Kosenamen Bedeutung: Wie nennt man den Partner?
Wer sich nahesteht, gibt sich Kosenamen: Eltern und Großeltern haben Koseworte für ihre Kinder und Enkel, Verliebte und Freunde für einander. Solche Bezeichnungen (sogenannte Hypokoristika) können sich teilweise vom Vornamen ableiten. Zum Beispiel durch Verkürzung: Olli statt Oliver, Steffi statt Stefanie. Oder durch die Verkleinerungsform, beispielsweise Paulchen statt Paul. Daneben gibt es eine Reihe von Koseworten, die aus dem Tierreich stammen und positiv besetzt sind.
Theoretisch bräuchte es keine Kosenamen. Jeder Mensch erhält bei seiner Geburt einen Vor- und Nachnamen, welche die Identifizierung einer Person ermöglichen. Aber Kosenamen kommt eine besondere Bedeutung zu, die über die pure Notwendigkeit hinausgeht, eine Person eindeutig erkennen zu können. Besonders bei Verliebten sind Symbol für innige Zuneigung und Wertschätzung, Intimität und sogar Exklusivität: Wer eine andere Person so bezeichnet, teilt mit ihr mehr als nur gemeinsame Interessen. Studien zufolge stärken Koseworte nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern Paare bleiben länger zusammen.
Wie nennt man den Partner?
Eins ist bei alledem klar: Kosenamen sind keine Spitznamen. Denn Koseworte sollen den anderen verbal liebkosen, zärtlich und positiv sein. Spitznamen hingegen können zwar auch aus einer Verkleinerung hervorgehen – etwa Wolle statt Wolfgang – und einer Person ihr Leben lang anhaften. Sie können aber ebenso ein (wenig schmeichelhaftes) Charakteristikum einer Person aufgreifen und verletzend sein. Genau das wollen Freunde und Verliebte in der Regel vermeiden.
Kosenamen für Männer und Frauen
Tendenziell haben Männer für Frauen besonders niedliche, Frauen für Männer eher imposante Kosenamen. Das gilt zumindest für solche aus dem Tierreich. Zusätzlich zählen meist artverwandte Wörter wie beispielsweise Sternschnuppe (zu Stern), Sonnenstrahl oder Sonnenschein (zu Sonne) als Koseworte.
Koseworte für Männer
- Schatz
- Liebling
- Bär
- Göttergatte
- Herzblatt
- Großer
- Schöner
- Teddy
- Held
- Teufelchen
- Tiger
- Captain
- Commander
- Kater
- Sunnyboy
- Casanova
- Prinz
Koseworte für Frauen
- Hase
- Maus
- Mausezahn
- Kleine
- Liebling
- Rose
- Kuschelfee
- Stern
- Honigkuchen
- Sonne
- Sonnenschein
- Löckchen
- Täubchen
- Schönheit
- Engel
- Erdbeerchen
- Träubchen
Klassische Kosenamen
Schatz, Liebling, Engel, Süße(r) – einige Kosenamen gehen immer. Hierbei handelt es sich um die klassischen Kosenamen, die für beiderlei Geschlecht geeignet sind. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Wenngleich manche Namen aus dem Tierreich besonders für Frauen geeignet zu sein scheinen, kommen sie je nach Region und persönlichem Geschmack für beiderlei Geschlecht vor. Dazu zählen beispielsweise die beiden Kosenamen Hase oder Bär
Lustige Kosenamen und weniger geeignete Beispiele
Manche Koseworte sind mehr, andere weniger geeignet. Lustige Koseworte mögen unter vier Augen in Ordnung sein, sind aber in der Öffentlichkeit dem Partner eher unangenehm. Die Crux ist: Solange Sie nie darüber geredet haben, können Sie es nicht wissen. Sicherheitshalber sollten Sie sich mit solchen Bezeichnungen in Gegenwart anderer zurückhalten, um peinliche Momente zu vermeiden. Zu den lustigen zählen beispielsweise:
- Hasenpups
- Puffelchen
- Schlafmützchen
- Monsterbacke
- Honigschnute
- Schmusekatze
- Knuddelchen
- Hutzelputzel
- Fröschlein
- Schnitte
- Quietscheente
- Krümelmonster
- Knutschkugel
- Zuckerschnute
Peinliche und ungeeignete Bezeichnungen
- Pupsi
- Schnecke
- Zwerg
- Zottel
- Dickerchen
- Stinker
- Perle
- Moppel
- Nudel
- Hengst
- Weib
- Muschi
Auch hier kommt es darauf an: Welche Bezeichnungen ein Paar für sich akzeptabel, ein Partner noch schmeichelhaft, süß oder gar romantisch findet, mag variieren. In fremden Ohren können einige der oben genannten Kosenamen irritierend oder sogar negativ klingen. Zum Beispiel werden Namen wie Pupsi oder Stinker unter Umständen mit Blähungen assoziiert, Dickerchen und Moppel weisen auf Übergewicht hin. Ein No-go in der Öffentlichkeit sind zudem Koseworte, die eher zweideutig sind und an Geschlechtsorgane oder besondere Potenz denken lassen. Dazu zählen beispielsweise Nudel, Hengst oder Muschi.
Kosenamen auf Englisch, Französisch…
Alles schon mal dagewesen? Englische Kosenamen oder Koseworte in anderen Sprachen bringen Abwechslung ins Liebesgeflüster. In den sozialen Netzwerken ist immer mal wieder von „Bae“ beim Partner oder der Partnerin zu lesen. Das ist mitnichten eine Abkürzung oder Verballhornung von „Baby“, sondern steht für „Before anyone else“. Das bedeutet übersetzt so viel wie „vor allen anderen“ und ist ein wunderschönes Kompliment, mit dem man sagt, dass der Partner an erster Stelle steht.
