Tollwut: Ansteckung, Symptome, Impfung

Bei Reisen in ferne Länder spielen verschiedene Krankheiten eine Rolle, die in Deutschland als ausgerottet gelten. Eine davon ist die Tollwut. Sie wird von Tieren übertragen und verläuft tödlich, sofern nicht umgehende Sofortmaßnahmen ergriffen werden. Glücklicherweise kann man der Tollwut vorbeugen: mit einer Impfung. Wir erläutern Übertragung, Symptome, Impfschema und Verbreitung der Tollwut bei Mensch und Hund.

Tollwut: Ansteckung, Symptome, Impfung

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Tollwut Mensch: Symptome und Verlauf

Beim Thema Tollwut gibt es noch immer große Verunsicherung: Was passiert bei Tollwut beim Menschen? Wann treten die ersten Symptome bei Tollwut auf? Und welche sind das?

Tollwut ist eine gefährliche Krankheit, die bei gleichwarmen Tieren vorkommt und von diesen auf den Menschen übertragen werden kann. Wer sich mit Tollwut infiziert hat, merkt dies nicht sofort. Der Virus braucht ungefähr zwei bis acht Wochen bis er den Körper so befallen hat, dass dieser erste Symptome einer Erkrankung aufzeigt. Es wurde sogar schon von Fällen berichtet, bei denen die Inkubationszeit sogar einige Jahre betrug, was jedoch der Ausnahmefall ist.

Grundsätzlich kann man als Faustregel festhalten, dass die Inkubationszeit von Tollwut umso länger ist, je weiter die Eintrittsstelle vom Gehirn entfernt ist. Wenn sich der Erreger dort ausgebreitet hat, verläuft die Krankheit in drei Stadien:

  1. Prodromalstadium

    Wer sich mit Tollwut infiziert hat, durchläuft zunächst eine Phase, in der es zu eher unspezifischem Unwohlsein kommt: Übelkeit, Durchfall und Erbrechen sowie Kopf-, Bauch und Gliederschmerzen in Kombination mit Fieber und selten auch Husten deuten zunächst eher auf eine Magen-Darm-Verstimmung oder eine Grippeerkrankung hin. Diese Symptome werden jedoch zunehmend stärker statt schwächer, zudem schmerzt oder juckt die Bissstelle.

  2. Exzitationsstadium

    Die zweite Phase der Tollwut gilt als akutes neurologisches Stadium. Gehirn und Nervensystem werden angegriffen, was sich zunächst darin äußert, dass die Patienten eine Angst und Abscheu vor Wasser und anderen Getränken entwickeln, da sich beim Schlucken die Muskulatur schmerzhaft verkrampft. Viele Erkrankte schlucken nicht einmal ihren Speichel, weswegen er oftmals aus dem Mund fließt. Zudem verändern sich die Persönlichkeits- und Gemütszustände der betroffenen Personen, die entweder apathisch oder aggressiv werden – oftmals im Wechsel.

  3. Paralysestadium

    In der finalen Phase der Krankheit treten erste Lähmungserscheinungen auf, die mit der Zeit immer stärker werden. Der Patient fällt ins Koma und stirbt schlussendlich an Atemlähmung.

Tollwut überlebt: Ist das möglich?

Wie tödlich ist Tollwut? Ist Tollwut beim Menschen heilbar? Was sollte man dazu nach einem Tierbiss im Ausland umgehend tun? Um eine Chance gegen den Tollwuterreger zu haben, sollte sicherheitshalber unbedingt immer sofort ein Arzt aufgesucht werden. Es empfiehlt sich zwar als Maßnahme zur ersten Hilfe, die Wunde so schnell wie möglich gründlich zu säubern und zu desinfizieren. Dies sollte zunächst mit Wasser und Seifen geschehen, anschließend mit Desinfektionsmittel oder Jod. Dies erspart Ihnen trotzdem nicht den Arztbesuch.

Falls Sie nicht geimpft sind, wird Ihnen der Arzt zunächst fertige Antikörper, sogenannte Immunglobuline injizieren. Dies geschieht in der Hoffnung, dass dies noch rechtzeitig möglich ist, um einen Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Außerdem werden abgetötete Viren verabreicht, um die Immunabwehr des Körpers zu aktivieren.

