Trauerbewältigung: Tipps und Anlaufstellen

Der Tod eines geliebten Menschen reißt eine tiefe Wunde in die Seele. Nichts ist mehr so wie es war. Der Schmerz über den Verlust wiegt so schwer, dass Hinterbliebene körperlich und seelisch leiden. Sie fallen in tiefe Trauer und müssen erst einmal in ihr Leben zurückfinden beziehungsweise sich ein Leben ohne den Verstorbenen aufbauen. Trauerbewältigung ist ein Prozess, der ganz individuell verläuft, manchmal Monate dauert und manchmal Jahre. Um Sie dabei zu unterstützen, erhalten Sie in diesem Artikel Hilfestellungen, Tipps sowie Informationen zu Ansprechpartnern und Anlaufstellen…

Trauerbewältigung: Tipps und Anlaufstellen

Anzeige

Trauerbewältigung: Die Verarbeitung eines Todesfalls

Trauer ist unsere menschliche Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen. Sie ist Verlusterfahrung, Schmerz, Schock und ein Chaos der Gefühle. Die Konfrontation mit dem Tod ist ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben. Für die Hinterbliebenen teilt er das Leben in ein Davor und ein Danach. Sie stehen vor der Herausforderung, zu verarbeiten, was passiert ist und ihre Trauer zu bewältigen.

Die Trauerbewältigung ist bei jedem Menschen anders. Es gibt Menschen, die in eine Schockstarre fallen, andere stürzen sich in die Arbeit. Es gibt Menschen, die weinen, schreien, wüten und ebenso Menschen, die ganz still werden und sich zurückziehen. Die einen verlieren den Boden unter den Füßen, andere wanken, berappeln sich nach gewisser Zeit aber wieder. Wie jemand mit Trauer umgeht, hat mit verschiedenen Faktoren zu tun:

  • Persönlichkeit
    Extrovertierte Menschen trauern anders als introvertierte Persönlichkeiten. Jemand, der emotional ist, trauert anders, als jemand, der rational und nüchtern agiert.
  • Lebenssituation
    Auch die Tatsache, wie das eigene Leben bis jetzt verlaufen ist, hat Einfluss auf die Trauerbewältigung.
  • Familiäres und soziales Umfeld
    Wer ein starkes familiäres Umfeld hat, viele Freunde, nette Nachbarn und Arbeitskollegen, ist nicht alleine mit seiner Trauer und erfährt Unterstützung. Diese Unterstützung hilft bei der Trauerbewältigung.
  • Resilienz
    Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandskraft. Resiliente Menschen sind psychisch gefestigt und haben für sich selbst Wege gefunden, um mit schwierigen Situationen und Schicksalsschlägen umzugehen.
  • Bezug zum Tod
    Wie jemand zum Thema Tod steht, beeinflusst, wie diese Person mit dem Tod im eigenen Umfeld umgeht. Hat derjenige Angst? Oder glaubt er, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und man die Verstorbenen irgendwann wiedersieht? Oftmals fällt es Personen, die an ein Leben nach dem Tod glauben, leichter den Verlust zu verarbeiten.

Die Vier Phasen der Trauer

Trauer ist individuell und folgt keinem Schema. Doch Trauerforscher und Psychologen haben Modelle entwickelt, die den Trauerprozess beschreiben. Diese Modelle fassen Verhaltensweisen und Gemeinsamkeiten zusammen, die viele Trauernde zeigen, während sie den Verlust des Verstorbenen verarbeiten.

Eines der bekanntesten Modelle stammt von der Schweizer Psychologin Verena Kast. Sie teilt den Trauerprozess in vier Phasen:

  • 1. Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen

    Kurz nach dem Todesfall steht der Hinterbliebene unter Schock. Er kann nicht begreifen, was passiert ist. Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte lang, hat man ein gemeinsames Leben mit dem Verstorbenen geführt. Von einem Moment auf den anderen ist alles anders. Der geliebte Mensch nicht mehr da. Der Hinterbliebene will das nicht wahrhaben. Er versucht der Situation zu entkommen, in dem er verdrängt, was passiert ist.

