens 14 Gramm Salz pro Liter Wasser müssen vorhanden sein, damit sich eine Therme den Beinamen Solebad geben darf.

Theoretisch kann ein Liter Wasser bis zu 260 Gramm Salz aufnehmen. Dies ist aber für ein Solebad zu viel. Maximal sechs Prozent darf der Salzgehalt einer Salztherme betragen. Je näher an diesen Wert herangereicht wird, umso wirkungsvoller ist das Wasser.

Der natürliche Ursprung ist außerdem eine weitere Voraussetzung. Das gewöhnliche Kochsalz wird ebenfalls oft aus unterirdischen Vorkommen gewonnen. Nachträglich zugegebenes Salz hat daher tatsächlich die gleiche Wirkung wie ein Solebad. Trotzdem darf sich ein Kurbad nur dann als Solebad bezeichnen, wenn das Salzwasser direkt aus der Erde (gefiltert und aufbereitet) in die Becken geleitet wird.

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Solebad in der Nähe finden

Ein Solebad in der Nähe zu finden, ist im Prinzip kaum ein Problem. Die meisten Thermalbäder verfügen über ein Solebad. Nahezu jeder Kurort, der das Wörtchen „Bad“ im Namen trägt, hat eine Salztherme. Deutschlandweit eines der bekanntesten ist dabei das Solebad Schwäbisch-Hall.

Darüber hinaus gibt es noch etliche weitere Solebäder mit einem herausragenden Ruf. Einige besonders beliebte Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Werne
  • Bad Salzdetfurth
  • Wischlingen
  • Niedernhall
  • Bad Wimpfen
  • Stuttgart
  • Bad Dürrheim
  • Freiburg
  • Sonthofen
  • Bad Salzhausen
  • Bad Salzuflen

Ist ein Solebad zuhause möglich?

Trotzdem verfügt nicht jede Gegend über Heil- und Thermalquellen. Zuweilen kann eine Ausflug in ein Solebad eine längere Anfahrt bedeuten.

Wem die Fahrt in ein Thermalbad daher zu weit sein sollte, der kann tatsächlich ein Solebad zuhause nehmen. Dafür müssen Sie nicht ein Solebad für teures Geld kaufen. Es reicht die eigene Badewanne.

Mit Badesalz können Sie die positiven Effekte ganz einfach selbst erzeugen. Manche verwenden dazu sogar einfaches Kochsalz. Dieses verfügt zwar nicht über wohltuende Gerüche und Aromaöle. Es erfüllt aber trotzdem den gleichen Zweck.

Zur Verwendung von Badesalz raten wir dennoch aus zwei Gründen. Zum einen ist es tatsächlich günstiger, da Sie für ein Vollbad ungefähr 100 Gramm Kochsalz benötigen würden. Außerdem ist Badesalz leichter im Wasser löslich. Die entspannenden Düfte vermitteln zusätzliches Wohlgefühl.

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Nebenwirkungen Solebad: Gesundheitsrisiko vorhanden?

Wo Wirkungen auf den Körper vorhanden sind, gibt es meist auch Nebenwirkungen. Beim Solebad ist das nicht anders. Je nachdem, wie oft und wie lange Sie ein Solebad anwenden, können unerwünschte Wirkungen eintreten.

Zum einen kann ein längerer Aufenthalt in einem Salzbad den Körper dehydrieren. Durch die stärkere Durchblutung der Venen und die erhöhte Schweißabgabe verlieren wir Flüssigkeit. Da wir uns im Wasser befinden, bemerken wir diesen Prozess gar nicht. Oder wenn, dann nur, wenn es zu spät ist. Nämlich dann, wenn wir ein erhöhtes Durstgefühl wahrnehmen oder kurzfristig unter starkem Harndrang leiden.

Das ist an und und für sich noch kein Problem, wenn es sich um einen kurzfristigen Effekt handelt. Vermehrtes Trinken kann diesen Effekt schnell ausgleichen. Allerdings wirkt sich dieser Prozess darüber hinaus auf unser Herz-Kreislauf-System aus. Wer folglich unter Herzschwäche leidet, sollte mit einem Solebad eher zurückhaltend sein. Am besten besprechen Sie dies grundsätzlich mit Ihrem Arzt, bevor Sie zum erstem Mal eine Salztherme nutzen.

Solebad Anwendung: So lange kann man im Solebad bleiben

Und selbst gesunden Menschen können der Druck, die Wärme und der Salzgehalt des Wassers auf den Kreislauf schlagen. Die Blutgefäße werden geweitet und die Durchblutung gefördert. Dieser Zustand sollte nur eine begrenzte Zeit im Körper der Fall sein.

Als grober Richtwert gilt daher ein maximales Zeitfenster zwischen 20 und 30 Minuten. Länger sollten Sie keinesfalls im Solebad verbringen.

Da die meisten Thermalbäder über mehrere Angebote und Becken verfügen, empfehlen wir den Wechsel. Erholen Sie sich an einem ruhigen Platz und nutzen im Anschluss besser noch einmal ein Becken mit kaltem Wasser.

Die Ruhepause dazwischen ist dabei wichtig, um den Organismus nicht gleich mit einem zu großen Temperaturunterschied zu schocken. Ohnehin ist der Aufenthalt in einem Thermalbad eine ruhige und erholsame Sache und sollte nicht in Leistungsdruck und Stress ausarten.

Ist eine Salztherme tatsächlich heilsam?

Wie erwähnt, fehlen für die Heilwirkung eines Solebads bei vielen Erkrankungen noch wissenschaftliche Belege. Das bedeutet dennoch nicht, dass ein Solebad völlig sinnlos ist. Die stärkere Durchblutung der Venen kann durchaus unterstützende Wirkung bei der therapeutischen Behandlung der erläuterten Krankheiten haben.

Als einzige Therapie ist die Wirkung eines Solebads allerdings zu schwach. Vor allem deshalb, weil die Patienten ja wie aufgezeigt nicht zu lange im Wasser verbleiben sollten.

Nicht zu unterschätzen ist aber die subjektive Einstellung. Der positive Effekt eines Salzbades ist bei vielen Menschen in erster Linie auf der psychologischen Ebene zu suchen. So lässt sich im Solebad prima abschalten und sogar vor sich hin träumen. Vorausgesetzt, Sie suchen sich für den Aufenthalt in der Therme nicht gerade die Stoßzeiten heraus, in denen jeder ins Bad strömt.

Noch dazu ist ein Solebad nicht losgelöst von den anderen Spa-Angeboten zu betrachten. Meist gönnen sich die Erholungssuchenden einen regelrechten Wellness-Tag. Das Solebad ist dabei nur ein Mosaiksteinchen im umfangreichen Warenkorb von Wellness-Einrichtungen.

Gute Thermalbäder bewerben ihr Solebad daher eher mit dem Erholungs- und zuweilen sogar Spaßfaktor. Der gesundheitsfördernde Aspekt steht in der Darstellung gegenüber der Öffentlichkeit meist tendenziell in der zweiten Reihe.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informiert Sie nur allgemein. Er kann und soll eine medizinisch-ärztliche Beratung nicht ersetzen. Vor der Einnahme eines Medikamentes lesen Sie bitte die Packungsbeilage sorgfältig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

[Bildnachweis: Kudia by Shutterstock.com]

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