Vorlesen: Tipps wie Sie gute Geschichten erzählen

Suchen Sie eine ehrenamtliche Aufgabe? Haben Sie schon an das Vorlesen für Kinder UND Erwachsene gedacht? Es geht dabei nicht um Wissensvermittlung, sondern um das Abtauchen in andere Welten. Gerade in unserer digitalisierten Welt, in der alles vertont und visualisiert wird, droht das Buch zu verstauben und im Antiquariat zu verschwinden. Dabei ist das Lesen eine wertvolle Kulturtechnik. Und zwar für beide: die Zuhörer (zum Beispiel Kinder, die noch nicht lesen können) – und die Vorleser. Tipps, wie Sie (ehrenamtlich) zum perfekten Vorleser werden, Kinder für das Lesen begeistern oder im Ehrenamt sogar Senioren vorlesen können…

Vorlesen: Tipps wie Sie gute Geschichten erzählen

Was wird beim Vorlesen gefördert?

Vorweg stellt sich die Frage, ob beim Vorlesen die Förderung überhaupt im Vordergrund stehen muss. Ist es nicht eher die Unterhaltung, die das Schmökern in einem Buch so erstrebenswert macht? Der Einblick in ein Leben von Charakteren, das so anders ist als das eigene? Oder das Mitfühlen, weil die Probleme der Darsteller den eigenen gleichen und ihre Lösungen, Vorbild sein können?

Wissenschaftler sind sich heute einig, dass durch das Vorlesen gleich mehrere Fähigkeiten gefördert werden. Bei Kindern und Senioren (die zuhören) sogar die gleichen:

  • die Konzentration – weil der Zuhörer seine auditive Wahrnehmung ganz auf die Stimme des Lesenden lenkt, den Wörtern detailliert lauscht und das Gelesene in einen Zusammenhang stellt
  • die Sprache – weil der Zuhörer das Gehörte in seinen passiven und aktiven Sprachschatz aufnimmt, die Wörter im Zusammenhang versteht und und sie selber verwendet
  • der Geist – weil die Geschichten die Gedankenwelt erweitern, die Phantasie anregen, das Wissen vergrößern und für Probleme Lösungen anbieten

Neben diesen Kompetenzen, hat das Vorlesen noch eine wichtige soziale Komponente: Junge und alte Zuhörer genießen die menschliche Nähe und Aufmerksamkeit, die ihnen beim Vorlesen geschenkt wird.

Neben den Gemeinsamkeiten gibt es feine Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen: Sie benötigen selbstverständlich unterschiedliche Literatur und eine andere Art der Zuwendung. Damit Sie ein erfolgreicher Vorleser werden, geben wir Ihnen spezifische Tipps für Ihre jungen oder älteren Zuhörer.

Kindern vorlesen

Kindern ein Buch vorlesen – das klingt in der Theorie einfach. Beide setzen sich aufs Sofa, schlagen ein Buch auf und lesen los. Tatsächlich gibt es viele Kinder, die sich voller Begeisterung zu einem setzen, um sich ein Buch anzuschauen oder vorlesen zu lassen. Es gibt aber auch die anderen. Jene, die es als Qual empfinden, sich hinzusetzen und zu zuhören. Das kann eine Herausforderung sein. Aber eine, die sich meistern lässt.

Warum Vorlesen für Kinder wichtig ist

Warum Vorlesen für Kinder wichtig istWarum sind Bücher überhaupt so wichtig für Kinder? Neben dem schönen Moment beim Zuhören, fördert das Vorlesen vor allem zahlreiche Kompetenzen:

  • Vorlesen fördert die Sprache: Durch das Vorlesen wird der Wortschatz erweitert.
  • Vorlesen gibt Nähe: Kinder brauchen die Zeit, in der sie spüren, dass jemand ihnen die ganze Aufmerksamkeit schenkt.
  • Vorlesen schenkt Ausgeglichenheit: Kinder sollen toben, aber sie brauchen auch Zeit, um zur Ruhe zu kommen.
  • Vorlesen fördert Konzentration: Kinder müssen genau zuhören, wenn ihnen ein Buch vorgelesen wird. Ihre Merkfähigkeit wird so trainiert.
  • Vorlesen bereichert das Wissen: Lesen macht schlau. Kinder erweitern so ihren Wissensschatz. Über das Gelesene wird zudem vorhandenes Wissen noch vertieft.
  • Vorlesen beflügelt die Fantasie: Oft bleibt es nicht bei der vorgelesenen Geschichte. Das Gehörte wird im Rollenspiel nacherlebt und weitergeführt.
  • Vorlesen steigert die Lesefreude: Kinder, die Bücher als genussvoll oder bereichernd erlebt haben, werden auch als Jugendliche selten zu Lesemuffeln.