Sobald die Tollwut ausgebrochen ist, kann sie nicht mehr gestoppt werden und endet innerhalb weniger Tage in aller Regel tödlich. Zwar gibt es vereinzelt immer wieder Menschen, die die Krankheit überleben, dies jedoch zu dem Preis, dass sie bleibende und schwere neuronale Schäden davon tragen.

Diagnose selten eindeutig möglich

Zusätzlich zu den Sofortmaßnahmen versucht der Arzt zu analysieren, ob der Erreger in Ihrem Körper zu finden ist. Dies geschieht mit unterschiedlichen Methoden:

  • RNA-Analyse des Speichels
  • Hornhautanalyse des Auges
  • Blutuntersuchung
  • Untersuchung der Wunde

Leider ergeben alle Untersuchungsmethoden keine absolut sichere Diagnose. Eine Tollwut kann beim Menschen erst mit hundertprozentiger Sicherheit nach dessen Tod bestätigt werden.

Besser geeignet wäre theoretisch eine Untersuchung des möglicherweise infizierten Tieres um ein sicheres Ergebnis zu erhalten. Handelt es sich dabei um ein streunendes Wildtier, wird diesem hingegen eher selten habhaft zu werden sein. Davon ist im Übrigen zudem ausdrücklich abzuraten.

Tollwut Hund: So erkennen Sie ein tollwütiges Tier

Ein tollwütiges Tier zu erkennen, ist nicht immer einfach. Es gibt trotzdem einige Eigenschaften, die auf Tollwut bei einem Hund oder einem Wildtier hindeuten können.

Diese sind in erster Linie in einem deutlich veränderten Verhalten zu suchen. Zum Beispiel:

  • Aggressivität und Beißwut
  • Drang zu Selbstverletzungen
  • Übermäßiger Speichelfluss
  • Lähmungserscheinungen und Krämpfe
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Tollwut in Deutschland ausgerottet?

Die medizinische Bezeichnung für die Tollwut zeigt bereits die Gefährlichkeit an: Rabies. Dieser Begriff ist vom lateinischen Verb „rabere“ hergeleitet, was soviel bedeutet wie „toben“ oder „wüten“. Daher wurde die Tollwut früher als „Wutkrankheit“ oder „Hundswut“ bezeichnet.

Typische Träger der Tollwut-Viren (sogenannte Lyssaviren) sind Hunde, Katzen, Füchse, Waschbären aber auch Frettchen oder Dachse. Wenn sich der Erreger erst einmal in seinem Wirt ausgebreitet hat, verursacht er eine Entzündung des Gehirns.

In Deutschland gilt die Tollwut als ausgerottet, doch das stimmt streng genommen nicht ganz. Sie kommt zwar noch vereinzelt bei Fledermäusen vor, die sowieso aufgrund ihrer Konstitution häufig Viren übertragen ohne selbst von Symptomen betroffen zu sein. Dies stellt jedoch aufgrund ihres mangelnden Kontaktes zum Menschen kein Problem dar. Die einzige Ausnahme betrifft höchstens Höhlenkundler.

Ansteckung Tollwut: Indirekte Übertragung möglich?

In den meisten Industrieländern, in denen Tollwut nicht ausgerottet ist, findet sich das Erreger-Virus eher bei Waldtieren. Da diese eher selten direkt mit den Menschen in Kontakt kommen, ist eine Gefahr der Ansteckung lediglich über den Umweg über Haustiere vereinzelt möglich.

Anders sieht es in vielen asiatischen, afrikanischen oder lateinamerikanischen Ländern aus, wo es traditionell viele wilde oder streunende Tiere gibt, die nahe bei den Menschen leben. Gerade Hunde gelten hier als Krankheitsverbreiter.

Durch Kratz- oder Bissverletzungen überträgt sich das Virus auf dem Menschen. Es muss in die Blutbahn gelangen – ein einfacher Kontakt, etwa durch Streicheln, reicht zwar für eine Infektion nicht aus, dennoch sollte man vor fremden Tieren grundsätzlich Abstand halten.