  • 2. Phase: Aufbrechende Emotionen

    Irgendwann kommt der Moment, an dem der Trauernde realisiert, was passiert ist. Er merkt, dass er den Todesfall nicht verdrängen kann und dass der Verstorbene nicht zurückkommt. Dieses Bewusstsein löst ein Gefühlschaos aus. Dieses kann von Angst über Verzweiflung bis Zorn reichen. Ganz verschiedene Emotionen brechen sich Bahn. Auf der einen Seite hadert der Trauernde mit sich selbst und fragt sich beispielsweise: Womit habe ich das verdient? Warum ich? Auf der anderen Seite grollt er dem Verstorbenen: Warum lässt du mich alleine? Wie konntest du mich im Stich lassen?

    Nicht selten mischen sich Schuldgefühle in diese Emotionen. Der Hinterbliebene gibt sich die Schuld für den Tod und fragt sich, ob er diesen hätte verhindern können.

  • 3. Phase: Suchen und sich Trennen

    In dieser Phase sucht der Hinterbliebene wieder die Nähe zum Verstorbenen. Seit dem Tod ist Zeit verstrichen. Die Emotionen sind nicht mehr so überwältigend. In vielen kleinen Alltagssituationen findet der Trauernde den Verstorbenen wieder. Er erinnert sich zum Beispiel daran, wie gerne der Verstorbene im Sommer Zitroneneis gegessen hat und über welche Witze er gelacht hat. Gemeinsame Erlebnisse werden zu Kostbarkeiten, die der Hinterbliebene noch einmal durchlebt.

    Das ist eine sehr schmerzhafte Zeit. Führt sie doch vor Augen, dass nach dem Tod alles anders ist. Gleichzeitig empfinden es viele Trauernde als schön, sich dem Verstorbenen wieder nah zu fühlen. Diese Nähe kann so weit gehen, dass Trauernde Zwiegespräche mit dem Verstorbenen führen.

    In Phase 3 fällt auch die Entscheidung darüber, wie der Trauernde weiter mit der Situation umgeht. Ob er breit ist, loszulassen und sich von dem Verstorbenen zu trennen oder ob er in seiner Trauer verharrt.

  • 4. Phase: Neuer Selbst- und Weltbezug

    Der Tod hat Spuren hinterlassen. Doch der Hinterbliebene hat seine Trauer und den Schmerz verarbeitet. Er ist an einem Punkt, an dem ihm bewusst geworden ist, dass es auch ein Leben ohne den Verstorbenen gibt. In ihm reift das Bewusstsein, dass das Leben weitergeht und er beginnt, nach vorne zu schauen und seine Zukunft aktiv zu gestalten.

Die Phasen lassen sich nicht klar voneinander trennen. Es gibt Trauernde, die alle Phasen nacheinander durchlaufen, ebenso gibt es solche, bei denen sich die Phasen überlappen oder die zwischen den Phasen hin und her springen. Und weil das Ganze nur ein Modell ist, gibt es auch Trauernde, die sich ganz anders verhalten als von Verena Kast beschrieben.

Körperliche und psychische Anzeichen für Trauer

Mit ihrem Phasenmodell hat Verena Kast beschrieben, wie sich Trauernde nach einem Todesfall verhalten. Doch daneben zeigen viele Trauernde typische körperliche und psychische Reaktionen.

Körperliche Reaktionen

Psychische Reaktionen

Nicht jeder Trauernde zeigt diese Reaktionen. Ob und welche Reaktionen auftreten, ist ganz individuell.

Anzeige

Tipps: 9 Maßnahmen zur Trauerbewältigung

Die Verarbeitung eines Todesfalls ist für Hinterbliebene eine sehr schwierige und in weiten Teilen schmerzvolle Aufgabe. Weil jeder Mensch anders trauert, gibt es auch kein Patentrezept, das bei der Trauerbewältigung hilft.

Wir haben verschiedene Anregungen gesammelt, die viele Trauernde als hilfreich empfinden, sodass Sie sich aussuchen können, was zu Ihnen passt.