Kindern vorlesen: Wie mache ich das?

Vorlesen soll Freude bereiten und keinesfalls für Jung und Alt in ein langweiliges Erlebnis abdriften. Damit das Vorlesen zum Erfolg wird, müssen Sie verschiedene Voraussetzungen beachten:

  • den Zeitpunkt
  • den äußeren Rahmen
  • die Länge der Vorlesezeit
  • das Buch
Der Zeitpunkt

Wenn Sie ein Kind aus einer interessanten Beschäftigung rausreißen, wird es Ihnen kaum mit Begeisterung zu hören wollen. Besser ist, wenn Sie dem Kind das Vorlesen ankündigen.

Entwickeln Sie daraus ein Ritual: Ihr Enkelkind besucht Sie und weiß, zwischendurch gibt es eine kleine Vorlesezeit mit Oma in dem großen Ohrensessel und Opa liest mir eine Geschichte vor dem Schlafengehen vor.

Der äußere Rahmen

Wenn Sie einem Kind ein Buch vorlesen, achten Sie darauf, dass es nicht von anderen Reizen abgelenkt wird. Fernseher und Radio sollten ausgeschaltet sein und andere Kinder nicht ausgelassen spielen, damit sich Ihr kleiner Zuhörer ganz auf Ihre Stimme konzentrieren kann.

Die Länge der Vorlesezeit

Wie lange können Kinder eigentlich zuhören und sich auf ein Buch konzentrieren? Das variiert und ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Es wird Sie eventuell überraschen, wie kurz die Konzentrationsspanne bei Kindern ist:

  • 4-5 Jahre: bis 10 Minuten
  • 5-6 Jahre: bis 15 Minuten
  • 6-7 Jahre: bis 20 Minuten
  • 7-10 Jahre: bis 25 Minuten
Das Buch

Passen Sie das Buch immer den Interessen des Kindes an. Oft finden Jungen Fußballgeschichten spannend, während Mädchen mit ihren Helden in Pferdebüchern träumen. Es gibt auch wissbegierige Kinder, die mit einem großen Lexikon unter dem Arm, sich alles über Dinosaurier vorlesen lassen möchten.

Zum fortgeschrittenen Vorleser werden Sie, wenn Sie die Gefühlslage des Kindes aufgreifen. Ein Beispiel: Der erste Kindergartentag rückt näher, das angehende Kindergartenkind ist aufgeregt. Damit es sich die neue Kita-Welt besser vorstellen kann, lesen Sie ihm ein Bilderbuch über den Kindergarten vor.

Nutzen Sie die Möglichkeit und gehen mit Ihrem Schützling in eine Bücherei. Dort finden Sie mit Sicherheit das passende Buch oder Sie nehmen mehrere in Auswahl mit. Übrigens: Die Stadtbüchereien verleihen auch Gesellschaftsspiele. Mit deren Hilfe können Sie die Lesestunde ein wenig ausdehnen.

Geschichten zum Vorlesen für Kinder

Geschichten zum Vorlesen für KinderKinder entwickeln sich unterschiedlich. Eine allgemein gültige Aussage darüber, welches Buch für welches Kind in welchem Alter richtig ist, lässt sich nicht treffen. Wir geben Ihnen nur ungefähre Angaben, denn das eine Kind kann sich konzentrieren und kommt mit dem Buch der älteren Altersgruppe zurecht, während das andere etwas Zeit benötigt und mehr Freude an leichter Literatur hat.

Grundsätzlich ist wichtig, dass Sie das Kind nicht überfordern. Beobachten Sie das Kind. Rutscht es ungeduldig hin und her oder hängt es noch an Ihren Lippen? Am besten haben Sie Bücher in Auswahl da, bis Sie das Richtige für Ihren Schützling gefunden haben.