Vor allem Bisse (sogar durch die Kleidung!) sind sehr gefährlich, da das Tier die meisten Viren im Speichel trägt. Aufgrund der Tatsache, dass ein tollwütiges Tier auf den ersten Blick häufig sehr zutraulich wirkt, sollte kein direkter Kontakt zu ihnen gesucht werden, sondern möglichst Abstand gehalten werden. Bereits ein Schlecken an einer offenen Hautstelle kann für eine Infektion ausreichen. Ebenso sollten Sie das Berühren von Tierkadavern vermeiden.

Eine indirekte Übertragung von Mensch zu Mensch durch eine Tröpfcheninfektion wie Husten oder Niesen oder eine Schmierinfektion ist hingegen absolut ausgeschlossen. Die an Tollwut erkrankte Person kann das Virus theoretisch allerdings ebenso weitergeben wie ein Tier, was aber in der Praxis so gut wie nie vorkommt.

Wo kommt Tollwut vor?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit fast 60.000 Menschen an Tollwut sterben, davon die meisten in Asien (60 Prozent) und Afrika (36 Prozent). Die Dunkelziffer könnte sogar um ein Vielfaches über diesen Schätzungen liegen.

Indien hält dabei mit 35 Prozent aller weltweiten Todesopfer den traurigen Rekord, was zu großen Teilen an den vielen streunenden Hunden festgemacht wird. Gerade Welpen gelten in diesem Zusammenhang als besonders gefährlich.

Kenia gilt ebenfalls als sehr gefährdet. Dies soll nicht heißen, dass man in anderen Ländern vor der Tollwut sicher ist. In den USA gelten Waschbären als ein großer Infektionsherd, in Osteuropa sind es Marder oder Füchse. Wer mit Haustieren unterwegs ist, sollte zusätzlich vorsichtig sein und diese auf jeden Fall impfen lassen.

Daher sollten Sie sich vor Ihrer Reise unbedingt darüber informieren, ob im entsprechenden Land eine Tollwut-Gefahr herrscht.

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Tollwut Impfung: Hund und Mensch schützen

Da die Tollwut im Falle einer Erkrankung tödlich verläuft, empfiehlt es sich, eine Impfung durchführen zu lassen. Diese kann auf zwei Arten geschehen:

  • Vorbeugend
  • Nachträglich

Wer weiß, dass er in ein Tollwut-Gebiet reist, sollte sich sicherheitshalber und prophylaktisch dazu entschließen, sich und sein mitreisendes Haustier gegen den Erreger impfen zu lassen. Dabei werden tote beziehungsweise stark abgeschwächte Tollwut-Viren injiziert, damit der Körper entsprechende Antikörper entwickeln kann.

Wichtig bei Tollwut: Impfschema einhalten

Stellt sich die Frage: Wie oft muss gegen Tollwut geimpft werden? Die Impfung erfolgt in drei Etappen: sieben beziehungsweise 21 Tage nach der ersten Impfung erfolgen die zweite und die dritte. Ungefähr weitere zwei Wochen später hat der Körper dann einen zuverlässigen Schutz aufgebaut.

Wer lieber ein Risiko eingehen möchte, kann darauf vertrauen, dass er im Urlaubsland zeitnah (also wenige Stunden danach) zu einem Tierkontakt einen Arzt findet, der eine nachträgliche Impfung durchführt. Dies funktioniert dann wie oben beschrieben mittels den zwei akuten Maßnahmen. Insgesamt müssen zudem bei einer nachträglichen Impfungen fünf Verabreichungen erfolgen.

Daher ist eine vorbeugende Impfung unbedingt zu empfehlen. Diese wird in aller Regel gut vertragen, von leichter Abgeschlagenheit und einer Reizung der Injektionsstelle einmal abgesehen. Mit weiteren Nebenwirkungen ist nicht zu rechnen. Für die Impfung sollten Sie mit Kosten um die 70 Euro rechnen. Ihr Tropenmediziner berät Sie diesbezüglich gerne.

Tollwutimpfung Hund

Wenn Sie Ihren Hund gegen Tollwut impfen lassen, ist ebenfalls keine gravierende Nebenwirkung zu befürchten. Gerade wenn Sie Ihren Vierbeiner auf Reisen mitnehmen, sollte die Impfung daher unbedingt erfolgen.

Was passiert, wenn der Hund keine Tollwutimpfung hat, kann man sich leicht ausrechnen. Denn selten kann man sein Tier kontrollieren, wenn es neugierig mit streunenden Hunden im Ausland in Kontakt treten möchte.