  • Abschied

    Sich von dem Verstorbenen zu verabschieden, ist für die Hinterbliebenen sehr wichtig. Es hilft dabei zu akzeptieren, dass der geliebte Mensch nicht mehr zurückkehrt. Es ist ein erster Schritt des Loslassens. Viele Bestatter bieten die Möglichkeit einer offenen Aufbahrung oder einer Totenwache. Auf diese Weise können Hinterbliebene den Verstorbenen noch einmal sehen, mit ihm sprechen, ihn berühren und sich ganz persönlich verabschieden.

  • Trauerfeier

    Trauerfeiern sind fester Bestandteil einer Beisetzung. Sie finden entweder in einem kirchlichen Rahmen statt oder werden von professionellen Trauerrednern durchgeführt. Die Trauerfeier erinnert an das Leben des Verstorbenen, feiert die Person und sein Leben. Sie kann durch Geschichten von der Familie, Freunden und Bekannten oder durch Musik ergänzt werden. In vielen Ländern der Welt ist eine Trauerfeier ein richtiges Fest. Der Anlass ist zwar ein trauriger, doch die Menschen feiern, essen und lachen zusammen. In Ghana zum Beispiel dauert eine Trauerfeier mehrere Tage mit hunderten von Gästen, leuchtenden Farben, Tanz und lauter Musik.

  • Gespräche

    Der Tod ist eine schmerzvolle Erfahrung. Vielen Menschen hilft es dabei, darüber zu sprechen, was passiert ist. Gespräche mit der Familie, Freunden oder auch Trauerbegleitern und Psychologen können dabei helfen, die eigenen Gefühle zu sortieren. Alles, was einen belastet, kann man sich von der Seele reden.

  • Gebete

    In dieser schwierigen Zeit hilft es vielen Menschen, Zuflucht in ihrem Glauben zu suchen. Durch Gebete und Zwiegespräche mit ihrem Gott finden sie Halt und Trost. Damit verbunden ist oft auch der Glaube, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern es ein Leben danach gibt.

  • Trauerrituale

    Verschiedene Rituale rund um den Tod helfen Hinterbliebenen dabei, einen Rahmen für ihre Trauer zu finden. Angefangen bei Blütenblättern oder Blumen, die ins Grab geworfen werden, über das Entzünden von Kerzen bis hin zum Gedanken an Allerheiligen oder am Totensonntag.

    Darüber hinaus entwickeln viele Trauernde mit der Zeit ganz individuelle Rituale. Zum Beispiel das Kochen des Lieblingsessen des Verstorbenen am Todestag oder der Besuch eines bestimmten Ortes.

  • Trauertagebuch

    Manchen Menschen fällt es schwer über ihre Gefühle zu sprechen. Eine Alternative kann das Aufschreiben sein. In einem Trauertagebuch können Trauernde aufschreiben, wie sie sich fühlen, was ihnen durch den Kopf geht. Ebenso können darin aber auch gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen festgehalten werden. Das Aufschreiben hilft dabei, alles zu verarbeiten.

    Als Trauertagebuch können Sie ein einfaches Notizbuch nehmen. Es gibt aber auch Trauertagebücher zu kaufen. Diese sind oft grafisch schön gestaltet, haben Platz für Fotos und Erinnerungsstücke und stellen Fragen, die das Erinnern erleichtern.

  • Trauerreisen

    Bei Trauerreisen handelt es sich um spezielle Angebote, bei denen Trauernde gemeinsam verreisen. Oft werden solche Reisen von Kirchen angeboten. Es gibt sie aber auch von Reiseveranstaltern.

    Auf einer gemeinsamen Gruppenreise haben Trauernde die Möglichkeit, an den Gesprächskreisen teilzunehmen, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, mit Trauerbegleitern und Psychologen zu sprechen.

  • Trauercafé

    Von Trauernden wird häufig erwartet, dass sie schnell wieder in den Alltag zurückkehren. Besonders wenn seit dem Tod Monate vielleicht sogar Jahre vergangen sind. Doch selbst nach langer Zeit fällt das vielen Trauernden schwer.