  • 0 bis 2 Jahre

    Vorlesen können Sie schon einem drei Monate altem Baby. Es kommuniziert noch nicht mit Worten mit Ihnen, aber sein Sprachbewusstsein entwickelt sich von Anfang an. Deshalb ist es wichtig, dass Mutter und Vater von Beginn an mit Ihrem Kind reden.

    Es gibt altersgerechte, kleine Pappbilderbücher. In diesen Bilderbüchern ist minimalistisch mit kräftigen Farben und einfachen Formen etwas Typisches aus der Welt der Kleinen dargestellt. Sie können dem Kind beschreiben, was es sieht und einen Bezug zur Wirklichkeit schaffen, in dem Sie beispielsweise den eigenen Teddy oder Ball holen, dem Kleinkind zeigen und damit spielen.

    Gut eignen sich auch Bilderbücher aus Stoff, die zusätzlich das Fühlen anregen, da sie aus unterschiedlichen Materialien, wie Watte, Filz oder Wolle gearbeitet sind. Oft sind in diesen Büchern feinmotorische Aufgaben, wie eine Tasche mit Klettverschluss öffnen, eingearbeitet.

  • 2 bis 4 Jahre

    Für diese Altersgruppe eigenen sich etwas größere Pappbilderbücher. Auch sie greifen die Lebenswelt des Kindes auf und nehmen Bezug zu Bekanntem: Besuch beim Arzt, erster Tag im Kindergarten oder Urlaub. Gerne betrachten Kinder in diesem Alter sogenannte Wimmelbilder, auf denen viele Sachen dargestellt werden, welche sie suchen müssen.

  • 4 bis 6 Jahre

    Kinder in diesem Alter sind neugierig und wissbegierig, möchten mehr über die Welt erfahren, in der sie leben. Auch in diesem Alter sind robuste Pappbilderbücher empfehlenswert, weil sie häufig unsanft in die Hand genommen und angeschaut werden.

    Ganz besonders beliebt sind sogenannte Klappbücher. Hinter kleinen Klappen verstecken sich neue Bilder. Auch diese Bücher greifen den Alltag der Kinder auf. Erweitert werden sie durch einen größeren Textanteil, in dem erklärt wird, was abgebildet ist. So wird das Vorlesen einfacher.

  • 6 bis 8 Jahre

    In diesem Alter entscheidet sich, ob das Kind ein begeisterter Leser wird oder nicht. Die Kinder lernen in der Schule das Lesen. Für den einen ist es mühselig, während der andere mit Leichtigkeit diese Fähigkeit entwickelt.

    Gerade die Kinder, denen das Lesen schwer fällt, brauchen den Vorleser, damit die Lesefreudigkeit erhalten bleibt. Für den Erstleser ist ein Buch mit großer Schrift geeignet. Im besten Fall hat es auch viele bunte Bilder, damit das Kind schnell ein Erfolgserlebnis hat: Ich habe es geschafft! Ich habe das Buch zu Ende gelesen!

    Neben der Unterstützung im Leselernprozess benötigt das Kind Sie als Vorleser, damit die Geschichte vorangetrieben wird. Sie können beispielsweise folgende Methoden anwenden: Den ersten Satz liest du, den restlichen Absatz lese ich. Oder wenn du mir 10 Minuten lang vorgelesen hast, lese ich dir 20 Minuten vor.

  • 8 bis 10 Jahre

    Jungen und Mädchen in diesem Alter mögen Abenteuer. Lassen Sie sich in der Wahl des Buches von den Interessen des Kindes leiten. Die Spannbreite ist groß: erste mystische Literatur, Detektivgeschichten, Geschichten über Freundschaften zu Mensch oder Tier. Manchmal sind unter den Gleichaltrigen bestimmte Buchreihen angesagt. Am besten fragen Sie das Kind, was es lesen möchte.

  • 11 Jahre und älter

    Auch für dieses Alter gibt es eine große Bandbreite: Abenteuerbücher, Science-Fiction, Comic, erste Romane aber auch Ratgeber und Lebenshilfe. Vorlesen wird in diesem Alter schwierig. Die Teenies entwickeln ihre eigene Leselust. Erwachsene haben jetzt nur noch einen geringen Einfluss. Wenn Sie jedoch auf einen motivierten Teenie treffen, nutzen Sie die Möglichkeit und lesen Sie sich gegenseitig etwas vor.

