Hautpflege: So können Sie Ihre Haut schützen

Viele vernachlässigen die Hautpflege. Mit den Jahren wird dies sichtbar. Hautunreinheiten sehen nicht nur unschön aus, sie können auch zu Entzündungen führen.

Daher ist eine gute Hautpflege wichtig. Zwar werden Sie damit die Falten nicht komplett verhindern können, doch Sie können der Faltenbildung zumindest etwas entgegenwirken und außerdem schonen Sie Ihr größtes Organ vor Fremdstoffen.

Was eine gute Hautpflege ausmacht und was Sie sonst noch über die Haut wissen müssen, erfahren Sie hier.

Hautpflege: So können Sie Ihre Haut schützen

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Darum ist Hautpflege gerade im Alter so wichtig

Die Haut ist ein faszinierendes Organ. Sie ist unsere Schutzhülle, bewahrt unseren Körper vor dem Austrocknen und trägt zur Temperaturregulierung bei. Zudem ist sie ein Sinnesorgan und Spiegel der Seele. Wem es schlecht geht, dem sieht man es an der Haut ziemlich schnell an. Ebenso wie erholten und ausgeruhten Menschen.

Je älter wir werden, umso weniger schnell erneuern sich die Hautzellen. Die Folge ist, dass die Haut dünner und trockener wird. Falten sind das äußerlich sichtbare Merkmal – insbesondere um die Mund- und Augenpartie. Dies passt zwar nicht in die makellose Werbewelt, in der uns eine glatte und frische Haut als DAS Schönheitsmerkmal schlechthin vorgegaukelt wird, ist jedoch nicht zu verhindern, da es einen natürlichen Alterungsprozess abbildet.

Es gibt jedoch Gewohnheiten, die Laufe unseres Lebens unserer Haut zusätzlichen Schaden zufügen wie beispielsweise:

  • Zuviel Sonne
  • Übermäßiger Stress
  • Langes Rauchen
  • Schlechte Ernährung
  • Wenig Schlaf
  • Trockene Luft
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Tipps für eine gute Hautpflege

Eine gesunde Haut will entsprechend gepflegt werden. Denn auch im Alter und mit Falten sollte sie noch sauber und rein aussehen. Dabei umfasst die Hautpflege unterschiedliche Elemente:

  • Reinigung
    Waschen Sie Ihre Haut regelmäßig, am besten täglich. So befreien Sie sie von Schmutz und Schadstoffen. Allerdings sollten dabei die natürliche Fettschicht der Haut nicht zerstören. Nutzen Sie also deshalb eine Seife oder Waschlotion mit einem milden pH-Wert, die rückfettend ist. Vergessen Sie dabei auch die Fußpflege nicht.
  • Schutz
    Schützen Sie Ihre Haut mit Cremes. Entsprechend pflegende Tages- und Nachtcremes mit Kollagen, natürlichen Hyaluron- sowie Alpha- und Beta-Hydroxysäuren aus Pflanzen oder Milch helfen Ihrer Haut bei der Regeneration und spenden ihr Feuchtigkeit. Sonnencremes schützen vor zu viel schädlicher UV-Strahlung.
  • Ernährung
    Achten Sie auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst (insbesondere die Vitamine A, C und E sind dabei wichtig) und wenig tierischen Fetten und Zucker. Auch übermäßiger Alkoholgenuss schadet der Haut.
  • Trinken
    Trinken Sie ausreichend. Mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee sollten es über den Tag verteilt schon sein, um Ihre Haut auszubalancieren.
  • Schlaf
    Auf sieben Stunden Schlaf sollten Sie im Schnitt schon kommen. Das muss nicht am Stück sein. Auch ein Powernapping in den Mittagsstunden kann schon helfen, die Haut frischer zu halten.
  • Lebensgewohnheiten
    Vermeiden Sie Stress und verzichten Sie auf das Rauchen. Lassen Sie es ruhig angehen und bewegen Sie sich mindestens eine Stunde täglich an der frischen Luft zum Beispiel beim Spazieren gehen oder beim Nordic Walking.
  • Wellness
    Gönnen Sie Ihrer Haut regelmäßige Auszeiten. Gerade das viel strapazierte und empfindliche Gesicht sollte sich besonderer Aufmerksamkeit erfreuen. Eine Gesichtsmaske kann dabei Wunder wirken und traumhaft entspannen.
  • Fremdstoffe
    Bewahren Sie Ihre Haut so gut es geht vor Giftstoffen. Dazu gehört zum einen der Verzicht auf übermäßiges Make-up aber zum Beispiel auch das Anziehen von Handschuhen beim Putzen und Abspülen. Fremdstoffe, die künstlich hergestellt sind, können unsere Haut angreifen. Sie kann sich zwar schnell regenerieren, dennoch sollten wir solche Belastungen so weit wie möglich vermeiden.