Fremdländische Koseworte passen besonders gut, wenn Sie beispielsweise kürzlich gemeinsam in einem Urlaubsort waren oder die geliebte Person womöglich aus dem Ausland stammt. Dann sind Koseworte aus der Landessprache ein besonders schönes Zeichen für Aufmerksamkeit und Zugewandtheit. Wie wäre es hiermit:
Kosenamen (Englisch)
- Baby, Babe (= Baby)
- Beauty (= Schönheit)
- Darling (= Liebling)
- Love (= Liebes, Liebling)
- Honey, Hun (= Honig)
- Sugar (= Zucker)
- Sweetheart (wörtlich: Süßherz = Schatz)
- Sweetie (= Süße, Süßer)
Kosenamen (Französisch)
- Chéri, Chérie (= Schatz)
- Lapinou (= Hase, Häschen)
- Ma Belle (= meine Schöne)
- Ma Cocotte (= meine Süße)
- Mon Ange (= mein Engel)
- Mon Amour (= meine Liebe)
- Mon Coeur (= mein Herz)
- Minou (= Kätzchen)
- Trésor (= Schatz)
Kosenamen (Italienisch)
- Amore (= Liebe)
- Angelino (= Engelchen)
- Bella, Bello (= Hübsche, Hübscher)
- Gioia (= Freude)
- Ciccina, Ciccino (= Küken)
- Cara mia (= mein Schatz)
- Cucciolotta (= Welpe)
Kosenamen (Spanisch)
- Bonita (= Schöne, Schönheit)
- Carino (= Schatz)
- Guapa, Guapo (= Schöne, Schönheit, Schöner)
- Mi Amor (= meine Liebe, mein Lieber)
- Mi Vida (= mein Leben)
- Peque, Pequeño (= Kleine, Kleiner)
- Querida, Querido (= Geliebte, Geliebter)
- Tesoro (= Schatz)
Kosenamen (Arabisch & Türkisch)
- Albi (= mein Herz)
- Aziza, Azizi (= Hochgeschätzte, Hochgeschätzter)
- Habibi (= Geliebter, Geliebte)
- Shamsi (= die Sonne, der Sonnige)
Arabisch
- Aşkım (= Schatz, Liebling)
- Bebeğim (= Baby, Schatz)
- Canım (= Schatz, Liebes)
- Gözüm (= mein Auge, etwa: mein Augapfel)
Türkisch
Besonders süße Kosenamen
Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Vielleicht ist es daher kein Zufall, dass Kosenamen überdurchschnittlich häufig aus dem Bereich Essen und Süßigkeiten kommen. Oder sie erinnern an eine Zeit, in der Zucker und andere Köstlichkeiten besonders wertvoll waren. Daher haben wir hier eine Reihe besonders süßer Koseworte zusammengestellt:
- Buttercup (wörtlich: Butterblume = Liebling)
- Cutie, Cutie-pie (wörtlich: süßer/niedlicher Kuchen = Süße, Süßer)
- Cupcake (wörtlich: Cupcake = Süße, Süßer)
- Muffin (wörtlich: Muffin/Törtchen = Süße, Süßer)
- Honey Bun (wörtlich: Honigbrötchen = Süße, Süßer)
- Honigkuchen
- Zuckerwattebällchen
- Schokoladenschnute
So können Sie den richtigen Kosenamen finden
Oft kristallisieren sich bereits in den ersten Monaten einer Beziehung die Kosenamen für einander heraus. Einerseits sollte man Koseworten keine übermäßige Bedeutung zusprechen: Manchen Menschen fehlt schlichtweg die Kreativität für originelle Bezeichnungen, wiederum andere mögen sie einfach nicht. Deshalb muss eine Beziehung nicht weniger ernsthaft oder liebevoll sein. Gleichzeitig können in manchen Koseworten versteckte Subbotschaften stecken. Daher zwei Tipps für die richtige Wahl:
Überlegen Sie sich etwas Passendes
Manche Frauen finden es besonders witzig, absurde Kosenamen zu geben. Also solche, die beispielsweise genau auf das Gegenteil hindeuten, etwa einen großen Mann als „Kleiner“ zu bezeichnen. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Partner exakt denselben Humor teilt, sollte sich damit zurückhalten oder bei Gelegenheit nachhaken. Manche Koseworte ungewollt herablassend wirken. Das gilt übrigens auch umgekehrt: Männer, die ihre Partnerin als Mäuschen titulieren, könnten so auf deren Schutzbedürftigkeit oder Hilflosigkeit verweisen.
In solchen Fällen eigenen sich wiederum klassische Kosenamen: Liebling, Schatz, Juwel – diese Begriffe sind geschlechtsneutral und stehen für etwas Wertvolles. Aber sie können auch altbacken wirken oder Besitzansprüche signalisieren. Wer sich damit nicht wohlfühlt, sollte das seinen Partner wissen lassen.
Achten Sie auf die Situation
Kosenamen sind vor allem für die Kommunikation zu zweit gedacht. Manche Paare verwenden sie sogar ständig anstelle der Eigennamen. Der inflationäre Gebrauch ist aber auch kontraproduktiv, denn damit verliert er seine besondere Bedeutung.
Hinzu kommt: Ihr Partner ist nicht nur das „Mausebäckchen“, sondern erfüllt auch noch diverse andere Rollen im Leben, etwa als Elternteil, Arbeitskollege oder Nachbar. Besonders in Gegenwart anderer kann der Kosename unpassend sein – etwa weil er eine Person nicht mehr als Respektsperson erscheinen lässt.
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