Ehrenamt: Kindern vorlesen

Sie würden gerne Kindern Geschichten vorlesen und wissen nicht, wie Sie ein Kind finden können? Zu allererst lohnt es sich in der nahen Umgebung umzuschauen. Vielleicht freut sich Ihr Sohn oder Tochter, wenn Sie Zeit mit Ihrem Enkel verbringen und sie ihren eigenen Dingen nachgehen können.
Oder es gibt in der Nachbarschaft eine Familie, die sich darüber freut, wenn sie Ihre Vorlesekünste ihrem Kind zukommen lassen.

Außerdem können Sie in einem nahe gelegenen Kindergarten nachfragen, ob sie Interesse an einer ehrenamtlichen Lesepatin oder Lesepaten hätten. Die Erzieherinnen haben nicht immer die Zeit und Ruhe, den Kindern vorzulesen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass mit dieser Tätigkeit eine Erwartung an Sie geknüpft ist: Der Kindergarten plant Sie in das Rahmenprogramm ein und die Kinder warten auf Sie.

Auch Grundschulen arbeiten mit Lesepaten. Wunsch der Lehrer ist, dass Sie mit Kindern das Lesen üben. Sie stellen Ihnen dafür Material zur Verfügung.

Damit die Lesefreude sich bei den Schülern entwickelt, werden Sie auch hier die Möglichkeit haben, mit Kindern gemeinsam in einem Buch zu schmökern und vorzulesen. Denn schließlich muss das gelesene Abenteuer voranschreiten. Es ist nichts langweiliger, als immer und immer wieder auf einer Seite zu verharren.

Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich

Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlichWundern Sie sich nicht: Sowohl in den Kitas als auch in der Grundschule wird man ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis nach Paragraph 30a des Bundeszentralregistergesetzes fordern. Das ist ein Gesetz zum Schutz und Wohl des Kindes nach diversen Missbrauchsfällen. Es hat persönlich nichts mit Ihnen zu tun, sondern ist einfach Standard.

Erwachsenen vorlesen

Einem Erwachsenen etwas vorlesen, klingt ungewöhnlich. Wir besuchen Lesungen und lassen uns von dem Autor in seine fiktive Welt mitnehmen und die Protagonisten vorstellen. Ein solcher Buchvortrag ist für und kulturelle Unterhaltung. Dass wir selber einem anderen vorlesen, ist uns fremd. Lesen nehmen wir eher als eine stille Beschäftigung wahr.

Warum Vorlesen für Erwachsene wichtig ist

Ziel des Vorlesens bei Erwachsenen ist weniger die Vermittlung von

  • Wissen
  • Sprachgefühl
  • Beflügeln der Fantasie oder
  • Erweiterung des Wortschatzes.

Das sind nur Nebeneffekte. Wenn Sie einem Erwachsenen vorlesen, steht viel mehr im Vordergrund, …

  • dass Sie Zeit mit dem anderen verbringen.
  • dass Sie ihm eine abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung anbieten.
  • dass Sie Wertschätzung zeigen, weil Sie sich um ihn bemühen.
  • dass Sie seinen Geist anregen.
  • dass Sie sich über das Gelesene in einem literarischen Gespräch austauschen.

Vorlese-Trend: Gemeinsam Krimis lösen

Vorlese-Trend: Gemeinsam Krimis lösenEs gibt einen neuen Vorlese-Trend: Abends lesen sich Lebensgefährte gegenseitig aus einem Buch vor. Es ist die Gegenbewegung zum Dauerkonsum von Social Media, Film und Fernsehen. Zu zweit einen Krimi lesen und gemeinsam raten, wer wohl der Mörder war, sich in die Rollen hineinversetzen und darüber austauschen, wie man sich selber verhalten hätte, hat einen wieder entdeckten Unterhaltungswert. Das Vorlesen erfährt auch hier seine Renaissance.

Erwachsenen vorlesen: Wie mache ich das?