Lesetipp: So erkennen Sie Hautkrebs frühzeitig

So einfach bereiten Sie Ihre eigene Hautpflege zu

Wer sich eine Gesichtsmaske selbst mischen und nicht auf Fertigprodukte zurückgreifen möchte, kann dies ganz einfach tun. Sie brauchen dazu lediglich:

  • Rosmarin
  • Salbei
  • Wildrosen
  • Thymian
  • Heilerde
  • Wasser

Unterschiedliche Heilerden erhalten Sie in der Apotheke. Hier hat sich insbesondere die australische Heilerde bewährt.

Wenn Sie alle Zutaten zusammen haben, können Sie loslegen: Zermörserte Kräuter eine Viertelstunde in siedendem Wasser ziehen lassen und dann diesen Sud im Verhältnis eins zu eins mit der Heilerde vermischen. Tragen Sie die Gesichtsmaske anschließend auf Ihr Gesicht auf und lassen diese zehn bis zwanzig Minuten einwirken, ehe Sie diese wieder abwaschen.

Einmal in der Woche sollten Sie sich diese Wellness-Auszeit durchaus gönnen, um nicht nur Ihre Haut, sondern auch Ihren Geist dabei so richtig zu entspannen. Die Maske wirkt wie ein Schwamm der Giftstoffe aus der Haut zieht. Außerdem schützt sie empfindliche Haut besser vor Umwelteinflüssen.

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Medizinische Faltenbehandlung

Nicht wenige Menschen lassen Ihre Haut im Alter medizinisch behandeln. Sie wollen damit oftmals mangelhafte Hautpflege in der Vergangenheit ausgleichen, um wieder vermeintlich jung und frisch auszusehen. Gerade bei der Faltenbeseitigung gibt es diesbezüglich diverse Möglichkeiten:

  • Chirurgische Faltenstraffung mittels Operation in Vollnarkose
  • Kosmetische, chemische Peelings und Abtragen der oberen Hautschichten
  • Aufpolstern der Haut von innen durch Einspritzen von Hyaluronsäure, Kollagen, Fett, Milchsäure oder Botox.

Wir raten allerdings von solchen Behandlungen ab, wenn sie nicht medizinisch notwendig sind. Zum einen, weil sie Ihr Gesicht und damit auch Ihre Mimik nachhaltig verändern oder gar „einfrieren“ und zum anderen, weil eine reife aber gut gepflegte Haut durchaus ein Ausdruck von Weisheit und Souveränität sein kann. Zudem sind bei einigen Behandlungsmethoden Langzeitschädigungen nicht ausgeschlossen.

Info: Das sollten Sie über die Haut wissen

Unsere Haut ist schon faszinierend. Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …die Haut ist das größte menschliche Organ ist? Sie ist bis zu zwei Quadratmeter groß.
  • …die Haut ungefähr 15 Prozent des Körpergewichts eines Menschen ausmacht?
  • …die Haut auf einem Quadratzentimeter bis zu 5.000 Sinneszellen und 100 Schweißdrüsen hat?
  • …die Haut sich pro Tag um bis zu zwei Gramm erneuert?
  • …die Haut je nach Umgebungstemperatur täglich zwischen einem halben und vier Litern Schweiß absondert?
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Hauttypen

Bei der Hautpflege sollten Sie besonders auf Ihren Hauttyp achten. So gibt es:

  • Fettige Haut
  • Trockene Haut
  • Mischhaut

Die meisten Menschen haben eine Mischhaut. Wenn Sie jedoch merken, dass Ihre Haut häufig trocken ist (gerade im Winter), sollten Sie auf entsprechende Pflegeprodukte zurückgreifen, die ihr Feuchtigkeit spenden. Fetthaltige Cremes sind dann ideal für die Hautpflege.

Wenn Sie eher das Problem haben, dass Ihre Haut schnell fettig wird und die Talgdrüsen verstopfen und sich sogenannte Mitesser bilden, dann bieten sich entfettende Gesichtsmasken sowie Peelings an.

Eine gute Hautpflege ist außerdem in Bezug auf Allergien wichtig. Wer über regelmäßige Haut-Irritationen klagt, sollte beim Dermatologen einen Test machen lassen, auf welche Stoffe er allergisch reagiert. Spätestens ab einem Alter von Mitte 50 sollten Sie Ihre Haut ohnehin regelmäßig ärztlich untersuchen lassen, ob sich nicht irgendwelche Krankheiten oder Störungen gebildet haben.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und informiert Sie nur allgemein. Er kann und soll eine medizinisch-ärztliche Beratung nicht ersetzen. Vor der Einnahme eines Medikamentes lesen Sie bitte die Packungsbeilage sorgfältig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

[Bildnachweis: Rido by Shutterstock.com]

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