Bedenken Sie: Eine Ansteckung Ihres Hundes mit Tollwut bedeutet immer ein erhebliches Ansteckungsrisiko für Sie.

Wie lange ist die Tollwutimpfung gültig?

Eine Tollwutimpfung sollte spätestens alle fünf Jahre aufgefrischt werden. Beim Haustier sogar alle zwei bis drei Jahre.

Andernfalls riskieren Sie einen nachlassenden Schutz. Zwar ist dies nicht von dem einen auf den anderen Tag zu befürchten, sukzessive steigt aber das Risiko durchaus.

Ältere Menschen haben oft ein langsameres Immunsystem. Für sie wird eine Auffrischungsimpfung sogar alle drei Jahre empfohlen.

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Reise Knigge: Korrektes Verhalten im Flieger & am Urlaubsort

Jeder möchte sich im Urlaub wohl fühlen. Darüber vergessen einige jedoch, dass sie nicht zu Hause sind. Je nach Zielland können andere kulturelle Sitten herrschen. Allgemein lässt sich sagen: Ihr Verhalten gegenüber Mitreisenden, Personal und Einheimischen sollte höflich und rücksichtsvoll sein. Das gilt auch im Fall von Reisemängeln. Bewahren Sie immer die Ruhe und kommunizieren Sie freundlich. Auf der sicheren Seite sind Sie zudem mit unserem Reise Knigge:

Worauf sollten Sie beim Boarding achten?

Beim Boarding nehmen Sie zügig Ihren Platz ein, aber ohne zu drängeln. Manche Fluglinien lassen die Reisenden nach Priorität oder Sitzplätzen einsteigen. Das Handgepäck verstauen Sie in Ihrem Fußraum. Für große Handgepäckstücke nehmen Sie das Gepäckfach über Ihrem Sitz.

Zuvor sollten Sie sich aber vergewissern, dass Sie nicht andere Reisende aufhalten: Bildet sich hinter Ihnen eine Schlange, warten Sie, bis diese Personen ihren Platz aufgesucht haben.

Wie verhalten Sie sich im Flieger?

Grüßen Sie freundlich Ihren Sitznachbarn, falls in Ihrer Sitzreihe bereits jemand sitzt. Bitten Sie die Person kurz aufzustehen, sofern Sie zu Ihrem Platz an ihr vorbeimüssen. Gleiches gilt, wenn Sie während des Fluges die Toilette aufsuchen wollen.

Die Armlehnen des Mittelplatzes werden idealerweise zur Hälfte vom Reisenden und zur anderen Hälfte vom Mitreisenden benutzt. Kommt es zu keiner nonverbalen Übereinstimmung, kann ein freundlicher Hinweis helfen: Sagen Sie Ihrem Sitznachbarn, dass Sie ebenfalls die Lehne benutzen möchten.

Was ist beim Essen im Hotel zu beachten?

Reisende sollten sich an den Öffnungszeiten orientieren. Heißt: Wenn das Frühstück erst um 8 Uhr morgens angeboten wird, ist früheres Erscheinen unhöflich. Umgekehrt müssen Sie um 10.50 Uhr mit reduziertem Angebot rechnen, wenn um 11 Uhr die Frühstückszeit beendet ist.

Erscheinen Sie so, dass Sie innerhalb der angegebenen Zeiten mühelos Ihre Mahlzeit beenden können. Es ist nicht gestattet, sich Speisen vom Büffet für später mitzunehmen. Ebenfalls absolutes Tabu: Sich zig Gänge auf den Tisch zu laden und die Hälfte unberührt stehenzulassen.

Wie kleiden Sie sich am besten?

Urlaubskleidung soll bequem und zweckmäßig sein. Dennoch gilt es je nach Tageszeit und Hotelkategorie einiges zu beachten: Morgens und mittags kann in Strandhotels zu den Mahlzeiten kurze Hose und T-Shirt oder Strandkleid getragen werden.

Beim Abendessen sollten Männer mit langer Hose und Hemd oder T-Shirt erscheinen, Frauen in Rock oder Kleid. Besonders ab 4 Sternen gilt: Kurze Hosen sind bei beiden Geschlechtern unerwünscht. Ebenfalls Tabu: Strand- oder Sportbekleidung.