Nicht jeder ist zum Vorleser geboren. Dennoch ist keiner zu schlecht, um anderen etwas vorzulesen.Das macht Mut, denn selbstverständlich fühlt es sich zunächst merkwürdig an, wenn wir anderen etwas vorlesen. Es gilt die eigene Scham zu überwinden. Ist diese Hürde aber erstmal genommen, kann eine inspirierende Zeit entstehen.

Vielleicht stellt sich Ihnen gerade die Frage: Wie lese ich einem Erwachsenen vor?

Grundsätzlich ist wichtig, dass Sie das mit Herz und einer inneren Freudigkeit tun. Ihr Zuhörer spürt, wie engagiert Sie dabei sind:

  • Vermitteln Sie ihm Freude und eigene Leidenschaft, wird sich das auf ihn übertragen.
  • Wenn Sie den Text hingegen nur herunterleiern, spürt das Ihr Zuhörer ebenfalls. Und jetzt fällt ihm oder ihr erst recht auf, ob Sie flüssig vorlesen, wie Sie das Tempo und Rhythmus, Lautstärke und Stimmhöhe variieren.

Je engagierter Sie selber dabei sind, desto untergeordneter ist die Rolle, die Ihre Vorleser-Qualitäten spielen.

Geschichten zum Vorlesen für Erwachsene

Geschichten zum Vorlesen für ErwachseneWelche Bücher und Themen sind für Erwachsene überhaupt geeignet? Auf jedem Fall kein Buch, in dem die Sätze lang und verschachtelt sind. Das wird für jeden Zuhörer anstrengend. Solchen kafkaesken Sätzen kann man irgendwann nicht mehr folgen.

Auch bei Erwachsenen sollten Sie sich von deren Interessen leiten lassen:

  • Der Eine wünscht sich, dass ihm die Nachrichten der Tageszeitung vorgetragen werden.
  • Andere erinnern sich an ein Buch, das sie vor langer Zeit bewegt hat.
  • Und wieder andere lieben Literatur von einem bestimmten Autoren.

Wenn keine Wünsche existieren, können Sie auf Kurzgeschichten zurückgreifen. Es gibt Sammelbände zu diversen Themen: Familie, Freundschaft, Reisen. Falls das Neuland für Sie ist, lassen Sie sich in Ihrer Bücherei beraten.

Ehrenamt: Erwachsenen vorlesen

Sie möchten gerne als Vorleser ehrenamtlich tätig werden und wissen nicht, wie Sie beginnen sollen? Dann kann das Netzwerk Vorlesen ein guter Start sein (Alternativen sind: Einfachvorlesen.de oder Stiftunglesen.de). Auf der Homepage finden Sie ehrenamtliche Mitarbeiter in Ihrer Nähe, die Ihnen Tipps geben und Sie weitervermitteln.

Hilfreich ist, wenn Sie einmal hospitieren. Begleiten Sie einen anderen Vorleser und schauen Sie sich an, wie er vorliest. Das nimmt die erste Hürde und macht es leichter zu entscheiden, ob das Vorlesen für Sie infrage kommt.

Wenn Sie einen Platz gefunden haben, seien Sie stets ehrlich zu sich: Wenn Sie merken, dass die Chemie nicht stimmt, suchen Sie lieber einen anderen Zuhörer. Es ist wichtig, dass eine vertrauensvolle Kommunikation zwischen Ihnen beiden möglich ist.

Vor allem im Seniorenheim werden Sie zahlreiche ältere Menschen und Senioren finden, deren Sehkraft stark eingeschränkt ist oder die sie ganz verloren haben. Sie können zu den Augen dieser Menschen werden, indem Sie ihnen etwas vorlesen.

Häufig bleibt es nicht nur beim Lesen. Viele dieser Menschen sind einsam und freuen sich, wenn sie über das Gelesene sprechen können. Der Austausch darüber hat eine wesentlich Bedeutung, und es kann sein, dass das Gespräch oft noch wichtiger wird als das Vorlesen selbst.

[Bildnachweis: ArtFamily by Shutterstock.com]
18. März 2020 Redaktion Icon Autor: Herbstlust Redaktion

Die Herbstlust-Redaktion besteht aus erfahrenen Autoren mit langjähriger Berufserfahrung. Trotz sorgfältiger Recherche erheben die Artikel keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informieren lediglich allgemein. Der vorliegende Artikel kann eine fachliche oder ärztliche Beratung nicht ersetzen.

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