    Trauercafés sind ein unverbindliches Angebot, das von Trauerbegleitern, aber auch Kirchen und anderen Trägern wie beispielsweise der Arbeiterwohlfahrt angeboten werden. Wer nach Austausch oder einem Gesprächsangebot sucht, findet dort eine Anlaufstelle. Man trifft andere Menschen, die ähnliches erlebt haben und die eigene Situation gut nachvollziehen können.

  • Trauerzentrum

    Ein Trauerzentrum ist ein Ort, an dem Trauernde professionelle Hilfe finden. Mithilfe von Experten werden Sie dabei unterstützt, ihren Verlust zu verarbeiten. Spezielle Angebote helfen dabei Gefühle zuzulassen, auszudrücken und schlussendlich zu verarbeiten.

Trauerbewältigung: Bücher und Lesetipps

Zum Thema Trauer und Tod gibt es zahlreiche Bücher. Es gibt sowohl Sachbücher, die den Trauerprozess beschreiben, sodass Trauernde besser verstehen und einordnen können, was mit ihnen passiert und was sie gerade erleben. Ebenso gibt es Erfahrungsberichte, in denen Menschen beschreiben, wie sie mit dem Tod umgehen und ihre Trauer bewältigt haben.

Wir haben fünf Literaturempfehlungen für Sie gesammelt:

  • Wenn die alten Eltern sterben. Das endgültige Ende der Kindheit
    Darin beschreibt Barbara Dobrik, welche Gefühle und Erlebnisse mit dem Tod der Eltern verbunden sein können. Dieses Buch hilft dabei, zu verstehen, was in der Familie passiert und sich verändert, wenn die Eltern sterben.
  • Weiter leben! Neuorientierung nach dem Tod des Partners
    In diesem Buch von Christine Leukart lesen Sie 15 Erfahrungsberichte von Menschen, die ihren Partner verloren haben und erfahren, wie die Betroffenen einen Weg gefunden haben, damit zu leben.
  • Ich lebe mit meiner Trauer
    Trauerbegleiterin Christ Paul hat ein Buch über Trauerbewältigung geschrieben und bietet darin Hilfestellung, den eigenen Trauerweg zu gestalten.
  • Sucht mich in eurem Herzen – Trostbuch für Trauernde
    Diplom-Psychologe und Therapeut Roland Kachler beschreibt in diesem Buch, warum das Loslassen von einem geliebten verstorbenen Menschen so schwer ist. Er beschreibt, wie sich die Beziehung zu diesem Menschen über den Tod hinaus verändert.
  • Du fehlst. Geschichten von Leben und Tod.
    In diesem Sammelwerk beschreiben 50 Autoren ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Ansichten über die Themen Leben und Tod, Verlust, Schmerz und Trauer.
Anzeige

Wer hilft bei der Trauerbewältigung?

Das soziale Umfeld – Familie, Freunde, Bekannte, Nachbarn und Arbeitskollegen – sind für die meisten Trauernden die wichtigste Stütze. Sie sind da, um den Trauernden aufzufangen, wenn er überwältigt von der schmerzvollen Erfahrung leidet.

In einigen Fällen ist die Trauer jedoch so groß, dass diese Form der Unterstützung nicht ausreicht. Familie und Freunde merken, dass der Trauernde sich sehr stark zurückzieht, nicht mehr in der Lage ist, den Alltag zu bewältigen und droht, in seiner Trauer zu verharren.

In solchen Fällen brauchen Trauernde professionelle Hilfe. Die Hilfsangebote sind vielfältig. Psychologen, Trauerbegleiter und viele weitere Anlaufstellen bieten Unterstützung.

Professionelle Hilfe im Trauerfall

  • Telefonseelsorge

    Die Telefonseelsorge ist ein größtenteils ehrenamtlich betriebenes Hilfsangebot. Unter der Nummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 können sich trauernde und Hilfesuchende Menschen melden und finden jemanden, der ihnen zuhört und weiterhilft. Die Telefonseelsorge ist kostenlos rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar.