Ist Trinkgeld üblich und wenn ja, wie viel?

Auf Reisen in Europa und Nordamerika erwartet das Servicepersonal in Restaurants Trinkgeld vom Gast. Üblicherweise zahlt man wenigstens zehn Prozent des Gesamtbetrages. In manchen Ländern ist es üblich, das Trinkgeld auf einem kleinen Teller zu hinterlassen.

Trinkgeld bekommt auch der Zimmerservice im Hotel und der Taxifahrer. Im Hotel sind 1 Euro pro Nacht üblich. Bei Taxifahrten können Sie aufrunden oder ebenfalls 10 Prozent zahlen. Gibt es einen Portier, zahlen Sie ebenfalls ein bis zwei Euro für den Service.

Wie verhält man sich am Pool?

Die Liege am Pool mit einem Handtuch zu reservieren, ist besonders unter Deutschen und Briten eine verbreitete Unsitte. Besonders, wenn Sie selbst gar nicht am Pool sind, sondern sich vielleicht noch am Büffet aufhalten.

Liegen zu blockieren ist unhöflich. Daher sollten Sie Ihr Handtuch nur ausbreiten, wenn Sie sich dort aufhalten. Verlassen Sie den Poolbereich (Ausnahme: ein kurzfristiger Toilettengang), sollten Sie Ihr Handtuch auch mitnehmen.

Wo kann man oben ohne am Strand liegen?

Oben ohne ist vor allem in Skandinavien, Belgien und Deutschland verbreitet. Für FKK-Liebhaber gibt es eigens ausgewiesene Strände. Vergewissern Sie sich, was erlaubt ist, bevor Sie im Ausland nackt oder oben ohne baden.

In muslimischen Ländern wie Ägypten oder der Türkei ist baden oben ohne oder barbusiges Sonnen verboten. Aber auch in Europa ist es nicht unbedingt gern gesehen: In Ländern wie Spanien oder Griechenland sind solche Verhaltensweisen lediglich an touristischen Stränden geduldet.

Was ist bei Kirchen, Synagogen und Moscheen zu beachten?

Wer als Tourist eine Kirche, Synagoge, Moschee oder einen Tempel besichtigt, sollte angemessen gekleidet sein. Bedeutet: bedeckte Schultern und Knie für Gotteshäuser. In Synagogen müssen Männer eine Kopfbedeckung (Kippa) tragen. Moscheen dürfen Sie nur ohne Schuhe betreten. Frauen sollten Kopf und Schultern mit einem Tuch bedecken.

Übrigens ist mancherorts die Strandbekleidung (Bikini, Badehose) selbst für die Altstadt zu knapp: Auf Mallorca müssen Sie mit einer Geldbuße von bis zu 200 Euro rechnen. Achten Sie also außerhalb des Hotelzimmers auf angemessene Kleidung.

Wie begrüßt man andere korrekt?

Handschlag ist in mittel- und westeuropäischen Ländern verbreitet. In südlichen Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien ist zusätzlich noch der angedeutete Wangenkuss (teilweise doppelt) üblich.

Vor allem in asiatischen Ländern besteht eine größere Distanz beim Begrüßen als in Europa und Nordamerika. In Thailand ist der Wai-Gruß typisch: Mit geschlossenen Händen vor der Brust verneigen Sie den Kopf vor anderen. In islamischen Ländern kann der Handschlag erfolgen, aber nur unter Männern.

Was können Sie nach dem Ausschecken nutzen?

Vielerorts ist spätestens bis 12 Uhr das Zimmer zu räumen. Manchmal vergehen aber noch etliche Stunden bis zum Abflug. Wollen Sie die verbleibende Zeit noch nutzen, stellen viele Hotels ihren Service unter bestimmten Bedingungen zur Verfügung.

Üblicherweise können Sie Ihr Gepäck noch an der Rezeption aufbewahren. Dort können Sie erfragen, ob Sie den Swimmingpool und die Sauna noch benutzen dürfen. Hierfür kann das Hotel allerdings eine Zusatzgebühr verlangen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informiert Sie nur allgemein. Er kann und soll eine medizinisch-ärztliche Beratung nicht ersetzen. Vor der Einnahme eines Medikamentes lesen Sie bitte die Packungsbeilage sorgfältig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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