  • Kirchliche Seelsorge

    Priester und Pfarrer bieten Trauernden auch ein offenes Ohr. Als Seelsorger ist es ihre Aufgabe, in geschütztem Rahmen vertrauliche Gespräche zu ermöglichen. Sie spenden Trost, bieten Rat sowie die Möglichkeit zum gemeinsamen Gebet.

  • Trauerbegleiter

    Das sind Experten darin, gemeinsam mit Hinterbliebenen Wege zu finden, um mit ihrer Trauer zu leben. Oft haben sie selbst einschneidende Trauererfahrungen gemacht und helfen im Anschluss daran anderen Trauernden. Dabei werden verschiedene Angebote gemacht: Gespräche, Coachings, aber auch Kreativworkshops, bei denen man zum Beispiel gemeinsam mit anderen Trauernden individuelle Erinnerungsstücke erstellt. Der Bundesverband Trauerbegleitung e.V. führt ein Verzeichnis von professionellen Trauerbegleitern. Trauernde finden dort Ansprechpartner.

  • Psychologen

    Sie helfen weiter, wenn Trauernde an einen Punkt gekommen sind, an dem sie sich nicht mehr in der Lage sehen, das eigene Leben zu meistern. Die Lage ist ernst. Betroffene haben ihren Lebenswillen verloren. Zum Teil spielen sie sogar mit dem Gedanken, sich das eigene Leben zu nehmen. In einer Psychotherapie unterstützen Psychologen dabei, die Trauer zuzulassen und mit ihr umzugehen.

  • Selbsthilfegruppen

    Intensive Gespräche mit einer einzelnen Person zu führen, ist nicht jedermanns Sache. Es gibt Trauernde, die fühlen sich in einer Gruppe aus Gleichgesinnten wohler. In diesem Fall ist der Besuch einer Selbsthilfegruppe sinnvoll.

    Bei den Treffen merken die Teilnehmenden schnell, dass sie mit ihren Gefühlen, Sorgen und Ängsten nicht alleine sind. Das Wir-Gefühl ist in solchen Momenten Balsam für die Seele.

    Es gibt auch spezialisierte Angebote: Zum Beispiel Trauergruppen für Eltern, Geschwister oder Ehe- beziehungsweise Lebenspartner.

    Ein passendes Angebot in Ihrer Stadt finden Sie auf der Seite trauergruppe.de

Anzeige

Was können nahestehende Personen tun?

Für die Familie und Freunde ist es schwer zu sehen, wie jemand leidet. Angesichts des großen Leids und Schmerzes fühlen sich viele hilflos und wissen nicht, was sie tun können. Auch hier gibt es kein Patentrezept.

Jedoch gibt es drei Dinge, die Ihnen dabei helfen werden, individuelle Unterstützung zu leisten:

  • Einfach da sein
    Die einen brauchen eine Schulter, an der sie sich ausweinen können. Die anderen brauchen jemanden, der bei der Bestattung unterstützt. Die Bedürfnisse sind ganz individuell. Die Gemeinsamkeit ist jedoch: Den meisten Trauernden hilft es, nicht allein zu sein. Die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die unterstützen und auf die man sich verlassen kann, gibt Halt.
  • Mitgefühl zeigen
    Eine Umarmung, eine Trauerkarte, ein Besuch – es gibt viele Möglichkeiten, Mitgefühl auszudrücken. Kleine Gesten können viel bewirken und Trost spenden. Auf diese Weise spüren Trauernde die Liebe und Wärme ihres sozialen Umfelds.
  • Zeit lassen
    Es kann Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern, in denen der Trauernde nicht er selbst ist. Der Verlust eines geliebten Menschen hat den Trauernden aus der Bahn geworfen. Zurück ins Leben, in einen Alltag zu finden, braucht Zeit.

    Für Familie und Freunde eines Trauernden ist es ganz wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu führen. Der Betroffene kann keinen Schalter umlegen und einfach wieder funktionieren. Wichtig ist, ihm die Zeit zu geben, die er braucht.

Was andere Leser noch gelesen haben

[Bildnachweis: ann131313.s by Shutterstock.com]

Bewertung: 4,91/5 - 6502 Bewertungen.

Hier weiterlesen

Weiter zur Startseite